Belastete Kinderspielplätze
Sind Spielplätze oder andere Flächen im Freien, auf denen Kleinkinder regelmässig spielen, mit Schadstoffen belastet, kann das problematisch sein. Besteht ein Verdacht, sollten die Flächen von einer Fachperson untersucht und nötigenfalls saniert werden. Seit April 2025 beteiligt sich der Bund an den anfallenden Kosten.
Wenn Kleinkinder im Alter von bis zu drei Jahren auf einem Spielplatz oder auf einem Rasen spielen und herumkrabbeln, bewegen sie sich häufig nahe am Boden. Gleichzeitig durchlaufen sie in diesem Alter die sogenannte «orale Phase». Dabei erkunden sie die Umgebung mit dem Mund und führen häufig Hand-zu-Mund-Aktivitäten aus. Im Vergleich zu älteren Kindern verschlucken Kleinkinder deshalb die grössten Mengen an Staub und Bodenpartikeln. Wenn die Böden der Spielflächen Schadstoffe enthalten, kann das problematisch sein.
Deshalb ist es wichtig, dass Böden im Freien, wo Kleinkinder regelmässig spielen und buddeln, möglichst frei von schädlichen Stoffen sind. Leider ist dies nicht immer der Fall. Denn gerade dort, wo Grundstücke seit vielen Jahrzehnten oder Jahrhunderten genutzt werden – etwa in Gebieten mit sehr alten Gebäuden oder in urbanen Gegenden – besteht ein erhöhtes Risiko für Schadstoffbelastungen.
Welche Bodenschadstoffe sind besonders heikel?
Ein häufig anzutreffender und kritischer Schadstoff für Kleinkinder ist Blei, denn das Schwermetall schädigt schon in kleinsten Mengen die Hirnentwicklung. Ebenfalls heikel sind polyzyklische aromatische Kohlenstoffe (PAK). Dabei handelt es sich um krebserregende Substanzen, die in teerhaltigen Materialien zu finden sind oder durch die unvollständige Verbrennung von organischen Materialien (Holz, Kohle, Abfälle) entstehen. Je nach früherer Nutzung können in Böden aber auch weitere Schadstoffe angetroffen werden.
Was soll ich tun?
Besteht bei Böden im Freien, auf denen Kleinkinder regelmässig spielen, ein Verdacht auf Belastungen, ist eine Untersuchung durch eine Fachperson sinnvoll. Bestätigt sich der Verdacht, sollten die belasteten Flächen möglichst bald saniert werden, um zu verhindern, dass Kleinkinder dort weiterhin mit Schadstoffen in Kontakt kommen können. Der Bund beteiligt sich seit April 2025 aus dem VASA-Altlastenfonds an den Kosten solcher Massnahmen. Auf den folgenden Seiten finden Sie Information dazu, wie Sie prüfen können, ob Ihre Parzelle belastet sein könnte, wie eine Untersuchung und Sanierung abläuft und wie Sie nach Abschluss der Massnahmen einen finanziellen Beitrag aus dem VASA-Altlastenfonds beantragen können.
Entscheidungshilfe «Spielplatz-Check»
Ob eine von Kleinkindern genutzte Bodenfläche aufgrund ihrer Vorgeschichte möglicherweise belastet ist, können Sie einfach mit Hilfe der nachfolgenden Entscheidungshilfe prüfen. Dort erfahren Sie aufgrund des Ergebnisses schnell, ob eine Bodenuntersuchung ratsam ist.
Untersuchung und Sanierung
Zeigen die Fragen der Entscheidungshilfe auf, dass eine Untersuchung empfehlenswert ist, sollte diese durch ein Fachbüro durchgeführt werden – genauso wie die anschliessende Sanierung. An den Kosten beteiligt sich der Bund mit dem VASA-Altlastenfonds.
Häufige Fragen und Antworten
Hier finden Sie eine Liste der häufigsten Fragen aus der Praxis mit ihren Antworten. Die Liste wird periodisch ergänzt.
