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MitteilungVeröffentlicht am 30. September 2026

Schweizer Fischwelt im Wandel

Wie hat sich die Fischwelt in Schweizer Fliessgewässern unter Klimawandel und menschlichen Einflüssen verändert? Eine Langzeitanalyse sieht Generalisten auf dem Vormarsch und eine schweizweite Angleichung der Artenvielfalt.

Die erstmalige Analyse umfassender Elektrofischereidaten aus den Jahren 1981 – 2024 zeigt einen fortlaufenden Wandel: Kälteliebende und auf menschliche Einflüsse empfindliche Arten werden seltener, während wärmeliebende und tolerante Arten zunehmen. Schweizweit gleichen sich die Artengemeinschaften immer mehr an.

Profiteure der Veränderungen sind vor allem generalistische Arten wie der Alet. Gleichzeitig verschwinden empfindliche und kälteliebenden Fische wie Forellen und Äschen. Über alle Fischarten hinweg betrachtet gibt es insgesamt mehr, jedoch kleinere Fische.

Die Fischbestände waren bereits zu Beginn des untersuchten Zeitraums stark von menschlichen Einflüssen geprägt. Nun zeigt sich, dass sich die Schweizer Fischwelt in den letzten vier Jahrzehnten noch weiter von ihrem ursprünglichen Zustand entfernt hat. Der Klimawandel sowie andere direkte menschliche Einflüsse spielten hierbei vermutlich eine wichtige Rolle.

Es ist davon auszugehen, dass der Hitzesommer 2026 die beobachteten Veränderungen – insbesondere die Abnahme von empfindlichen und kälteliebenden Arten – beschleunigt. Wie sich die aussergewöhnliche Hitze- und Trockenheitsperiode mittelfristig auf den Gesamtfischbestand auswirkt, werden künftige Erhebungen wie NAWA 2027 zeigen.

Die Studie bietet zudem eine sehr gute Grundlage für den Aktionsplan «Fische» für Massnahmen zum Wohle einheimischer Fische, den das BAFU bis 2028 erarbeitet.

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