Arzneimittel im Grundwasser
Arzneimittel und deren Metaboliten treten landesweit an rund 15% der Messstellen im Grundwasser auf. Betroffen sind vor allem flussnahe Grundwasservorkommen im Lockergestein. Die Arzneimittel gelangen über Kanalisation und Kläranlagen in Flüsse und Bäche und von dort mit dem Flusswasser ins Grundwasser.
Gemäss der Gewässerschutzverordnung (GSchV) soll Grundwasser generell keine künstlichen langlebigen Substanzen enthalten. Im Grundwasser nachgewiesen werden vor allem Arzneimittel und Röntgenkontrastmittel aus der Humanmedizin. Die Konzentrationen liegen meist unter 0.1 Mikrogramm pro Liter (μg/l).
Zu den am häufigsten nachgewiesenen Wirkstoffen gehören das Antiepileptikum Lamotrigin, das Antibiotikum Sulfamethoxazol sowie das Röntgenkontrastmittel Amidotrizoesäure. Arzneimittel treten vor allem an den Messstellen auf, in deren Einzugsgebiet abwasserbelastete Fliessgewässer ins Grundwasser infiltrieren.
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