Ernährung und Umwelt: Das Wichtigste in Kürze

In der Schweiz konsumierte Nahrungsmittel werden in zunehmend global ausgerichteten Produktionsketten hergestellt. Dadurch verlagert sich ein wesentlicher Teil der Umweltbelastung ins Ausland. Eine dem Standort angepasste Landwirtschaft und eine massvolle Ernährung mit einem höheren Anteil pflanzlicher Lebensmittel kann dazu beitragen, die Umweltbelastung deutlich zu reduzieren.

Die Ernährung ist, vor Wohnen und Mobilität, der Konsum- und Produktionsbereich mit den grössten Auswirkungen auf die Umwelt.

Die landwirtschaftliche Produktion, die industrielle Weiterverarbeitung der Lebensmittel sowie deren Verpackung, Verteilung, Zubereitung und Konsum sind in globale Stoffkreisläufe eingebunden. Entsprechend gilt es, die Zusammenhänge in einer Systemperspektive zu betrachten.

Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage

Die Ernährung, wie auch das Wohnen und die Mobilität lassen sich nur verstehen als Systeme mit komplexen Wechselwirkungen zwischen einer Vielzahl von Angebots- und Nachfragefaktoren. Die Umweltauswirkungen dieser Systeme sind das Resultat des Zusammenwirkens von:

  • Werte und Leitbilder
  • Verhalten und Lebensstile
  • Soziale und zeitliche Strukturen
  • Forschung, Bildung, Wissen
  • Märkte und Finanzsysteme
  • Technologien, Produkte, Dienstleistungen
  • Politikinstrumente und Institutionen
  • Materielle Infrastrukturen. 

So ist die Ernährung mit einem Anteil von 28 % an der Gesamtumweltbelastung beispielsweise auf der Nachfrageseite geprägt durch unterschiedliche Konsummuster und Ernährungsstile und auf der Angebotsseite durch den Detailhandel, die Nahrungsmittelindustrie oder die Landwirtschaft

Ernährung (PDF, 135 kB, 30.11.2018)Kapitel A3, Berciht Umwelt Schweiz 2018

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Letzte Änderung 30.11.2018

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