Naturgefahren und Klimawandel
Im Alpenraum ist die Erwärmung seit dem späten 19. Jahrhundert im Vergleich zum weltweiten Durchschnitt rund doppelt so stark angestiegen. Die Auswirkungen des Klimawandels sind in der Schweiz bereits spürbar, wie zum Beispiel durch die Zunahme starker Regenfälle oder Hitzewellen. Dies betrifft die verschiedensten Bereiche der Gesellschaft und hat einen grossen Einfluss auf Naturgefahren, wie in untenstehender Grafik ersichtlich wird.
Veränderungen des Klimas in der Schweiz
Die Klimaszenarien CH2018 (NCCS) beschreiben, wie sich unser Klima bis zur Mitte des Jahrhunderts und darüber hinaus entwickeln könnte.
Wussten Sie schon?
"Im Zuge der Klimaerwärmung verschiebt sich das Klima in vielen Städten um mehrere hundert Kilometer nach Süden. Bern macht somit eine Klimareise nach Norditalien/Mailand". Jean-François Bastin, Forscher am Crowther Lab der ETH Zürich. Wenn Sie mehr über Zwillingsstädte erfahren möchten, lesen Sie die Studie «Understanding climate change from a global analysis of city analogues».
Weiterführende Informationen
Auswirkungen des Klimawandels auf Naturgefahren
In der Schweiz nehmen die Risiken durch Naturgefahren aufgrund der steigenden Werte der Infrastrukturen, der Ausbreitung der Siedlungen in Gefahrenzonen und der Auswirkungen des Klimawandels zu. Der Klimawandel wird in Zukunft zu einer Zunahme der Häufigkeit und Intensität von Extremereignissen führen. Naturgefahren werden dann auch vermehrt in Gebieten und zu Jahreszeiten auftreten, die bisher davon verschont geblieben sind.
Massnahmen des Bundes zur Anpassung an den Klimawandel bei Naturgefahren
Die Lehren und Erkenntnisse aus den Ereignissen der letzten Jahrzehnte bilden die Grundlage für die aktuellen Gesetze und die von der «Nationalen Plattform Naturgefahren – PLANAT» formulierte Strategie 2018 «Umgang mit Risiken aus Naturgefahren», welche die Anpassungsfähigkeit der Schweiz als eines ihrer vier Ziele nennt.
