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Veröffentlicht am 16. September 2026

Doubs

In den vergangenen Jahren hat sich der Zustand des Ökosystems des Doubs verbessert. Seit 2015 arbeiten die Behörden aus Frankreich und der Schweiz gemeinsam mit Umweltschutzorganisationen daran, die Qualität des Wassers und der aquatischen Lebensräume des Grenzflusses zu erhöhen.

Der mittlere Abschnitt des Doubs, der die Grenze zwischen der Schweiz und Frankreich bildet, ist ein bedeutendes Fischgewässer und von aussergewöhnlichem natürlichem und landschaftlichem Wert. Zugleich wird der Doubs zur Stromerzeugung und für die Erholung genutzt.

Landesübergreifende Arbeitsgruppen

Gewässer kennen keine Landesgrenzen – deshalb wurde 2011 eine Struktur geschaffen, um die Herausforderungen grenzüberschreitend anzugehen. Seither arbeiten Fachleute aus beiden Ländern in thematischen Gruppen zusammen: zu Wasserqualität, Fischerei und zur Abflussbewirtschaftung. Aus den Arbeiten dieser Arbeitsgruppen sind verschiedene Publikationen hervorgegangen (Download unter «Weiterführende Informationen» / «Dokumente»).

Nationale Arbeitsgruppen

Der Bund setzt gemeinsam mit den Kantonen Neuenburg und Jura den Nationalen Aktionsplan für den Doubs (PAND) um. Der PAND und seine Umsetzung sind die Antwort des Bundes und der Kantone auf die Empfehlung Nr. 169 des Ständigen Ausschusses des Berner Übereinkommens zum Schutz der im Doubs lebenden Apron (Zingel asper).

Der Aktionsplan bezweckt, die Funktionsfähigkeit der Ökosysteme wiederherzustellen, die entlang der schweizerisch-französischen Grenze und auf jurassischem Boden mit dem Doubs verbunden sind, sowie den nachhaltigen Schutz der für den Fluss und seine Zuflüsse typischen Lebensgemeinschaften. Dazu gehören auch Massnahmen zur Sicherung der genetisch einzigartigen Population des Apron.

Ein Bericht dokumentiert den Stand der Umsetzung per Ende 2025 (s. Download unten). Da mehrere zentrale Massnahmen 2025 noch nicht abgeschlossen waren, haben das BAFU und die Kantone Jura und Neuenburg entschieden, den Aktionsplan bis 2030 weiterzuführen.

Apron oder Roi du Doubs

Der Apron, auch Roi du Doubs oder Rhone-Streber genannt, ist ein kleiner Fisch aus der Familie der Echten Barsche (Percidae). In der Schweiz kommt er nur im jurassischen Sektor des Doubs vor. Der Apron ist im Anhang II der Berner Konvention als streng geschützte Art aufgeführt. In der Schweiz gilt der Apron als eine vom Aussterben bedrohte Art.

Seit 2000 führen der Bund und der Kanton Jura gemeinsam ein Monitoring des Apron durch. Die Beobachtungen zeigten einen fortlaufenden Rückgang der Population im Doubs, trotz der Massnahmen und dem Nationalen Aktionsplan.

Im Sommer 2023 wurde noch ein Exemplar gesichtet und gefangen – die bislang letzte bekannte Beobachtung im Doubs. Dieses Apron-Weibchen wurde in einem Aquarium gehalten und mit Aprons aus Frankreich gekreuzt.

Eine Machbarkeitsstudie untersuchte die Umsetzbarkeit eines Projekts zur Zucht und Erhaltung des Apron im Doubs, klärte die technischen sowie finanziellen Aspekte und bewertete die Risiken. Die Studie kam zum Schluss, dass ein Zucht- und Erhaltungsprojekt zwar möglich, der Erfolg aber unsicher wäre.

Auf dieser Grundlage entschied das BAFU, auf ein solches Projekt zu verzichten. Die Erfolgsaussichten werden als gering eingeschätzt, der hohe Aufwand ist deshalb nicht gerechtfertigt. Mit den verfügbaren Mitteln sollen stattdessen am Doubs oder andernorts in der Schweiz Massnahmen finanziert werden, um Lebensräume zu verbessern und Biodiversität und Landschaft zu fördern.

16.9.2026 Nationaler Aktionsplan für den Doubs ist auf gutem Wege und wird bis 2030 weitergeführt

Weiterführende Informationen