Bundesamt für Umwelt BAFU

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Nanotechnologie

Nanotechnologie befasst sich mit Strukturen, die kleiner sind als 100 Nanometer. Das ist weniger als der achthundertste Teil einer Haaresbreite. Zahlreiche Anwendungen dieser neuen Technologie existieren erst auf dem Papier oder in den Labors der Forscher. Zu möglichen Risiken gibt es erst lückenhafte Erkenntnisse.

Die Nanotechnologie eröffnet eine breite Palette von Anwendungen in der Medizin, der Energietechnik, bei der Speicherung von Daten, der Herstellung neuer Materialien, etc.
Das Potenzial - aber auch die Risiken - der neuen Technologie lassen sich aber erst in groben Zügen abschätzen. Weitere Abklärungen hat das BAFU zusammen mit dem Bundesamt für Gesundheit in Form eines Aktionsplans an die Hand genommen.

Für Umwelt und Gesundheit eröffnet die Nanotechnologie Chancen, z.B.:

  • Materialeffizienz: geringerer Verbrauch von Platin in Katalysatoren;
  • Energieeffizienz: leichtere Materialien und dadurch Energieeinspaarungen beim Transport oder reibungsarme Achsenlager im Maschinenbau;
  • Alternativen für toxische Stoffe: Ersatz von Schwermetallen in der Elektronik;
  • Pharmazie: bessere Verabreichung von Wirkstoffen in der Krebsbehandlung.

Es gibt aber auch Hinweise auf mögliche Risiken der Nanotechnologie:

  • Fischtoxizität: das Gehirn von Forellenbarschen wurde in einem Versuch bereits bei geringen Konzentrationen von C60 Molekühlen («Buckminster-Fulleren») geschädigt.
  • Daphnientoxizität: Wasserflöhe können je nach Art der Verabreichung bereits bei relativ niedrigen Konzentrationen von C60 Molekülen und nanoskaligem Titandioxid sterben.
  • Toxizität für menschliche Zellen: C60 Moleküle sind für menschliche Zelllinien giftig. Sie verlieren ihre Toxizität, wenn die Oberfläche der Moleküle chemich verändert (hydroxyliert) wird.

Verglichen mit der Erforschung von Anwendungen wird erst sehr wenig Geld in die Risikoforschung gesteckt. Um die grossen Wissenslücke zu schliessen braucht es sowohl in der Schweiz als auch international grosse Anstrengungen.


Fachkontakt: asb@bafu.admin.ch
Zuletzt aktualisiert am: 08.01.2010

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Weitere Informationen

Synthetische Nanomaterialien - Risikobeurteilung und Risikomanagement. Grundlagenbericht zum Aktionsplan. 2007
Risiko Nanotechnologie - Interview zum Thema Nanotechnologie vom März 2006
Reise in die Welt des Nanometers (externer Link, neues Fenster)  - Broschüre der EMPA für Mittelschulen
Nanotechnology and Nanoscience (externer Link, neues Fenster)  - Umfassender Bericht der Royal Society zu ethischen, gesundheitlichen, sicherheitsrelevanten und sozialen Herausforderungen.
 PDF

Die Nanotechnologie verheisst Milliardenumsätze. Doch über die Auswirkungen der Kleinstpartikel auf Mensch und Umwelt ist noch kaum etwas bekannt.
17.07.2006 | 130 kb | PDF
Nano! Nanu? (pdf, 2.2MB) (externer Link, neues Fenster)  - Informationsbroschüre zum Publifocus "Nanotechnologie und ihre Bedeutung für Gesundheit und Umwelt", TA-Swiss, 2006


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