Arzneimittel im Grundwasser

Arzneimittel treten landesweit an rund 13% der Messstellen im Grundwasser auf. Betroffen sind vor allem flussnahe Grundwasservorkommen im Lockergestein. Die Arzneimittel gelangen über Kanalisation und Kläranlagen in Flüsse und Bäche und von dort mit dem Flusswasser ins Grundwasser.  

Gemäss der Gewässerschutzverordnung (GSchV) soll Grundwasser generell keine künstlichen langlebigen Substanzen enthalten. Im Grundwasser nachgewiesen werden vor allem Arzneimittel und Röntgenkontrastmittel aus der Humanmedizin. Die Konzentrationen sind allerdings in der Regel gering und liegen meist unter 0.1 Mikrogramm pro Liter (μg/l).

 
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Arzneimittel im Grundwasser (2017) sowie gereinigtes Abwasser in Fliessgewässern und Siedlungsfläche. Maximalwert pro NAQUA-Messstelle.
© BAFU

Zu den vier am häufigsten nachgewiesenen Wirkstoffen gehören das Antibiotikum Sulfamethoxazol, das Antiepileptikum Carbamazepin und die Röntgenkontrastmittel Amidotrizoesäure und Iopamidol. Arzneimittel werden vor allem an den Messstellen nachgewiesen, in deren Einzugsgebiet abwasserbelastete Fliessgewässer ins Grundwasser infiltrieren.

 

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Letzte Änderung 15.08.2019

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