Wald- und Holzpolitik
Die Wald- und Holzpolitik des Bundes verfolgt das übergeordnete Ziel, ein Gleichgewicht zwischen Schutz- und Nutzungsaspekten zu erreichen: Der Schweizer Wald soll zum einen auch in Zukunft ein wertvolles Ökosystem sein und gesund bleiben. Zum anderen soll er so bewirtschaftet werden, dass er seine Funktionen und Leistungen trotz des Klimawandels in vollem Umfang erfüllen kann.

Integrale Wald- und Holzstrategie 2050
Am 12. Dezember 2025 hat der Bundesrat die Integrale Wald- und Holzstrategie 2050 (IWHS 2050) gutgeheissen und damit die strategische Ausrichtung der Schweiz im Sektor «Wald und Holz» für die nächsten Jahre festgelegt. Die neue nationale Strategie führt zuvor getrennten Strategien, die «Waldpolitik» und die «Ressourcenpolitik Holz», zusammen.
Aktionsplan Holz
Das Umsetzungsprogramm zur Ressourcenpolitik Holz fördert innovative Projekte, die den Einsatz von Schweizer Holz stärken und entwickeln (Art. 34 a und 34 b Waldgesetz WaG). Es reagiert auf aktuelle Herausforderungen wie das vermehrt anfallende Schadholz, das aufgrund von Stürmen, Trockenheit und Käferbefall anfällt, indem neue Verwertungs- und Einsatzbereiche wie holzbasierte Bioproduktewerke in den Fokus rücken.
Internationale Waldpolitik
Im Spannungsfeld zwischen der Wahrung der eigenen Interessen und der Wahrnehmung der internationalen Verantwortung befindet sich die internationale Waldpolitik der Schweiz. Dabei sucht sie wirksame und realistische Lösungen für bestehende und sich abzeichnende Probleme und Herausforderungen.
Weiterführende Informationen
Integrale Wald- und Holzstrategie 2050
Die «Integrale Wald- und Holzstrategie 2050» legt die Leitplanken für die Wald- und Holzpolitik fest. Die Strategie verfolgt das übergeordnete Ziel, ein Gleichgewicht zwischen Schutz- und Nutzungsaspekten zu erreichen.
Programmvereinbarungen Wald
Mit der «Neugestaltung des Finanzausgleichs und der Aufgabenteilung zwischen Bund und Kantonen (NFA)» erfolgt die Abwicklung der Subventionierung nicht mehr kostenorientiert auf der Basis von einzelnen Projekten, sondern leistungsorientiert im Rahmen von vierjährigen Programmvereinbarungen. Im Waldbereich werden die Programme Schutzwald, Biodiversität im Wald und Waldbewirtschaftung ab 2020 in eine Programmvereinbarung «Wald» zusammengefasst.
Aktionsplan Holz
Der Aktionsplan Holz (APH) setzt die Ressourcenpolitik Holz des Bundes um. Der Aktionsplan wurde 2009 gestartet und unterstützt Projekte, die sich mit dem Rohstoff Holz und seiner Verwertung auseinandersetzen. Aktuell läuft die vierte Phase des APH von 2021 bis 2026. Jährlich stehen rund 3 Millionen CHF für Projekte zur Verfügung.
Forstlicher Investitionskredit
Der forstliche Investitionskredit dient der mittel- und langfristigen Verbesserung der Waldwirtschaft. Forstliche Investitionskredite werden für die Finanzierung von Projekten und Anschaffungen gewährt, welche dem Schutz vor Naturereignissen oder der rationellen Pflege und Nutzung des Waldes dienen.
Gesuche für Finanzhilfen nach Art. 32 WaG für die Periode 2025/26
Wald- und Holzforschungsförderung Schweiz (WHFF-CH)
Die Wald- und Holzforschungsförderung Schweiz (WHFF-CH) unterstützt Projekte, welche die Wettbewerbsfähigkeit der schweizerischen Wald- und Holzwirtschaft verbessern. Die Beitragshilfen sind als Starthilfe gedacht und sollen die Selbsthilfe und die finanzielle Beteiligung Dritter auslösen.
Rodungen und Rodungsgesuch
Rodungen sind in der Schweiz grundsätzlich verboten. In Ausnahmefällen (z.B. Bauten und Anlagen in öffentlichem Interesse) kann eine Ausnahmebewilligung erteilt werden.
Internationale Waldpolitik der Schweiz
Die internationale Waldpolitik der Schweiz bewegt sich zwischen der Wahrung der eigenen Interessen und der Wahrnehmung ihrer internationalen Verantwortung.