Den Wald gestalten - Magazin «umwelt» 1/2014

Dossier: Holz kann mehr > Waldleistungen für die Wohlfahrt > Urwälder und andere Reservate > Vielfalt macht stark > Baudruck auf den Wald

Josef Hess

Editorial

Breit abgestützte Waldpolitik

Portrait Rolf Manser

Waldpolitik

Die Temperaturen steigen, der Boden wird knapp, die Rohstoffvorräte gehen zur Neige. Diese Trends bleiben nicht ohne Folgen für unseren Wald. umwelt sprach mit Rolf Manser, Chef der Abteilung Wald im BAFU, über die Herausforderungen, die sich der Waldpolitik heute angesichts des sich rasch wandelnden Umfelds stellen.

Büro- Praxisgebäude Woodstock

Holzarchitektur

Buchenholz sollte nicht in erster Linie zum Heizen genutzt werden. Dazu ist es zu wertvoll. Deshalb fördert das BAFU Projekte, die eine höhere Wertschöpfung versprechen. So lässt sich Buchenholz als Bau- und Werkstoff verwenden oder in Zellulose für Textilien verwandeln.

Impressionen aus dem Waldreservat «Bollement» in St-Brais (JU) mit dem «Etang de Bollement»: Das Naturwaldreservat wird im Laufe der nächsten 40 Jahre der Atmosphäre 10 000 Tonnen CO2 entziehen und so zum Klimaschutz beitragen.

Multifunktionaler Wald

Wir profitieren in vielerlei Hinsicht vom Wald. Abgesehen davon, dass er Baumaterial liefert, schützt er das Klima, filtert das Grundwasser, beherbergt Tier- und Pflanzenarten und gewährt uns eine grüne Zuflucht, wo wir uns von der Hektik des Alltags erholen können. Kostenlos sind diese Leistungen allerdings nur bei oberflächlicher Betrachtung, und es stellt sich die Frage, wie wir sie langfristig sichern können.

Biodiversität

Reservate sind eine notwendige Ergänzung zum naturnahen Waldbau. Nur mit ihrer Hilfe lässt sich die gesamte biologische Vielfalt im Wald erhalten. Ein Besuch in zwei Schutzgebieten im Kanton Aargau.

Sieht der Schweizer Wald der Zukunft so aus? Panorama eines Eichenwaldes bei Lamole, südlich von «Greve in Chianti» in der Toskana (Italien).

Wald und Klimawandel

Försterinnen und Förster sind es sich gewohnt, für ferne Zeiten zu planen, doch noch nie war die Zukunft so ungewiss: Wie müssen sie den Wald heute aufbauen, damit er den Klimabedingungen in hundert Jahren angepasst sein wird? Wenn nichts mehr sicher ist, hilft ein altbewährtes Rezept: Vielfalt senkt die Risiken.

Für sie musste Wald weichen: Windenergieanlage Haldenstein (GR), die derzeit grösste in der Schweiz. Im Hintergrund ist der Gipfel des Vilan zu sehen.

Waldflächen

Die Waldfläche steht in der Schweiz durch neue Infrastrukturanlagen und wachsende Siedlungen unter Druck. Obwohl die Gesetzgebung bezüglich Rodungsersatz gelockert wurde, ist der Wald nach wie vor streng geschützt.

Schutzwald Bawal Obergoms

Schutzwald

Fast die Hälfte des Schweizer Waldes schützt vor Naturgefahren. Im Gebirge ist der Anteil noch weit höher. Zum Beispiel im Bawald im Obergoms (VS). Die 1986 eingerichteten Dauerbeobachtungsflächen lehren, wie der Schutzwald gepflegt werden muss.

Schadorganismen: Edelkastaniengallwespe, Götterbaum, Citrusbockkäfer

Schadorganismen

Mit den weltweiten Handelsströmen gelangen immer mehr invasive Schadorganismen aus fernen Ländern in die Schweiz. Speziell davon betroffen ist der Tessiner Wald.

Forstliche Bildung

Die Arbeit im Wald ist streng und gefährlich, und sie muss sich laufend neuen Herausforderungen stellen. Eine Tätigkeit auf Zeit? Wer sich weiterbildet und kreativ ist, kann den Wald dauerhaft zum Beruf machen. Forstwartin Claudia Tschudin beweist dies.

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Letzte Änderung 12.02.2014

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