Schwall und Sunk

Das neue Gewässerschutzgesetz will die negativen Auswirkungen der Wasserkraftnutzung beseitigen. Dazu zählen unter anderem die Folgen von Schwall und Sunk. In einer Vollzugshilfe zeigt das BAFU, wie die Grundlagen für diese Sanierung erarbeitet werden können.

Um die Auswirkungen des Schwallbetriebs zu vermindern, sind unter anderem folgende Massnahmen möglich:

  • Eine Umleitung des Schwalls, beispielsweise in einen See oder in ein grösseres Gewässer
  • Die Einleitung des Schwalls in ein Ausgleichbecken und die dosierte Rückgabe des Wassers ins Fliessgewässer.
  • Das Verkleinern der Schwankungen zwischen Schwall- und Sunkabfluss durch das Erhöhen der minimalen Wasserrückgabe ab der Zentrale.
  • Das Abdämpfen des Schwall-Sunk-Übergangs durch langsameres Anfahren und Zurückfahren der Turbinen.

Für die Ausarbeitung und Umsetzung dieser und weiterer Sanierungsmassnahmen, mit denen sich die negativen Folgen der Wasserkraftnutzung beheben lassen, werden den Kraftwerksbetreibern vom Bund die vollständigen anrechenbaren Kosten entschädigt. Dies gilt auch für die anschliessenden Erfolgskontrollen.

Die Mittel dafür stammen aus einem Zuschlag auf die Übertragungskosten der Hochspannungsnetze und werden von den Stromkonsumenten finanziert. Der Ertrag dieser seit 2012 erhobenen Abgabe beläuft sich auf rund CHF 50 Millionen pro Jahr.

Strategische Planung

Eine Bestandesaufnahme der Beeinträchtigungen durch die Kantone im Rahmen ihrer strategischen Planungen zur Umsetzung des Gewässerschutzgesetzes zeigt, dass zur Behebung der Schwall-Sunk-Problematik rund 100  Kraftwerkanlagen saniert werden müssen.

In einem Modul seiner Vollzugshilfe «Renaturierung der Gewässer» zeigt das BAFU, wie sich die Anforderungen der Gewässerschutzgesetzgebung im Bereich Schwall und Sunk erfüllen lassen. Das Modul beschreibt die einzelnen Planungsschritte und behandelt primär die strategische Planung, welche die Kantone bis 2014 erarbeiten mussten.

Sanierung Schwall/Sunk – Strategische Planung

Cover Sanierung Schwall/Sunk – Strategische Planung

Ein Modul der Vollzugshilfe Renaturierung der Gewässer. 2012

Die Inhaber von bestehenden Wasserkraftanlagen werden für die Kostenfolgen der notwendigen Sanierungsmassnahmen in den Bereichen Schwall-Sunk, Geschiebe und Fischgängigkeit entschädigt.

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Letzte Änderung 21.03.2016

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