Strategie Biodiversität Schweiz und Aktionsplan

Damit die Biodiversität langfristig erhalten bleibt und die Ökosystemleistungen in der Schweiz langfristig sichergestellt sind, hat das UVEK im Auftrag des Bundesrats eine nationale Strategie mit Zielen erarbeitet. Ein Aktionsplan konkretisiert die Ziele und präsentiert die erforderlichen Massnahmen. Die Federführung für die Erarbeitung des Aktionsplans liegt beim BAFU.

Die Strategie Biodiversität Schweiz (SBS) wurde am 25. April 2012 vom Bundesrat verabschiedet. Die zehn strategischen Ziele der SBS beschreiben die Schwerpunkte, an denen sich alle Akteure in den kommenden Jahren zu orientieren haben, um gemeinsam genügend Wirkung zu entfalten und klare Ergebnisse zu erreichen:

  1. Nachhaltige Nutzung der Biodiversität
  2. Schaffung einer ökologischen Infrastruktur
  3. Verbesserung des Zustands von National Prioritären Arten
  4. Erhaltung und Förderung der genetischen Vielfalt
  5. Überprüfung von finanziellen Anreizen
  6. Erfassung von Ökosystemleistungen
  7. Generierung und Verteilung von Wissen
  8. Förderung der Biodiversität im Siedlungsraum
  9. Verstärkung des internationalen Engagements
  10. Überwachung von Veränderungen der Biodiversität

Mit den zehn Zielen soll folgendes Oberziel erreicht werden:

«Die Biodiversität ist reichhaltig und gegenüber Veränderungen reaktionsfähig. Die Biodiversität und ihre Ökosystemleistungen sind langfristig erhalten».

Die Ziele sind aufeinander abgestimmt. Sie beeinflussen und unterstützen sich in der Umsetzung gegenseitig.

Kurzporträt Strategie Biodiversität Schweiz

Cover Kurzporträt Strategie Biodiversität Schweiz

Gemeinsam die Vielfalt des Lebens erhalten und nachhaltig nutzen. 2012

Strategie Biodiversität Schweiz

Cover Strategie Biodiversität Schweiz

In Erfüllung der Massnahme 69 (Ziel 13, Art. 14, Abschnitt 5) der Legislaturplanung 2007–2011: Ausarbeitung einer Strategie zur Erhaltung und Förderung der Biodiversität. 2012

Aktionsplan zur Umsetzung der Strategie

Die Ausarbeitung des Aktionsplans erfolgt unter der Federführung des BAFU. Die Projektorganisation verbindet die verwaltungsintern zu leistenden Arbeiten mit dem Wissen und den Interessen der Stakeholder.

Die Erarbeitung eines ersten Massnahmenpakets fand in einem breit angelegten partizipativen Prozess mit 650 beteiligten Fachleuten von 250 Verbänden und Organisationen statt.

Partizipativer Prozess zur Erarbeitung des Aktionsplans Strategie Biodiversität Schweiz: Zusammenfassende Berichterstattung (PDF, 442 kB, 15.04.2014)Rückblick auf den partizipativen Prozess zur Erarbeitung des Aktionsplans Strategie Biodiversität Schweiz

Partizipativer Prozess zur Erarbeitung des Aktionsplans Biodiversität: Beilagenband (PDF, 1002 kB, 15.04.2014)Begleitband zum Bericht mit den in den Handlungsfeldern erarbeiteten Massnahmen sowie mit einer Auflistung der im partizipativen Prozess aktiven Stakeholder.

Die vorgeschlagenen Massnahmen wurden von den zuständigen Abteilungen des BAFU sowie von weiteren Bundesämtern geprüft, bewertet, konkretisiert und gebündelt. Im Zentrum der Arbeiten stand die Frage, ob und in welchem Umfang die zehn Ziele der Strategie Biodiversität Schweiz mit den Massnahmen des Aktionsplans erreicht werden können.

Am 13. November 2013 fand in Bern die BAFU-Tagung «Strategie Biodiversität Schweiz - der Aktionsplan nimmt Gestalt an» statt. Das BAFU präsentierte erste Ergebnisse des partizipativen Prozesses.

2014 erarbeitete das BAFU eine umsetzbare Etappierung der Massnahmen, ermittelte die zusätzlich notwendigen Ressourcen und klärte den Bedarf an rechtlichen Anpassungen für die Umsetzung der Massnahmen ab.

Am 19. November 2014 fand die BAFU-Tagung «Ökologische Infrastruktur» statt. Die Veranstaltung bot den Stakeholdern die Möglichkeit, sich zu den Inhalten dieses zentralen Massnahmenbereichs des Aktionsplans zu äussern.

Der Bundesrat hat am 18. Februar 2015 die Stossrichtung, die zeitliche Etappierung und den finanziellen Ressourcenbedarf des Bundes für die Umsetzung der Strategie Biodiversität Schweiz zur Kenntnis genommen, welche den erarbeiteten Grundlagen für einen Aktionsplan mit den skizzierten Massnahmen zugrunde liegt. Um der generellen Komplexität des Themas und vor allem dem föderalen System der Schweiz gerecht zu werden, können sich die Kantone im Jahr 2015 zu den Massnahmen äussern. Die Kantone sind von der Umsetzung und Finanzierung der Massnahmen direkt betroffen.

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Letzte Änderung 18.05.2016

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