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Gefahrenkarten, Gefahrengrundlagen

Gefahrenkarten zeigen, wo in der Schweiz Siedlungen von Naturgefahren bedroht sind. Ausserhalb vom Siedlungsgebiet zeigen Gefahrenhinweiskarten mit einem geringeren Detaillierungsgrad die Gebiete mit einer potenziellen Gefährdung auf. Zu den Gefahrengrundlagen zählt auch der Naturereigniskataster StorMe, welcher Ereignisse aus der Vergangenheit beinhaltet. Zusammen mit der Kenntnis über vorhandene Schutzbauten und das bestehende Schadenpotenzial können daraus Massnahmen für den Schutz von Menschen und Sachwerten vor Naturgefahren abgeleitet werden.

Die durch Naturereignisse gefährdeten Gebiete müssen zuerst erkannt werden. Bei der Gefahrenbeurteilung geht es darum, die Wirkungsräume, die Eintretenswahrscheinlichkeit und die Intensität der gefährlichen Naturprozesse zu bestimmen. Hier zu dienen Prozesssimulationen. Die Beurteilung basiert auf den Ergebnissen der Geländebeurteilung und der Simulationen, welche mit den Aufzeichnungen früherer Ereignisse verglichen werden.

Gefahrenkarten

Ein zentrales Ergebnis einer Gefahrenbeurteilung sind die Gefahrenkarten. Sie zeigen auf, welche Siedlungsräume durch Hochwasser, Lawinen, Rutschungen oder Felsstürze bedroht sind. Aus ihnen lässt sich ablesen, welche Flächen beim nächsten Unwetter überschwemmt werden könnten, wo Lawinen herunterkommen oder welcher Hang ins Rutschen geraten könnte. Detaillierte Informationen unter:

Im Rahmen der Gefahrenprävention dienen Gefahrenkarten:

  • der Ausscheidung von Gefahrenzonen im Nutzungsplan und der Formulierung von Bauauflagen. Gefahrenkarten müssen periodisch nachgeführt und die Zonen- und Nutzungspläne entsprechend angepasst werden.
  • der Planung technischer und organisatorischer Massnahmen
  • als Grundlage für die Notfallplanung
  • der Sensibilisierung der Bevölkerung

Akteure

Die Kantone sind gesetzlich verpflichtet festzustellen, welche Gebiete durch Naturgefahren und schädliche Einwirkungen erheblich bedroht sind. Dies beinhaltet die Erstellung der Gefahrenkarten und das Führen des Ereigniskatasters. Das BAFU unterstützt die Kartierung finanziell und mit Know-how: Die BAFU-Datenbank ShowMe gibt einen Überblick über den Stand der Gefahrenkartierung.


Kontakt: gefahrenpraevention@bafu.admin.ch
Zuletzt aktualisiert am: 08.05.2014

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http://www.bafu.admin.ch/naturgefahren/11421/index.html?lang=de