Waldpolitik 2020

Mit der Waldpolitik 2020 schafft der Bund günstige Rahmenbedingungen dafür, dass der Wald seine vielfältigen Funktionen für die ganze Gesellschaft, die Wirtschaft, die Ökologie und das Klima erfüllen kann. Er legt die Grundlagen fest für eine nachhaltige, effiziente und innovative Waldbewirtschaftung.

Der Bundesrat hat am 31.08.2011 die strategische Ausrichtung der Waldpolitik des Bundes festgelegt, welche die unterschiedlichen und nicht selten divergierenden Interessen der Gesellschaft untereinander abstimmt.

Waldpolitik 2020

Cover Waldpolitik 2020

Visionen, Ziele und Massnahmen für eine nachhaltige Bewirtschaftung des Schweizer Waldes. 2013

Ziele

Die Waldpolitik 2020 enthält eine Vision (Zeithorizont 2030), strategische Stossrichtungen und die folgenden elf Ziele (Zeithorizont 2020):

  • Das Potenzial an nachhaltig nutzbarem Holzes wird ausgeschöpft
  • Klimawandel: Der Wald und die Holzverwendung tragen zur Minderung bei und die Auswirkungen auf seine Leistungen bleiben minimal
  • Die Schutzwaldleistung ist sichergestellt
  • Die Biodiversität bleibt erhalten und ist gezielt verbessert
  • Die Waldfläche bleibt erhalten
  • Die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Waldwirtschaft ist verbessert
  • Waldböden, Trinkwasser und Vitalität der Bäume sind nicht gefährdet
  • Der Wald wird vor Schadorganismen geschützt
  • Das Gleichgewicht Wald-Wild ist gewährleistet
  • Die Freizeit- und Erholungsnutzung erfolgt schonend
  • Bildung, Forschung und Wissenstransfer sind sichergestellt

Stand der Umsetzung

Um die Waldpolitik 2020 zu konkretisieren, hat der Bund 2012 zusammen mit den Kantonen und unter Einbezug weiterer Akteure einen Massnahmenplan erarbeitet. Ende 2015 ging die erste Umsetzungsetappe zu Ende. Dies war der Anlass für eine Zwischenbilanz: Das BAFU beauftragte die ETH Zürich und die HAFL mit der Ausarbeitung eines Zwischenberichts. Darin wird einerseits der Stand der Massnahmenumsetzung bei Bund, Kantonen und weiteren zentralen Akteuren aufgezeigt und andererseits die Zielerreichung gemessen.

Der Zwischenbericht stellt fest: die Umsetzung der Waldpolitik 2020 ist für sieben von elf Zielen mehrheitlich auf Kurs. Bei zwei Zielen ortet die Untersuchung hingegen Nachholbedarf. Sowohl beim Ausschöpfen des Holznutzungspotenzials als auch bei der Wirtschaftlichkeit der Waldwirtschaft ist man gegenüber den angestrebten Sollgrössen im Rückstand. Die bedeutendsten Fortschritte sind beim Schutzwald und bei der Biodiversität zu verzeichnen.

Das BAFU hat aus den Resultaten seine Folgerungen für die zweite Umsetzungsetappe bis Ende 2019 gezogen und diese mit den Kantonen und weiteren zentralen Akteuren diskutiert. Den Kantonen, Waldeigentümern, Bewirtschaftern, Waldfachleuten oder Verbänden bietet sich die Gelegenheit, ebenfalls eine Standortbestimmung vorzunehmen und ihr Engagement zu justieren.

Ergänzung des Waldgesetzes

Zur Umsetzung der Waldpolitik 2020 war in einzelnen Punkten eine Ergänzung des Waldgesetzes notwendig. Sie ist am 1.1.2017 mit den entsprechenden Anpassungen der Waldverordnung in Kraft getreten. Damit wird es künftig insbesondere besser möglich sein, den Wald vor Schadorganismen zu schützen, ihn an den Klimawandel anzupassen und die Holznutzung zu fördern.

Weiterführende Informationen

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Letzte Änderung 15.08.2017

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