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Veröffentlicht am 29. April 2026

TFA – Ein langlebiger Schadstoff

Trifluoressigsäure (TFA) ist ein sehr mobiler und gleichzeitig äusserst stabiler Stoff. Es zählt selbst zu den PFAS und entsteht in vielen Anwendungsbereichen, als kleinstmögliches Abbauprodukt grösserer PFAS. Unter anderem in Kältemitteln, die aus Klimaanlagen und Wärmepumpen austreten können, in Treibgasen für Spraydosen und Schaumstoffe oder auch in Pflanzenschutzmitteln, die in der Landwirtschaft Anwendung finden.

TFA - Emissionsquellen

TFA löst sich leicht in Wasser und ist nicht abbaubar – deshalb findet man es inzwischen weltweit in Regen, Flüssen, Seen und Grundwasser. Einmal freigesetzt, verbleibt es für sehr lange Zeit in der Umwelt.

Wie gelangt TFA in die Umwelt?

Kältemittel und Treibgase gelangen während ihrer Verwendung in die Luft, wo sie durch Sonnenlicht zersetzt werden. Dabei entsteht TFA. Mit dem Niederschlag gelangt dieses dann in Böden und wird in Gewässer ausgewaschen. TFA entsteht zudem als Abbauprodukt verschiedener Pflanzenschutzmittel, die in der Landwirtschaft in unterschiedlichen Kulturen eingesetzt werden.

Wo findet man TFA?

  • Im Wasser: In Seen, Flüssen, Grund- und Trinkwasser
  • Im Boden: Besonders in landwirtschaftlich genutzten Flächen
  • In Pflanzen: TFA wird über die Wurzeln aufgenommen
  • In Tieren und Menschen: TFA kann sich in Organismen anreichern.

Mehr zu TFA beim BAFU

Reduktion von TFA-Einträgen in die Umwelt

Der Bundesrat hat mit der Revision der Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung (ChemRRV) bereits Beschränkungen von TFA-bildenden Kältemitteln und Treibgasen beschlossen. Bei Pflanzenschutzmitteln wird ein möglicher Abbau zu TFA bei der Erneuerung der Wirkstoffgenehmigung in der EU geprüft. Weitere Regelungen sind aktuell Gegenstand der Diskussionen zu einer umfassenden PFAS-Beschränkung in der Europäischen Union (EU). Der Bundesrat wird nach einem Beschluss in der EU eine Übernahme in der Schweiz prüfen.

Des Weiteren will der Bundesrat einen Aktionsplan zur Reduktion der Belastung von Mensch und Umwelt durch langlebige Chemikalien lancieren. Insbesondere sind dies PFAS, wozu auch TFA gehört. Unter anderem soll dadurch die Zusammenarbeit zwischen Bund und Kantonen gestärkt werden. Den entsprechenden Bericht in Erfüllung des Postulats 22.4585 Moser hat der Bundesrat am 19. Dezember 2025 gutgeheissen.

19.12.2025 - Bundesrat beschliesst Aktionsplan zum Umgang mit langlebigen Chemikalien wie PFAS (Medienmitteilung)

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