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Waldpolitik 2020

Mit der Waldpolitik 2020 will der Bund günstige Rahmenbedingungen schaffen für eine nachhaltige, effiziente und innovative Waldbewirtschaftung und sicherstellen, dass der Wald seine vielfältigen Funktionen erfüllt. Im März 2016 wurde zu diesem Zweck das Waldgesetz angepasst.

Der Bundesrat hat am 31.08.2011 die strategische Ausrichtung der Waldpolitik des Bundes festgelegt, welche die unterschiedlichen und nicht selten divergierenden Interessen der Gesellschaft untereinander abstimmt.

Waldpolitik 2020 - Visionen, Ziele und Massnahmen für eine nachhaltige Bewirtschaftung des Schweizer Waldes. 2013

Ziele

Die Waldpolitik 2020 enthält Visionen (Zeithorizont 2030) sowie konkrete Ziele (Zeithorizont 2020) mit dazugehörigen strategischen Stossrichtungen. Die 11 Ziele lauten:

  • Nachhaltig nutzbares Holznutzungspotential wird ausgeschöpft
  • Klimawandel: Der Wald und die Holzverwendung tragen zur Minderung bei und die Auswirkungen auf seine Leistungen bleiben minimal
  • Schutzwaldleistung ist sichergestellt
  • Biodiversität bleibt erhalten und ist gezielt verbessert
  • Waldfläche bleibt erhalten
  • Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Waldwirtschaft ist verbessert
  • Waldböden, Trinkwasser und Vitalität der Bäume sind nicht gefährdet
  • Wald wird vor Schadorganismen geschützt
  • Das Gleichgewicht Wald-Wild ist gewährleistet
  • Freizeit- und Erholungsnutzung erfolgt schonend
  • Bildung, Forschung und Wissenstransfer

Umsetzung

Um die Waldpolitik 2020 zu konkretisieren, hat der Bund 2012 zusammen mit den Kantonen und unter Einbezug weiterer Akteure einen Massnahmenplan erarbeitet. Wo für die Umsetzung des Massnahmenplans keine gesetzlichen Anpassungen und keine zusätzlichen Mittel notwendig sind, konnte die Umsetzung bereits beginnen. Dies ist bei den meisten Massnahmen der Fall.

Ergänzung des Waldgesetzes

In einzelnen Punkten wurde dagegen eine Ergänzung des Waldgesetzes notwendig. Die am 18.03.2016 vom Parlament verabschiedeten Beschlüsse bringen insbesondere folgende Neuerungen:

  • Der Bund kann auch ausserhalb des Schutzwaldes Massnahmen zur Verhütung und Behebung von Waldschäden ergreifen und unterstützen (bisher nur im Schutzwald).
  • Der Bund und die Kantone können Massnahmen ergreifen, die den Wald an den Klimawandel anpassen.
  • Es wird eine bessere Grundlage geschaffen zur die Förderung von nachhaltig produziertem Holz.
  • Der Bund kann die Anpassung oder die Wiederinstandstellung von Erschliessungsanlagen (z.B. Waldstrassen) nun auch ausserhalb des Schutzwaldes fördern (bisher nur im Schutzwald).
  • Zur Verbesserung der Arbeitssicherheit müssen Personen, die im Auftragsverhältnis Holzerntearbeiten durchführen, über eine anerkannte Ausbildung verfügen.

Der Bundesrat muss nun über das Inkrafttreten des Gesetzes entscheiden und die dazugehörigen Ausführungsbestimmungen in der Waldverordnung beschliessen. Es ist damit zu rechnen, dass das ergänzte Waldgesetz im Herbst 2016 in Kraft treten kann.


Kontakt: wald@bafu.admin.ch
Zuletzt aktualisiert am: 31.03.2016

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