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MedienmitteilungVeröffentlicht am 23. Juni 2026

Die Schweiz und Frankreich stärken ihre Zusammenarbeit auf dem Gebiet der militärischen Ausbildung

Bern, 23.06.2026 — Die Schweizer Armee und die französischen Streitkräfte vertiefen und stärken ihre Zusammenarbeit mit der Unterzeichnung eines Mehrjahresprogramms auf dem Gebiet der militärischen Ausbildung. Darin werden die gemeinsamen strategischen Ziele festgelegt und die prioritären Bereiche, in denen der Austausch und die Zusammenarbeit verstärkt werden, identifiziert. Das Programm trägt zur Stärkung der Verteidigungsfähigkeit der beiden Streitkräfte bei.

Zwischen der Schweiz und Frankreich besteht auf dem Gebiet der militärischen Kooperation seit vielen Jahren eine enge und nachhaltige Partnerschaft. Frankreich ist einer der wichtigsten Partner der Schweiz in den Bereichen Sicherheitspolitik und Verteidigung. Diese Zusammenarbeit basiert auf dem Abkommen über die bilaterale Zusammenarbeit auf dem Gebiet der militärischen Ausbildung von 2021 und der im Jahr 2024 vom Staatssekretariat für Sicherheitspolitik (SEPOS) und dem französischen Verteidigungsministerium unterzeichneten Absichtserklärung, die den gemeinsamen Willen verdeutlicht, neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit zu erkunden. Das für die Jahre 2026-2029 ausgearbeitete Programm wurde von den beiden Streitkräften am Dienstag, 23. Juni 2026, in Paris unterzeichnet.

Verteidigungsfähigkeit und Interoperabilität stärken

Im Programm werden die gemeinsamen Ziele und die prioritären Bereiche festgelegt, in denen die militärische Kooperation auf dem Gebiet der Ausbildung weiterentwickelt und gestärkt werden soll. Es sieht insbesondere gemeinsame Übungen, den gegenseitigen Austausch von militärischem Personal und die Einbindung von Schweizer Einheiten in die französischen Streitkräfte bei internationalen Übungen vor. Ziel ist es, die Interoperabilität, die Effizienz und die Qualität der militärischen Ausbildung zu erhöhen.

Angesichts der aktuellen Sicherheitslage stellt dieses Dokument auf militärstrategischer Ebene einen entscheidenden Schritt für die Stärkung der bilateralen Zusammenarbeit dar. Damit soll die Vorhersehbarkeit, die Kontinuität und die Verlässlichkeit der bilateralen Zusammenarbeit mittelfristig gesteigert werden.

Das Programm, das im Rahmen der bilateralen Beziehungen zu Frankreich entworfen wurde, steht im vollständigen Einklang mit dem Grundsatz der Neutralität der Schweiz und schafft weder Verpflichtungen noch Abhängigkeiten. Es trägt zur Aufrechterhaltung und Weiterentwicklung der Verteidigungsfähigkeit der Schweizer Armee gemäss den aussen- und sicherheitspolitischen Zielen des Bundes bei. Das Kooperationsprogramm sieht keinerlei Zusammenarbeit im Rahmen militärischer Operationen vor.