Was die Landschaft leistet

Aufgrund ihrer ökologischen, soziokulturellen und ästhetischen Qualitäten ermöglichen Landschaften dem einzelnen Menschen und der Gesellschaft die Erfüllung physischer und psychischer Bedürfnisse. Diese Leistungen der Landschaft haben in vielen Fällen den Charakter öffentlicher Güter. Die Besonderheit der Landschaft liegt in ihren Leistungen für das Wohlbefinden, die Gesundheit (Lebensqualität, Erholung) und die Identität der einzelnen Menschen wie auch der Gesellschaft als Ganzem. Landschaft ist zudem für die Wirtschaft (Stichwort Tourismus) von grösster Bedeutung.

Die Leistungen der Landschaft lassen sich gestützt auf das Millenium Ecosystem Assessment wie folgt strukturieren:

  • Lebensraumleistungen (Habitatsleistungen): Lebens- und Reproduktionsräume für Pflanzen und Tiere
  • Trägerleistungen: Untergrund für Häuser und Infrastrukturen (Strassen, Bahn, Anlagen usw.)
  • Produktionsleistungen: Die Landschaft produziert Nahrungsmittel, Pflanzenfasern, Holz, Brennstoffe usw.
  • Regulierungsleistungen: Regeneration erneuerbarer Ressourcen (Wasser, Luft, Boden), Regulierung der natürlichen Dynamik (Hochwasser, Lawinen usw.)
  • Als kulturelle Leistungen bietet die Landschaft
    • Erholung und Gesundheit,
    • ästhetischen Genuss,
    • Identifikationsmöglichkeiten («Heimat») und Vertrautheit,
    • sowie Standortattraktivität.

Die Landschaftsqualität misst sich daran, in welchem Ausmass eine Landschaft in der Lage ist, Landschaftsleistungen dauerhaft zu erbringen. Im Sinne der nachhaltigen Entwicklung ist es das übergeordnete Ziel der Landschaftspolitik, die Landschaftsqualität zu erhalten und zu steigern. Dies bedingt, dass die der Landschaftsqualität zu Grunde liegenden Landschaftsleistungen erhalten beziehungsweise verstärkt werden können.

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Letzte Änderung 02.10.2018

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