Kompensationspflicht für Treibstoffimporteure

Importeure fossiler Treibstoffe müssen einen bestimmten Anteil der CO2-Emissionen aus dem Verkehr kompensieren. Sie können eigene Projekte durchführen oder Bescheinigungen erwerben.

Die CO2-Emissionen fossiler Treibstoffe müssen teilweise kompensiert werden. Kompensationspflichtig sind Importeure von Benzin, Diesel, Erdgas und Kerosin ab einer Schwelle von 1‘000 t CO2. Sie können sich zu Kompensationsgemeinschaften zusammenschliessen. Die Kompensationskosten dürfen 5 Rp. pro Liter Treibstoff nicht übersteigen.

Kompensationsleistung bis 2021

Der Anteil der zu kompensierenden CO2-Emissionen aus dem Verkehr (Kompensationssatz) wird in der CO2-Verordnung wie folgt festgelegt:

  • 2 % für die Jahre 2014 und 2015
  • 5 % für die Jahre 2016 und 2017
  • 8 % für die Jahre 2018 und 2019
  • 10 % für das Jahr 2020
  • 12 % für das Jahr 2021.

Der Kompensationssatz von 12 % entspricht voraussichtlich einer absoluten Reduktionsleistung von 1,8 Mio. t CO2. Dafür stehen den Kompensationspflichtigen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung:

  • Abgabe von Bescheinigungen aus Kompensationsprojekten in der Schweiz;
  • Abgabe von Bescheinigungen für Übererfüllungen von Unternehmen mit einer Verminderungsverpflichtung (zur Befreiung von der CO2-Abgabe) oder einer Zielvereinbarung mit dem Bund.

Die Totalrevision des CO2-Gesetzes sieht einen Kompensationssatz von bis zu 90 % vor. Mindestens 15 % und ab 2025 mindestens 20 % müssen mit Verminderungen im Inland ausgeglichen werden. Ausserdem müssen mindestens 3 % mit Massnahmen im Verkehr über die Förderung alternativer Antriebstechnologien und nachhaltiger Treibstoffe kompensiert werden.

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Letzte Änderung 30.12.2020

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