Der 1. August, Waldbrandgefahr und die Umwelt

26.07.2018 - Über Feuer und Feuerwerkskörper freuen sich am Nationalfeiertag Jung und Alt. Angesichts der herrschenden Waldbrandgefahr gelten jedoch an vielen Orten Einschränkungen, darunter sogar Feuerverbote, die es unbedingt zu beachten gilt. Das 1.-Augustfeuerwerk ist ein faszinierendes Erlebnis, das aber auch unerwünschte Nebenwirkungen hat. Dazu gehören insbesondere erhöhte Belastungen mit Luftschadstoffen und Lärm.

1. August
© Markus Forte

Erhebliche bis sehr grosse Waldbrandgefahr

In weiten Teilen der Schweiz herrscht erhebliche bis sehr grosse Waldbrandgefahr. Mehrere Kantone haben deshalb ein Verbot für das Anzünden von Feuer im Freien oder im Wald und in Waldesnähe erlassen. Die Kantone und die Gemeinden können bei Waldbrandgefahr auch das Abbrennen von Feuerwerken einschränken. Diesen Anweisungen der kantonalen und lokalen Behörden ist unbedingt Folge zu leisten. Unter www.waldbrandgefahr.ch bietet das Bundesamt für Umwelt BAFU einen Überblick über die aktuelle Waldbrandgefahr und über die von den Kantonen angeordneten Massnahmen.

Grundsätzlich gilt: Wer Feuer entfacht im Wald und ausserhalb des Waldes muss immer - auch schon nur bei geringer und mässiger Waldbrandgefahr - mit der nötigen Vorsicht vorgehen.

Feuerwerkskörper

Cover Feuerwerkskörper

Umweltauswirkungen und Sicherheitsaspekte. 2014

Auswirkungen von Feuerwerk auf die Luft

Alljährlich werden in der Schweiz nach Schätzungen des BAFU rund 1700 Tonnen Feuerwerkskörper verkauft (Durchschnitt der Jahre 2013-2017). Darin sind ca. 450 Tonnen pyrotechnische Feuerwerkssätze enthalten. Wenn diese abgebrannt werden, entstehen 310 Tonnen Feinstaub, der die Luft belastet. Die farbgebenden Metallverbindungen in den Feuerwerkssätzen gelangen nach dem Abbrennen als Niederschlag auch in Böden und Gewässer. Deren Belastung ist jedoch gering.

Atemprobleme bei empfindlichen Personen

Das Abbrennen von Feuerwerk kreiert in kurzer Zeit lokal beträchtliche Mengen von Rauch und damit Feinstaub. Insbesondere bei windstillem Wetter kann dies bei empfindlichen Personen zu Atembeschwerden und Husten führen. Personen mit Erkrankungen der Atemwege und mit Kreislauferkrankungen sollten deshalb die unmittelbare Nähe von Feuerwerken meiden.

Kommunale 1.-August-Feuerwerke sind weniger problematisch, weil sie zeitlich beschränkt sind und der Rauch über den Köpfen und mit Abstand vom Publikum entweicht. Die Emissionen privater kleinerer Feuerwerkskörper wirken hingegen viel unmittelbarer und über längere Zeit auf den Menschen ein.

Gefahr für Menschen und Stress für die Tiere

Das Abbrennen von Feuerwerk in der Nähe von Personen kann wegen der hohen Lärmpegel zu irreversiblen Gehörschäden führen. Daher ist es wichtig, den auf der Verpackung angegebenen minimalen Sicherheitsabstand einzuhalten. Zudem stellt der Lärm auch eine grosse Belastung für die Tiere dar.

Feuerwerke sollten daher grundsätzlich zurückhaltend eingesetzt und nicht bereits mehrere Tage vor dem 1. August abgebrannt werden.

Abfall gehört nicht ins 1.-August-Feuer

1.-August-Feuer können giftige Stoffe (z.B. Dioxine) freisetzen, wenn in ihnen Kunststoffabfälle, chemisch behandeltes Holz, Abbruchholz oder Bauabfälle verbrannt werden. In den letzten Jahren hat sich die Situation jedoch merklich gebessert. Holzstösse, zusammengesetzt aus trockenem, naturbelassenem Holz aus dem Wald oder aus Sägereien sowie getrocknetes Schwemmholz sind für ein 1.-August-Feuer problemlos.

Im Zusammenhang mit der aktuellen Waldbrandgefahr ist den Anweisungen der kantonalen und lokalen Behörden unbedingt Folge zu leisten.

Rückfragen: Sektion Medien, BAFU, Tel. 058 462 90 00

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Letzte Änderung 27.07.2018

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