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Feinstaub

Die Belastung der Luft mit winzigen Staubteilchen (PM10) ist heute eine der grössten Herausforderungen für die Schweizer Luftreinhalte-Politik. Besonders im Winter leiden Städte und verkehrsnahe Gebiete unter zu hohen Feinstaub-Belastungen mit negativen Folgen für die Gesundheit.

Feinpartikel (PM10) sind ein komplexes Gemisch. Ein Teil davon sind

  • primäre Partikel, die direkt durch Verbrennungsprozesse ausgestossen werden (z.B. Dieselmotoren, Holzheizungen), durch mechanischen Abrieb von Reifen, Bremsen, Strassenbelag und Aufwirbelung entstehen oder aus natürlichen Quellen stammen.
  • sekundäre Partikel, welche sich erst in der Luft aus gasförmigen Vorläuferschadstoffen (Schwefeldioxid, Stickoxide, Ammoniak, flüchtige organische Verbindungen) bilden.

Gravierende Auswirkungen auf die Volksgesundheit

Als PM10 werden Partikel bezeichnet, deren Durchmesser weniger als 10 Tausendstel-Millimeter beträgt. Deshalb können diese Partikel tief in die feinsten Verästelungen der Lunge eindringen und von dort zum Teil in die Lymph- und Blutbahnen. Ihre zerklüftete Struktur ermöglicht eine Anlagerung von weiteren giftigen Substanzen.

Dieses Schadstoffgemisch besteht aus einer Vielzahl von chemischen Verbindungen mit teils Krebs erzeugender Wirkung z.B. Russ. Es verursacht in den Atemwegen lokale Entzündungen und kann so zu schwerwiegenden Auswirkungen auf die Gesundheit führen:

  • Husten, Atemnot, Bronchitis und Asthmaanfälle bei Kindern und Erwachsenen
  • Atemwegs- und Herzkreislauf-Erkrankungen und damit verbundene Spitaleinweisungen
  • Lungenkrebs und vorzeitige Todesfälle.

Weitere griffige Massnahmen nötig

Damit die geltenden Grenzwerte für Feinstaub eingehalten werden können, müssen in der Schweiz gegenüber heute rund 50% der PM10-Emissionen und etwa 50% der Vorläufer-Emissionen reduziert werden.

Dieses Ziel ist nur mit einer konsequenten Weiterführung der Luftreinhalte-Politik und einer Vielzahl von Massnahmen zu erreichen. Diese müssen auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene ergriffen werden. So wurde vom Bundesrat 2006 der Aktionsplan Feinstaub beschlossen, welcher bei allen wesentlichen Feinstaubquellen die Emissionen reduzieren soll. Massnahmen dazu sind z.B. Partikelfilter für Dieselmotoren und strengere Emissionsgrenzwerte für Holzheizungen.

Feinstaubbelastung: Aktuelle Werte und Entwicklung

In Agglomerationen und verkehrsreichen Gebieten liegen die Jahresmittelwerte für Feinstaub über dem geltenden Grenzwert, und auch die Tagesgrenzwerte werden häufig und zum Teil massiv überschritten.

PM10-Karte - aktuelle Luftbelastung

Kontakt: luftreinhaltung@bafu.admin.ch
Zuletzt aktualisiert am: 30.10.2015

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Volltextsuche

Publikationen

Feinstaub in der Schweiz 2013 (externer Link, neues Fenster)  - Statusbericht der Eidg. Kommission für Lufthygiene (EKL)
 PDF

Untersuchungen an ausgewählten NABEL-Standorten. Studie im Auftrag des BAFU
16.04.2012 | 5229 KB | PDF
 PDF

PM10-Emissionsfaktoren von Abriebspartikeln des Strassenverkehrs (APART). Mit deutscher Zusammenfassung. Im Auftrag des ASTRA und BAFU
01.08.2009 | 15265 KB | PDF
Feinstaub in der Schweiz - Statusbericht der Eidg. Kommission für Lufthygiene (EKL). 2008
 PDF

Erläuternder Bericht
31.07.2007 | 163 KB | PDF

FAQ

 PDF

zu Eigenschaften, Emissionen, Immissionen, Auswirkungen und Massnahmen
16.03.2015 | 473 KB | PDF

Vorläuferschadstoffe



http://www.bafu.admin.ch/luft/00575/00578/index.html?lang=de