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MitteilungVeröffentlicht am 19. März 2026

Pflanzenkohle in der Schweizer Landwirtschaft – Risiken und Chancen für Boden und Klima

Pflanzenkohle entsteht durch Verkohlung pflanzlicher Biomasse, in der durch die Photosynthese CO₂ aus der Luft eingebunden ist. Sie hat das Potenzial, Kohlenstoff (C) langfristig zu speichern. Im Boden eingebrachte Pflanzenkohle kann sogenannte negative Emissionen generieren. Das Faktenblatt «Pflanzenkohle in der Schweizer Landwirtschaft – Risiken und Chancen für Boden und Klima» legt den Stand der Wissenschaft zum Einsatz von Pflanzenkohle in der Schweizer Landwirtschaft dar und zeigt die derzeitigen Vorgaben zu deren Umgang auf. Das Faktenblatt wird herausgegeben vom Bundesamt für Umwelt (BAFU), vom Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) und von der Arbeitsgruppe Interventionswerte und Risikobeurteilung (AGIR) des Cercle Sol.

Das Faktenblatt liegt nun in der zweiten, aktualisierten Ausgabe vor. Aktualisierungen wurden beispielsweise aufgrund geänderter rechtlicher Rahmenbedingungen zum Umgang mit Pflanzenkohle sowie aufgrund von Ergebnissen von zuletzt durchgeführten Studien vorgenommen.

CO₂-Entnahme und -Speicherung: Technologien

Das Wichtigste in Kürze

Für den Einsatz von Pflanzenkohle in der Schweizer Landwirtschaft konnte bisher keine Ertragssteigerung nachgewiesen werden. Langfristige Auswirkungen auf Böden und Bodenlebewesen sind noch unklar und können irreversibel sein. Es besteht Konkurrenz um das wertvolle Gut Biomasse. Das Klimaschutz-Potenzial von Pflanzenkohle ist begrenzt, der Einsatz meist wirtschaftlich nicht rentabel. Vom weitflächigen Einsatz wird abgeraten, bis schädliche Auswirkungen ausgeschlossen werden können. In die aktualisierte Version flossen geänderte rechtliche Rahmenbedingungen (Kapitel 2), neue Erkenntnisse aus Lebenszyklusanalysen (LCA) und aus einem Feldversuch zu Auswirkungen von Pflanzenkohle auf Regenwürmer (Kapitel 3) ein.