Massnahmen zur Erhaltung und Förderung der Biodiversität

Der Schutz und die nachhaltige Nutzung der Biodiversität ist eine gesellschaftliche, wirtschaftliche und technische Herausforderung. Der Bund hat bereits einige Massnahmen zur Erhaltung und Förderung der Biodiversität ergriffen. Dazu gehören beispielsweise die Inventare der Biotope von nationaler Bedeutung. Der Rückgang der Biodiversität konnte damit gebremst, aber nicht gestoppt werden. Um das Naturkapital zu sichern, werden weitere Massnahmen benötigt. Der Aktionsplan Strategie Biodiversität Schweiz soll diese Lücken ab 2017 schliessen.

Strategie Biodiversität Schweiz und Aktionsplan

Damit die Biodiversität langfristig erhalten bleibt und die Ökosystemleistungen in der Schweiz langfristig sichergestellt sind, hat das UVEK im Auftrag des Bundesrats eine nationale Strategie mit Zielen erarbeitet. Ein Aktionsplan konkretisiert die Ziele und präsentiert die erforderlichen Massnahmen. Die Federführung für die Erarbeitung des Aktionsplans liegt beim BAFU.

Nachhaltige Nutzung der Biodiversität

Verschiedenste Sektoren wie die Land- und Waldwirtschaft oder der Tourismus haben einen Einfluss auf die Biodiversität, profitieren aber auch von zahlreichen Ökosystemleistungen. Nutzung, Erhaltung und Förderung der Biodiversität müssen deshalb optimal aufeinander abgestimmt sein.

Ökologische Infrastruktur

Bis 2040 soll die Schweiz über eine funktionsfähige ökologische Infrastruktur verfügen – sowohl im ländlichen als auch im städtischen Raum, im Mittelland, im Jura und in den Alpen. Einerseits sind spezifische Ergänzungen und Aufwertungen des Schweizer Schutzgebietssystems nötig, anderseits die Ergänzung und Sicherung eines Systems von Vernetzungsgebieten in der gesamten Landschaft generell.

Erhaltung und Förderung von Arten

Die Vielfalt von Tieren, Pflanzen und Pilzen soll in der Schweiz erhalten bleiben. Dazu entwickelt das BAFU das Konzept Artenförderung Schweiz. Eine Herausforderung sind die Rückkehr der Grossraubtiere, die Verbreitung invasiver gebietsfremder Arten und Tierseuchen.

Erhaltung der genetischen Vielfalt

Der Bund engagiert sich für die Erhaltung und Förderung des Sortenreichtums der Kulturpflanzen. Für die Erhaltung der genetischen Ressourcen im Wald hat das BAFU Massnahmen ergriffen. Die Schweiz hat zudem das Nagoya-Protokoll über den Zugang zu genetischen Ressourcen und den gerechten Vorteilsausgleich ratifiziert.

Kontakt
Letzte Änderung 30.06.2015

Zum Seitenanfang

https://www.bafu.admin.ch/content/bafu/de/home/themen/biodiversitaet/fachinformationen/massnahmen-zur-erhaltung-und-foerderung-der-biodiversitaet.html