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Veröffentlicht am 19. Januar 2026

Kreislaufwirtschaft umsetzen

Ressourcen schonen, Produkte und Materialien im Kreislauf halten – wie geht das konkret? An dieser Stelle finden Sie konkrete Beispiele, Umsetzungshilfen und weiterführende Informationen für Wirtschaft, Behörden und für den Alltag.

Kreislaufwirtschaft für Unternehmen & Branchen

Kreislaufwirtschaft kann einzelnen Unternehmen aber auch ganzen Branchen dabei helfen, Prozesse zu optimieren, die Ressourcen-Versorgung zu sichern, wettbewerbsfähig zu bleiben und Klimaziele zu erreichen.

Die Wirtschaft selbst hat viele Möglichkeiten, Kreislaufwirtschaft in die Umsetzung zu bringen: von der Wahl der Materialien über das Design und das Bereithalten von Ersatzteilen bis hin zum Angebot von Dienstleistungen und dem Umgang mit Rezyklat – um nur einige Varianten zu nennen. Es gibt drei wesentliche Handlungsbereiche:

Kreislaufwirtschaft für öffentliche Verwaltung

Behörden können aber nicht nur unterstützend tätig werden, sondern haben selbst grosse Hebel, um Impulse für Kreislaufwirtschaft zu setzen: als Gestalter der Rahmenbedingungen, bei der Gewährleistung einer transparente Datenerhebung, aber auch als Auftraggeber z. B. im Bauwesen, bei der Gestaltung öffentlicher Flächen, im Bereich der öffentlichen Beschaffung, bei der Organisation von Veranstaltungen und der Essensausgabe (z.B. Mensen).

Gleichzeitig kann die öffentliche Verwaltung durch ihr Handeln zeigen, wie Kreislaufwirtschaft konkret aussieht und als Vorbild voran gehen.

Kreislaufwirtschaft im Alltag

Die Schweizer Bevölkerung kann nicht nur durch das Ausüben ihrer politischen Rechte Kreislaufwirtschaft fördern, sondern auch durch ihren Konsum. Am Anfang steht die Frage: Braucht es ein neues Produkt?

In der Folge beeinflussen Verbrauchende mit ihren Kaufentscheiden, welche Produkte hergestellt und angeboten werden. Denn Nachfrage lenkt Investition und Innovation. Werden langlebige, wiederverwendbare und reparierbare Materialien, Güter und Verpackungen bevorzugt, stärkt das Geschäftsmodelle, die auf Qualität setzen.

In einer Kreislaufwirtschaft sind die Verbrauchenden aber mehr als reine Konsument:innen. Sie sind aktive Gestalter:innen der Kreisläufe. Durch Pflege, Reparatur, Weitergabe, gemeinschaftliche Nutzung von Produkten und sachgerechte Rückführung von Materialien am Lebensende formen sie Stoffkreisläufe mit. Hier wird Kreislaufwirtschaft praktisch wirksam – jenseits von Markt und Politik.

Das BAFU trägt durch Sensibilisierung dazu bei, dass die Schweizer Bevölkerung aufgeklärt entscheiden und teilhaben kann.