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Veröffentlicht am 29. September 2023

Metalle aus KVA-Schlacken zurückgewinnen – Eine Branche im Aufbruch

Tagung der Abteilung Abfall und Rohstoffe des Bundesamtes für Umwelt, 29.9.2023, Ittigen

Jährlich werden in Schweizer Kehrichtverbrennungsanlagen (KVA) rund 4 Mio Tonnen Abfälle verbrannt. Neben der Rückgewinnung von Wärme und der Produktion von Strom, sind für KVA auch die Verbrennungsrückstände wegen ihrer Metallgehalte zunehmend ein wichtiger Fokus in der Kreislaufwirtschaft. An der Tagung wurden die Ergebnisse von Untersuchungen der Universität Bern vorgestellt, die Betreiber der am Projekt beteiligten Anlagen haben aus ihrer Praxis berichtet.

Wesentlich Ergebnisse der Untersuchungen:

  • Alle untersuchten Anlagen halten die Grenzwerte der VVEA ein
  • Auch die besten Verfahren können nur ca. 50% der Metalle aus KVA-Schlacke zurückgewinnen, immer werden noch ca. 50% gemeinsam mit den mineralischen Rückständen deponiert
  • Die Metallausbeute ist bei den Metall Aluminium, Kupfer, Zink und Blei unterschiedlich und beläuft sich zwischen rund 70% bei Aluminium und 10% bei Blei (bezogen auf die Ausgangsmetallgehalte)
  • Eine weitere technische Verbesserung der Rückgewinnungstechnologie erscheint derzeit unwahrscheinlich: zusätzlicher Aufwand für Zerkleinerung und Rückgewinnung überschreitet das ökonomische und auch ökologisch Optimum

Ein Methodenband, der ergänzend zum Endbericht im MetExSlag-Projekt erstellt worden ist, zeigt im Vergleich verschiedene heute angewendete Bestimmungsmethoden des partikulären NE-Metallanteils in aufbereiteter KVA-Schlacke.

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