Indikator Wasser

Nährstoffe in Fliessgewässer

Nitrat und Phosphat in Fliessgewässern sind gute Indikatoren der anthropogenen, d.h. vom Menschen verursachten Nährstoffbelastung eines Gewässers. Nährstoffe gelangen in die Gewässer durch kommunale Abwässer sowie durch Eintrag aus intensiv gedüngten landwirtschaftlichen Nutzflächen. In einem Fliessgewässer hat eine erhöhte Nitrat- oder Phosphatkonzentration im Normalfall keinen negativen Einfluss. In stehenden Gewässern hingegen können hohe Phosphateinträge zu Eutrophierung führen. Ausserdem tragen Nährstoffe zur Verschmutzung der Meere bei, in die die Flüsse münden.

Bewertung des Zustandes
mittelmässig mittelmässig
Bewertung der Entwicklung
unbefriedigend unbefriedigend
schlecht 2018: 3 unbefriedigend 2018: 7 mässig 2018: 9 gut 2018: 43 sehr gut 2018: 38 schlecht 2017: 0 unbefriedigend 2017: 4 mässig 2017: 11 gut 2017: 43 sehr gut 2017: 42 schlecht 2016: 0 unbefriedigend 2016: 2 mässig 2016: 10 gut 2016: 45 sehr gut 2016: 43 schlecht 2015: 1 unbefriedigend 2015: 3 mässig 2015: 9 gut 2015: 41 sehr gut 2015: 46 schlecht 2014: 1 unbefriedigend 2014: 2 mässig 2014: 3 gut 2014: 54 sehr gut 2014: 40 schlecht 2013: 1 unbefriedigend 2013: 0 mässig 2013: 7 gut 2013: 51 sehr gut 2013: 41 schlecht 2012: 1 unbefriedigend 2012: 1 mässig 2012: 11 gut 2012: 45 sehr gut 2012: 42 schlecht 2011: 2 unbefriedigend 2011: 3 mässig 2011: 8 gut 2011: 47 sehr gut 2011: 40
Verteilung der Bewertungen der 111 bzw. seit 2018 der 124 ausgewerteten NAWA-Messstellen für den Parameter "Nitrat".

Daten zur Grafik: Excel
Quelle: BAFU
schlecht 2018: 14 unbefriedigend 2018: 5 mässig 2018: 10 gut 2018: 19 sehr gut 2018: 52 schlecht 2017: 9 unbefriedigend 2017: 7 mässig 2017: 11 gut 2017: 21 sehr gut 2017: 52 schlecht 2016: 8 unbefriedigend 2016: 6 mässig 2016: 12 gut 2016: 22 sehr gut 2016: 52 schlecht 2015: 11 unbefriedigend 2015: 9 mässig 2015: 14 gut 2015: 22 sehr gut 2015: 45 schlecht 2014: 10 unbefriedigend 2014: 9 mässig 2014: 15 gut 2014: 26 sehr gut 2014: 40 schlecht 2013: 9 unbefriedigend 2013: 8 mässig 2013: 14 gut 2013: 37 sehr gut 2013: 32 schlecht 2012: 13 unbefriedigend 2012: 9 mässig 2012: 20 gut 2012: 33 sehr gut 2012: 26 schlecht 2011: 24 unbefriedigend 2011: 8 mässig 2011: 16 gut 2011: 26 sehr gut 2011: 26
Verteilung der Bewertungen der 111 bzw. seit 2018 der 124 ausgewerteten NAWA-Messstellen für den Parameter "Phosphat".

Daten zur Grafik: Excel
Quelle: BAFU
Kommentar

81 % der Messstellen beim Nitrat und 71 % beim Phosphat erreichen einen guten oder sehr guten Zustand. Dennoch werden punktuelle Zielwertüberschreitungen im Landwirtschafts- und Siedlungsgebiet beobachtet  (siehe Karte). Problematisch sind vor allem kleine Bäche mit einem hohen Abwasseranteil oder mit einem hohen Anteil an intensiver Landwirtschaft im Einzugsgebiet. Diese kleinen Fliessgewässer deckt das NAWA-Messnetz seit 2018 auch ab.

Die Schwankungen zwischen den Jahren sind weniger durch eine veränderte Belastungssituation als vielmehr auf normale Schwankungen in den Abflussverhältnissen zurückführen. Da zwischen 2011 und 2018 keine signifikante Verbesserung festgestellt wird, wird die Entwicklung von Nährstoffen in Fliessgewässern als unbefriedigend bewertet.

Dennoch zeigen langjährige Zeitreihen, dass die Belastung der Gewässer mit Nährstoffen in den letzten Jahrzehnten generell stark abgenommen hat. Besonderes deutlich war die Abnahme des Phosphorgehalts nach dem Phosphatverbot in Waschmittel im Jahre 1986. Durch den fortwährenden Ausbau der Abwasserreinigungsanlagen verminderte sich der Phosphorgehalt auch nach 1990 weiter. Anstrengungen in der Landwirtschaft zur Verringerung diffuser Nitrat- und Phosphoreinträge, z.B. durch eine weniger nährstoffintensive Bodenbewirtschaftung, und Optimierung der ARA können zu einer weiteren Abnahme von Nährstoffkonzentrationen in Gewässern beitragen.

Methode

Im Rahmen der Nationalen Beobachtung Oberflächengewässerqualität (NAWA) wird an rund 120 Messstellen die Gewässerqualität durch Bund und Kantone gemeinsam erfasst. Die Beurteilung des chemischen Gewässerzustandes aufgrund der Phosphat- und Nitratkonzentration erfolgt nach der Methode „Chemisch-physikalische Erhebungen, Nährstoffe“ des Modul-Stufen-Konzepts.

 
Zuletzt aktualisiert am: 30.03.2020

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