Bevölkerungsumfrage - Waldmonitoring soziokulturell (WaMos)

Das BAFU erfasst mit dem Projekt Waldmonitoring soziokulturell (WaMos) regelmässig das Verhältnis der Schweizer Wohnbevölkerung zum Schweizer Wald. Dabei werden Einstellung, Wissen und Verhalten der Bevölkerung in Bezug auf den Schweizer Wald und die wichtigsten wald- und holzpolitischen Themen erfragt.

Das zweite Waldmonitoring soziokulturell (WaMos 2) wurde Ende 2010 im Auftrag des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) durch die Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) durchgeführt. WaMos 2 ist eine repräsentative Umfrage, welche  3022 Personen aus der ganzen Schweiz erfasst hat. WaMos 2 nimmt einen Grossteil der Fragen aus dem ersten Waldmonitoring soziokulturell (WaMos 1) wieder auf und erlaubt so einen Vergleich der Situation von 2010 mit derjenigen im Jahr 1997.

Der Kanton Aargau war ebenfalls am Projekt beteiligt. Mit einer Stichprobe von 882 Personen ist ein Vergleich zur Schweizer Umfrage WaMos 2 möglich.

WaMos 2 untersuchte das Verhältnis der Menschen zum Wald und seinen Leistungen. Die Befragten gaben dabei ihre Präferenzen für bestimmte Waldeigenschaften an und äusserten sich zu Waldfläche und Waldgesundheit. Beleuchtet wurden einzelne Waldleistungen für die Erholung, Ökologie wie Biodiversität, Schutz vor Naturgefahren, Holzproduktion. Zudem wurden verschiedene Einflussfaktoren wie Umweltwerthaltungen, Kindheitsbeziehung und beruflicher Bezug zum Wald, Informiertheit sowie Alter, Geschlecht und Sprache untersucht.

Ergebnisse WaMos 2

Die Ergebnisse im Schlussbericht zeigen, dass der Schweizer Wald geschätzt und rege genutzt wird. Insbesondere soll am Rodungsverbot festgehalten werden. Auf die Frage, welche Funktionen des Schweizer Waldes ihnen spontan einfallen, nennen die Befragten am häufigsten dessen Beitrag zur sauberen Luft. Am zweithäufigsten folgen Stichworte wie «Wirtschaft», «Produktion» oder «Nutzung», gefolgt von der Bedeutung als Lebensraum für Tiere und Pflanzen, dem Schutz vor Naturgefahren und der Erholung. Gegenüber der Befragung von 1997 ist die wirtschaftliche Funktion des Waldes deutlicher stärker im Bewusstsein der Bevölkerung. 

Die Hälfte der Schweizer Bevölkerung geht im Sommer mindestens einmal pro Woche in den Wald. Im Winter macht die Mehrheit mindestens ein- bis zweimal pro Monat einen Waldbesuch. Die Schweiz befindet sich an der europäischen Spitze, wenn es um die Häufigkeit von Waldbesuchen geht. Interessant zu wissen ist, dass die Meinungen der urbanen Bevölkerung und der Landbevölkerung zum Wald in weiten Teilen übereinstimmen.

Die Schweizer Bevölkerung und ihr Wald

Cover Die Schweizer Bevölkerung und ihr Wald

Bericht zur zweiten Bevölkerungsumfrage Waldmonitoring soziokulturell (WaMos 2). 2013

Die Schweizer Bevölkerung und ihr Wald

Cover Die Schweizer Bevölkerung und ihr Wald

Ergebnisse der zweiten Bevölkerungsumfrage Waldmonitoring soziokulturell (WaMos 2). Flyer. 2012

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Letzte Änderung 08.04.2013

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