Erhebung der CO2-Abgabe auf Brennstoffen

Die CO2-Abgabe wird auf alle fossilen Brennstoffe (z.B. Heizöl, Erdgas) erhoben. Sie beträgt ab 2018 96 Franken pro Tonne CO2. Die CO2-Abgabe ist auf den Rechnungen für Brennstoffkäufe ausgewiesen.

Die CO2-Abgabe wird auf fossile Brennstoffe (Heizöl, Erdgas, Kohle, Petrolkoks und weitere) erhoben, wenn diese zur Wärmegewinnung, zur Erzeugung von Licht, in thermischen Anlagen zur Stromproduktion oder für den Betrieb von Wärme-Kraft-Kopplungsanlagen verwendet werden.

Auf Holz und Biomasse wird keine Abgabe erhoben, da diese Energieträger CO2-neutral sind: Bei der Verbrennung wird gleich viel CO2 freigesetzt, wie während ihres Wachstums bzw. bei ihrer Entstehung gebunden wurde.

Die Treibstoffe (Benzin, Diesel) sind von der CO2-Abgabe nicht betroffen.

Abgabeerhebung und Abgabesatz

Die CO2-Abgabe, eingeführt im Jahr 2008 als Reaktion auf die zu geringe CO2-Emissionsreduktion aus dem Brennstoffsektor, wird durch die Eidgenössische Zollverwaltung erhoben, entweder beim Grenzübertritt oder beim Inverkehrbringen aus einem zugelassenen steuerfreien Lager. Die Abgabe wird auf den Rechnungen für Brennstoffkäufe ausgewiesen.

Je nach Kohlenstoffgehalt eines Energieträgers wird bei dessen Verbrennung mehr oder weniger CO2 freigesetzt. Der Kohlenstoffgehalt bestimmt deshalb die Höhe der CO2-Abgabe für jeden Energieträger.

Beispiel: Bei der Verbrennung eines Liters Heizöl entstehen 2,65 kg CO2. Beim Abgabesatz von 96 Franken pro Tonne CO2 führt dies zu einer Abgabe von rund 25 Rappen pro Liter Heizöl. Die Höhe der CO2-Abgabe für Haushalte und Unternehmen hängt somit direkt vom verwendeten Energieträger ab.

Erhöhung des Abgabesatzes

Um der Wirtschaft und der Bevölkerung eine gewisse Planungs- und Investitionssicherheit zu geben, wurden auf der Basis eines Absenkpfades für Brennstoffe die Zwischenziele sowie die Abgabesätze im Voraus definiert (vgl. Art. 94 CO2-Verordnung). In den Jahren 2013, 2015 und 2017 wurde anhand der CO2-Statistik für die Vorjahre überprüft, ob der Absenkpfad eingehalten ist. Weil die Zwischenziele verfehlt wurden, stieg die CO2-Abgabe jeweils auf den Beginn des Folgejahres an.

Die Erhöhung auf 96 Franken pro Tonne CO2 per 1. Januar 2018 ist die letzte Stufe gemäss geltender Gesetzgebung bis 2020. Sie war nötig, da die CO2-Emissionen aus Brennstoffen im Jahr 2016 das angestrebte Zwischenziel von 73% relativ zum Basisjahr 1990 überstiegen. Hingegen wurde das Zwischenziel von 76% erreicht, dessen Verfehlung eine Erhöhung auf den gesetzlich möglichen Maximalsatz von 120 Franken pro Tonne CO2 ausgelöst hätte.

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Letzte Änderung 08.01.2016

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