Massnahme 14: Optimiertes Daten- und Informationsmanagement Biodiversität
In der Schweiz werden grosse Mengen an Daten, Wissen und Praxiserfahrungen zur Biodiversität gesammelt. Die Massnahme M14 verbessert den Zugang zu diesen Informationen und stärkt die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteuren. Ziel ist es, Wissen gezielter verfügbar zu machen und die Umsetzung von Biodiversitätsmassnahmen zu erleichtern.
Worum geht es
Zahlreiche Organisationen sammeln Daten zur Biodiversität, betreiben Monitoringprogramme, führen Forschungsprojekte durch oder beraten Fachpersonen und Behörden. Dadurch steht grundsätzlich eine grosse Menge an Wissen zur Verfügung.
Dieses Wissen erreicht die verschiedenen Zielgruppen jedoch nicht immer in einer Form, die für ihre Arbeit unmittelbar nutzbar ist. Häufig fehlen verständliche Zusammenfassungen, koordinierte Informationsangebote oder Plattformen für den Wissensaustausch. Dadurch bleiben wertvolle Erkenntnisse teilweise ungenutzt.
Die Massnahme M14 prüft deshalb, wie bestehende Daten-, Informations- und Beratungsangebote besser vernetzt und auf die Bedürfnisse der Nutzerinnen und Nutzer abgestimmt werden können.
Was wird umgesetzt
Bestehende Angebote analysieren
Zunächst wird untersucht, welche Organisationen bereits Daten, Informationen oder Beratungsleistungen zur Biodiversität anbieten und wie diese zusammenarbeiten. Gleichzeitig wird ermittelt, wo Lücken bestehen und welche Bedürfnisse verschiedene Zielgruppen haben.
Zukunftsbild entwickeln
Auf Basis dieser Analyse wird eine strategische Vision für eine optimierte Organisation und Vernetzung der Biodiversitätsdaten und Informationsangebote erarbeitet. Dabei werden bestehende Strukturen und mögliche Synergien berücksichtigt.
Zusammenarbeit stärken
Gemeinsam mit den beteiligten Organisationen werden Möglichkeiten entwickelt, um Daten, Wissen und Beratung besser aufeinander abzustimmen. Ziel ist ein Netzwerk, das den Austausch fördert und den Zugang zu relevanten Informationen erleichtert.
Optimierungen schrittweise umsetzen
Bis 2030 sollen erste Verbesserungen umgesetzt werden. Dazu gehören beispielsweise koordinierte Informationsangebote, verbesserte Wissensvermittlung oder neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Forschung, Praxis und Verwaltung.
Ziele bis 2030
- Die bestehende Organisation der Biodiversitätsdaten und Informationsangebote ist analysiert.
- Eine strategische Vision für die Weiterentwicklung liegt vor.
- Daten, Informationen und Beratungsangebote sind besser vernetzt.
- Zielgruppen erhalten einfacher Zugang zu relevanten Informationen.
- Die Zusammenarbeit zwischen Forschung, Praxis und Verwaltung wird gestärkt.
Nutzen
Die Massnahme hilft dabei, vorhandenes Wissen besser zu nutzen. Behörden, Fachpersonen, Unternehmen und weitere Akteure erhalten einfacher Zugang zu den Informationen, die sie für ihre Entscheidungen benötigen.
Dadurch können Biodiversitätsmassnahmen gezielter geplant und wirksamer umgesetzt werden. Gleichzeitig wird der Austausch zwischen Forschung und Praxis gestärkt und Doppelspurigkeiten können reduziert werden.
Stand der Umsetzung
Die Massnahme startet mit einer umfassenden Analyse der bestehenden Daten-, Informations- und Beratungslandschaft. Auf dieser Grundlage wird gemeinsam mit den relevanten Akteuren ein Zukunftsbild für eine optimierte Organisation und Vernetzung entwickelt. Anschliessend sollen schrittweise Verbesserungen umgesetzt werden.
Verantwortlichkeiten
- Federführung: Bundesamt für Umwelt (BAFU)
- Zusammenarbeit: Daten- und Informationszentren, Monitoringprogrammen, Forschungsinstitutionen, Beratungsstellen und weiteren Akteuren im Biodiversitätsbereich
- Abstimmung: Mit bestehenden Netzwerken und Informationsplattformen des Bundes und seiner Partner
