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Veröffentlicht am 27. Januar 2026

Seeregulierung

Nicht zu hoch und nicht zu tief. Aber auch nicht zu viel und nicht zu wenig. Die Regulierung der Seestände und der Seeausflüsse ist eine anspruchsvolle Aufgabe, die unterschiedliche Interessen vereinbaren muss.

Wirkung

Seeregulierungen haben eine dreifache Wirkung: Sie dämpfen Hochwasserspitzen, heben Niedrigwasserstände an und sorgen bei Mittelwasserständen für einen naturnahen Verlauf der Seestände.

Regulierwehre

Um die Seestände und Seeausflüsse zu regulieren werden in der Schweiz verschiedene Wehrtypen eingesetzt.

Regulierreglemente

Seeregulierungen erfolgen nicht willkürlich. Vielmehr legen verbindliche Reglemente jenen Jahresgang fest, der die verschiedenen Interessen in Bezug auf Seestand und Seeausfluss am besten vereinbart.

Optimierung

Wenn bei heftigen Niederschlägen oder während einer intensiven Schneeschmelze aussergewöhnlich grosse Seezuflüsse zu erwarten sind, kann eine vorausschauende Regulierung das Rückhaltevolumen entscheidend vergrössern.

Interessenkonflikte

Bei der Regulierung der Seestände und der Seeausflüsse kann nicht allen Ansprüchen jederzeit und gleichermassen entsprochen werden. Deshalb ist es immer wieder nötig, Kompromisse einzugehen.

Wichtige Seeregulierungen

Von den Schweizer Seen mit einer Seefläche von mehr als 20 Quadratkilometern werden die meisten reguliert. Ausnahmen sind der Bodensee und der Walensee.

Hochwasser an den Jurarandseen

Im Juli 2021 erreichten Bieler-, Neuenburger- und Murtensee die höchsten Wasserstände seit über 50 Jahren. Durch die Überflutungen an ihren Ufern und entlang der Aare unterhalb der drei Jurarandseen entstanden Gesamtschäden von rund 60 Millionen Franken. Die betroffenen Kantone VD, FR, NE, BE, SO, AG und das BAFU haben im Nachgang das Hochwasserereignis aufbereitet und dokumentiert. Im Fokus der Dokumentation steht das Hochwasser vom Juli 2021 und die Lehren daraus. Ausserdem vermittelt sie einen breiteren Blick auf die Funktion der Jurarandseen und die Ereignisse der letzten Jahrzehnte. Die Dokumentation ist thematisch in 6 Faktenblätter gegliedert.