Quecksilber: Die Schweiz engagiert sich für die Umsetzung der Minamata-Konvention

Bern, 30.10.2019 - An der dritten Vertragsparteienkonferenz (COP3) des Minamata-Übereinkommens vom 25. bis 29. November 2019 in Genf wird sich die Schweiz für klare Regeln im Umgang mit Quecksilber sowie eine engere Zusammenarbeit zwischen den Konventionen im Chemikalien- und Abfallbereich einsetzen. Die Minamata-Konvention hat zum Ziel, die Menge des giftigen Schwermetalls Quecksilber weltweit zu reduzieren. Der Bundesrat hat am 30. Oktober 2019 das Mandat für die Schweizer Delegation verabschiedet.

Quecksilber ist ein hochgiftiges Schwermetall, das die menschliche Gesundheit und die Umwelt schädigt. In der Schweiz wird dank strikter nationaler Vorschriften praktisch kein Quecksilber mehr verwendet. Vor allem in Entwicklungsländern gelangt Quecksilber und dessen Verbindungen jedoch nach wie vor zur Anwendung. Einmal in die Umwelt freigesetzt, kann das Schwermetall durch Luft und Wasser über weite Strecken transportiert werden. Deshalb sind die von Quecksilber ausgehenden Risiken nur mit globalen Massnahmen wirkungsvoll zu bekämpfen. Die Umsetzung des Minamata-Übereinkommens ist daher auch für die Umwelt und die Gesundheit der Menschen in der Schweiz wichtig.

Geteilte Dienstleistungen, Einschränkungen bei Dentalamalgam

An ihrer dritten Konferenz (COP3) diskutieren die Vertragsparteien des Minamata-Übereinkommens die Richtlinien für die Bearbeitung von Quecksilber-Altlasten. Diese Richtlinien helfen Ländern mit schwachen Strukturen, die Freisetzung von Quecksilber in die Umwelt zu vermindern. Die Schweiz setzt sich dafür ein, dass diese Richtlinien fertiggestellt und genehmigt werden.

Weiter unterstützt die Schweiz Einschränkungen von Produktion, Import, Export und Verwendung von quecksilberhaltigem Amalgam in der Zahnmedizin. Dies insbesondere zum Schutz von Kindern sowie von schwangeren und stillenden Frauen.

Die Delegation der Schweiz setzt sich zudem dafür ein, dass eine enge Zusammenarbeit des Minamata-Sekretariats mit dem gemeinsamen Sekretariat der Basel-, Rotterdam- und Stockholm-Übereinkommen stattfindet. Dabei sollen Dienstleistungen geteilt werden und das Minamata-Sekretariat in das gemeinsame Sekretariat der Basel-, Rotterdam und Stockholm-Übereinkommen integriert werden.

Die Schweiz ist Gastgeberin der dritten Vertragsparteienkonferenz der Minamata-Konvention über Quecksilber. Marc Chardonnens, Direktor des Bundesamts für Umwelt (BAFU), wird im Rang eines Staatssekretärs die Konferenz eröffnen.


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