Der Bund unterstützt die Bemühungen der Finanzbranche

Der Bund engagiert sich auf nationaler und internationaler Ebene für ein nachhaltiges Finanzsystem. Er unterstützt als Vermittler die Bemühungen der Branche. Den Handlungsrahmen bilden die Prinzipien: Interdependenz zwischen Umwelt-, Wirtschafts- und Finanzsystem, die notwendige Langfristorientierung, der Bedarf nach ökologischer Transparenz bei Finanzierungs- und Investitionsentscheiden sowie das Primat des Marktes.

Die Schweiz beteiligt sich aktiv an den entsprechenden Arbeiten der internationalen Finanzgremien und ist bestrebt, auf nationalem und internationalem Niveau eine konsistente Politik zu verfolgen. Der Bundesrat hat im Februar 2016 Grundsätze für diese Politik und die Rolle der Schweiz verabschiedet. Sie orientieren sich am Primat marktwirtschaftlicher Lösungen und an der Subsidiarität staatlichen Handelns und setzen auf Transparenz und Langfristorientierung.

Der Staat kann als Vermittler die Bemühungen der Branche unterstützen. Der Bundesrat sieht in Bezug auf das Thema der ökologischen Nachhaltigkeit im Zusammenhang mit der Finanzmarktpolitik sowohl die Möglichkeit, die Auswirkungen von Umwelt-Risiken auf die Finanzstabilität zu reduzieren, als auch die Geschäfts-Chancen für den Finanzplatz Schweiz zu nutzen.

Die zuständigen Bundesbehörden unterstützen die Bestrebungen der Branche im Dialog und mit wissenschaftlichen Grundlagen. Das Staatssekretariat für internationale Finanzfragen (SIF) organisiert in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Umwelt (BAFU) einen regelmässigen Gedankenaustausch mit Vertretern der Finanzindustrie unter anderem zum Einbezug von Umweltkriterien in das Finanzgeschäft.

Eine der gemeinsamen Zielsetzungen besteht darin, die von der Branche initiierten Methodologien für die nachhaltige Anlagetätigkeit zu harmonisieren und darauf hinzuwirken, dass sich diese im Alltagsgeschäft durchsetzen können. Weiter hat das BAFU gemeinsam mit Experten aus dem Finanzsektor, der Wissenschaft, von Nichtregierungsorganisationen sowie aus anderen Bundesämtern eine Publikation erarbeitet, die Massnahmen für ein nachhaltiges Schweizer Finanzsystem vorschlägt. Schliesslich erarbeitete das BAFU unter Mitwirkung des SIF erste Grundlagen zur Messung der Klimaverträglichkeit von Investitionen und Finanzierungen.

Freiwillige Klimaverträglichkeitstests

Im Kontext des Klimaübereinkommens von Paris haben das Bundesamt für Umwelt (BAFU) und das Staatssekretariat für internationale Finanzfragen (SIF) alle Schweizer Pensionskassen und Versicherungen 2017 dazu eingeladen, die Klimaverträglichkeit ihrer Portfolien testen zu lassen. Das Angebot stiess auf breites Interesse.

79 Pensionskassen und Versicherungen, welche gemessen an den verwalteten Vermögen rund zwei Drittel des Gesamtmarkts entsprechen, sind dieser Einladung gefolgt. Das Volumen der untersuchten Vermögen wie auch die Beteiligung unterschiedlich grosser Pensionskassen und Versicherungen ermöglichten eine repräsentative Analyse.

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Letzte Änderung 22.12.2017

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