Mikroverunreinigungen

Mit dem kommunalen und gewerblichen Abwasser und via diffuse Einträge (z.B Landwirtschaft) gelangen trotz gutem Ausbaustandard der Abwasserreinigung und trotz effizienter gesetzlicher Regelungen immer noch gewisse Substanzen in die Gewässer. Bereits in tiefen Konzentrationen können sie negativ auf Wasserlebewesen einwirken oder die Gewässer als Ressourcen für die Trinkwassergewinnung belasten.

Das BAFU erarbeitet Strategien, um Mikroverunreinigungen in den Gewässern zu verringern. Das Parlament hat der Änderung des Gewässerschutzgesetzes zugestimmt, welche die Finanzierung für den Ausbau von ausgewählten Abwasserreinigungsanlagen (ARA) regelt.

Mikroverunreinigungen: Startschuss zum Ausbau der Kläranlagen

19.05.2016 - Rückstände von organischen Chemikalien in unseren Flüssen und Seen können sich nachteilig auf Wasserlebewesen und Trinkwasserressourcen auswirken. Um die Belastung durch solche Mikroverunreinigungen aus dem Abwasser zu reduzieren, werden in den kommenden Jahren ausgewählte Kläranlagen mit einer zusätzlichen Reinigungsstufe nachgerüstet. Das vorliegende Dossier listet die wichtigsten Fakten zum laufenden Ausbau der Kläranlagen, zur Finanzierung sowie zu den Auswirkungen auf.

04.11.2015

Gewässerqualität: Revision der Gewässerschutzverordnung

Der Bundesrat hat heute die revidierte Gewässerschutzverordnung genehmigt. Diese nennt die Kriterien für die Aufrüstung bestimmter Abwasserreinigungsanlagen mit einer zusätzlichen Klärstufe, welche die Elimination von Spurenstoffen sicherstellt. Zudem präzisiert sie die Finanzierungsmodalitäten. Zur Überprüfung der Wirksamkeit der Massnahmen können zudem schrittweise ökotoxikologisch begründete Anforderungswerte für die wichtigsten in die Oberflächengewässer gelangenden Spurenstoffe eingeführt werden. Die Änderungen treten am 1. Januar 2016 in Kraft.

09.09.2015

Mikroverunreinigungen aus diffusen Quellen belasten viele Schweizer Fliessgewässer

Aus Landwirtschaft, Siedlungsgebieten und Verkehr gelangen Mikroverunreinigungen wie Pflanzenschutzmittel, Biozide und Schwermetalle über so genannte diffuse Einträge in die Gewässer. Das Bundesamt für Umwelt hat am 9. September 2015 einen umfassenden Bericht über diese Belastungen veröffentlicht. Er zeigt, dass in kleinen und mittleren Fliessgewässern verbreitet Konzentrationsspitzen auftreten, die für Wasserlebewesen schädlich sein können.

Antibiotika- und Heilmittelrückstände in der Umwelt: Die versteckte Seite des Medikamentenkonsums

26.08.2015 - Rückstände von Schmerzmitteln, Antibabypillen und generell von Medikamenten in der Umwelt sind problematisch. Besonders verbreitet sind sie in den Gewässern, in die sie zum Teil über bereits gereinigtes Abwasser eingetragen werden. Auch gegen Antibiotika resistente Keime gelangen mitunter trotz Abwasserreinigungsanlagen (ARAs) in Flüsse, Bäche und Seen.

23.12.2014

Revision der Gewässerschutzverordnung für bessere Wasserqualität

Verschiedene Stoffe gelangen durch menschliche Aktivitäten in die Gewässer, wo sie eine Gefahr für die Umwelt und das Trinkwasser darstellen können. Um Gegensteuer zu geben, will das UVEK die Gewässerschutzverordnung so revidieren, dass Spurenstoffe in den Abwasserreinigungsanlagen beseitigt werden. Zudem dient die Revision der Harmonisierung der Normen für die Beurteilung des Zustands der Gewässer. Das UVEK hat diese Vorschläge am 22. Dezember 2014 in die Anhörung geschickt.

Abwasserreinigung: Moderne Kläranlagen halten auch Spurenstoffe zurück

26.11.2014 - Rund 100 Kläranlagen in der ganzen Schweiz werden in den kommenden Jahren technisch aufgerüstet. Dank einer zusätzlichen Reinigungsstufe sollen sie künftig problematische Mikroverunreinigungen unschädlich machen. Dazu zählen unter anderem Rückstände von Medikamenten, Reinigungsmitteln und Pflegeprodukten. Diese gefährden empfindliche Wasserorganismen und die Fortpflanzung von Fischen.

05.03.2014

Pestizidcocktail in Schweizer Flüssen

Schweizer Fliessgewässer enthalten einen ganzen Cocktail an Pestiziden. Von rund 300 zugelassenen und erfassbaren Wirkstoffen wurden in einem aufwendigen Screening über 100 in Wasserproben gefunden. Jede Probe enthielt im Schnitt 40 unterschiedliche Stoffe. In 78% der Proben lag die aufaddierte Pestizidkonzentration über 1µg/L. Für 31 Substanzen wurde der Grenzwert der Gewässerschutzverordnung verletzt. Eine Beeinträchtigung von Organismen in den Gewässern – namentlich durch Pflanzenschutzmittel – kann nicht ausgeschlossen werden.

Mikroverunreinigungen: Damit Spurenstoffe nicht mehr den Bach hinunter gehen

12.02.2012 - Über die Kläranlagen gelangt eine Vielzahl von organischen Spurenstoffen in unsere Gewässer. Solche Mikroverunreinigungen können selbst in sehr tiefen Konzentrationen empfindliche Wasserlebewesen wie Fische stark beeinträchtigen. Um Medikamente, Pestizide und weitere kritische Substanzen künftig von den Gewässern fernzuhalten, soll nun ein Teil der Kläranlagen nachgerüstet werden.

Weiterführende Informationen

Kontakt
Letzte Änderung 19.05.2016

Zum Seitenanfang

https://www.bafu.admin.ch/content/bafu/de/home/themen/wasser/dossiers/mikroverunreinigungen.html