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Veröffentlicht am 29. September 2026

Massnahme 11: Naturbasierte Lösungen

Naturbasierte Lösungen helfen dabei, den Klimawandel zu bewältigen und gleichzeitig die Biodiversität zu fördern. Die Massnahme M11 unterstützt die Entwicklung und Umsetzung solcher Lösungen in der Schweiz und macht erfolgreiche Beispiele sichtbar. Ziel ist es, Gemeinden, Regionen und Unternehmen bei der Umsetzung konkreter Projekte zu unterstützen und den Austausch von Erfahrungen zu fördern.

Worum geht es

Klimawandel und Biodiversitätsverlust gehören zu den grössten Herausforderungen unserer Zeit. Oft werden sie getrennt betrachtet, obwohl sie eng miteinander verbunden sind. Naturbasierte Lösungen setzen genau hier an: Sie nutzen natürliche Prozesse und Ökosysteme, um Menschen, Infrastruktur und Umwelt widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels zu machen. Gleichzeitig fördern sie die Biodiversität.

Beispiele dafür sind naturnahe Grünflächen im Siedlungsraum, die Wiederherstellung von Feuchtgebieten, ein natürlicher Wasserhaushalt oder biodiversitätsfreundliche Begrünungen von Gebäuden und Arealen.

Obwohl zahlreiche erfolgreiche Beispiele existieren, werden naturbasierte Lösungen bislang noch zu wenig umgesetzt. Die Massnahme M11 soll dazu beitragen, dieses Potenzial besser zu nutzen.

Was wird umgesetzt

Erfolgreiche Beispiele sichtbar machen

Im Rahmen der Massnahme wurde eine Übersicht von bewährten naturbasierten Lösungen erarbeitet. Die Beispiele zeigen, wie Gemeinden, Regionen oder Unternehmen konkrete Herausforderungen mit naturbasierten Ansätzen erfolgreich angehen können. Die Erkenntnisse wurden in einem praxisnahen Booklet und weiteren Informationsangeboten aufbereitet.

Projekte fördern

Bis 2030 unterstützt der Bund mindestens 30 Projekte, die natur- und ökosystembasierte Lösungen umsetzen. Im Zentrum stehen Projekte auf regionaler und kommunaler Ebene sowie innovative Ansätze mit Vorbildcharakter.

Erfahrungen austauschen

Webinare und weitere Austauschformate ermöglichen es Gemeinden, Verbänden, Unternehmen und Fachpersonen, voneinander zu lernen und erfolgreiche Ansätze weiterzuentwickeln.

Ziele bis 2030

  • Eine Übersicht von Best-Practice-Beispielen naturbasierter Lösungen liegt vor (Booklet: "Naturbasierte Lösungen").
  • Gemeinden, Regionen und Unternehmen erhalten konkrete Hilfestellungen für die Umsetzung.
  • Mindestens 30 Projekte zu natur- und ökosystembasierten Lösungen werden unterstützt.
  • Der Erfahrungsaustausch zwischen Praxis, Verwaltung und Fachwelt wird gestärkt.
  • Naturbasierte Lösungen werden als wichtiger Beitrag zu Klima- und Biodiversitätsschutz stärker verankert.

Nutzen

Naturbasierte Lösungen schaffen Mehrwert für Mensch und Umwelt. Sie fördern die Biodiversität, verbessern das lokale Klima, stärken den natürlichen Wasserhaushalt und erhöhen die Lebensqualität in Städten und Gemeinden.

Gleichzeitig helfen sie, die Folgen von Hitze, Trockenheit oder Starkniederschlägen abzufedern. Dadurch entstehen Lösungen, die sowohl dem Klima als auch der Biodiversität zugutekommen.

Stand der Umsetzung

Ein erster Schwerpunkt der Massnahme war die Erarbeitung eines Best-Practice-Booklets mit erfolgreichen Beispielen naturbasierter Lösungen aus der Schweiz und dem Ausland. Ergänzend dazu wurde ein Webinar durchgeführt.

Für die Umsetzung von Projekten wird insbesondere das Förderprogramm Adapt+ genutzt. Bis 2030 sollen darüber mindestens 30 natur- und ökosystembasierte Projekte unterstützt werden.

Verantwortlichkeiten

  • Federführung: Bundesamt für Umwelt (BAFU)
  • Enge Zusammenarbeit: Mit dem Förderprogramm Adapt+ des BAFU
  • Partner: planval (Erarbeitung Best-Practice-Übersicht und Booklet)

Weiterführende Informationen