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Veröffentlicht am 22. September 2025

Netto-Null-Ziel 2050

Mit ihrer Klimapolitik leistet die Schweiz einen Beitrag, um die globale Erwärmung möglichst auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Die Wissenschaft zeigt auf, dass dieses Ziel nur erreicht werden kann, wenn mittelfristig die globalen Treibhausgasemissionen auf netto null vermindert werden. In der Schweiz ist ein entsprechendes Netto-Null-Ziel, zu erreichen bis 2050, im Klima- und Innovationsgesetz verankert. Es wurde von der Schweizer Stimmbevölkerung mit klarer Mehrheit gutgeheissen.

Um sicherzustellen, dass die Erde sich um nicht mehr als 1,5 Grad Celsius erwärmt und schwere Störungen des Klimasystems ausbleiben, müssen die weltweiten Treibhausgasemissionen bis spätestens 2070 auf netto null sinken, die CO2-Emissionen bereits bis 2050. Dies zeigt der Sonderbericht des Weltklimarats IPPC über die Erderwärmung von 1,5 Grad Celsius.

Gestützt auf diese wissenschaftliche Grundlage hat der Bundesrat im August 2019 beschlossen, dass die Schweiz ihre Treibhausgasemissionen bis 2050 auf netto null senken soll (Netto-Null-Ziel). Mit der Annahme des Klima- und Innovationsgesetzes durch die Schweizer Stimmbevölkerung im Jahr 2023 wurde das Netto-Null-Ziel gesetzlich verankert.

28. August 2019
Bundesrat will bis 2050 eine klimaneutrale Schweiz

Netto null Treibhausgasemissionen

Netto null bedeutet, dass nur noch so viele Treibhausgase in die Atmosphäre gelangen, wie durch natürliche oder technische Speicher wieder aufgenommen werden. Dazu müssen alle vermeidbaren Emissionen vollständig vermindert werden. Beispielsweise beim Erzeugen von Nahrungsmitteln, bei der Kehrichtverbrennung oder anderen Vorgängen werden jedoch voraussichtlich auch 2050 noch Treibhausgase entstehen. Diese schwer vermeidbaren Emissionen müssen durch Verfahren ausgeglichen werden, die CO2 aus der Atmosphäre entfernen und sicher einlagern (CO2-Entnahme und -Speicherung).

CO₂-Entnahme und -Speicherung

Langfristige Strategie

Die Verminderung des Ausstosses von Treibhausgasen ist und bleibt der wichtigste Hebel zum Erreichen des Netto-Null-Ziels 2050. Die langfristige Klimastrategie der Schweiz zeigt auf, wie die Schweiz ihre Zielsetzung erreichen kann.

Langfristige Klimastrategie 2050

Der Weg zum Ziel

Das Netto-Null-Ziel ist im Klima- und Innovationsgesetz festgelegt. Dieses Gesetz sieht auch explizite Zwischenziele für das Jahr 2040 sowie für die Perioden 2031 bis 2040 und 2041 bis 2050 vor. Es dient damit als Taktgeber der Schweizer Klimapolitik. Es formuliert zudem Richtwerte für die Sektoren Gebäude, Verkehr und Industrie. Weiter schreibt es vor, dass alle Unternehmen spätestens im Jahr 2050 ihre Netto-Null-Ziele erreicht haben müssen. Die Bundesverwaltung muss dieses Ziel bereits im Jahr 2040 erreichen. Die konkreten Massnahmen zur Verminderung der Treibhausgasemissionen werden im CO2-Gesetz und in der Gesetzgebung in anderen Politikbereichen schrittweise implementiert.

Andere Politikbereiche

Zusammenspiel mit der Zielsetzung auf internationaler Ebene

Mit dem Übereinkommen von Paris stellen die Mitgliedstaaten gemeinsam sicher, dass die globale Erwärmung 1,5 Grad Celsius nicht überschreitet. Dabei setzt sich jeder Staat eigenständige Ziele (sogenannte Nationally Determined Contributions, NDCs) zur Verminderung der Treibhausgasemissionen. Die Mitgliedstaaten müssen diese Ziele alle fünf Jahre erhöhen. Die First Nationally Determined Contribution der Schweiz deckt die Periode 2021 bis 2030 ab, wobei die Zielsetzung auf internationaler Ebene konsistent mit der Zielsetzung im CO2-Gesetz ist. Die Schweiz hat auch ihre Second Nationally Determined Contribution für die Periode 2031 bis 2035 bei den Vereinten Nationen eingereicht, in Übereinstimmung mit den Vorgaben des Klima- und Innovationsgesetzes.

Klima: Internationales

Weiterführende Informationen

Direktionsbereich Klima

Bundesamt für Umwelt BAFU
Direktionsbereich Klima
Worblentalstrasse 68
3063 Ittigen