Nationales Beobachtungsnetz für Luftfremdstoffe (NABEL)

Das Nationale Beobachtungsnetz für Luftfremdstoffe (NABEL) misst die Luftverschmutzung an 16 Standorten in der Schweiz. Die Stationen sind über das ganze Land verteilt und messen die Belastung an typischen Standorten (z.B. Strassen in Stadtzentrum, Wohngebiet, ländliche Station).

Im Sommer 2016 ist die neue NABEL-Messstation Beromünster (LU) beim Sendeturm des ehemaligen Landessenders in Betrieb genommen worden. Diese neue Station ersetzt die Wald-Station Lägeren (AG) und erlaubt die Messung einer breiteren Palette von Schadstoffen.
 
Das NABEL hat seinen Betrieb 1979 etappenweise aufgenommen und wird von BAFU und Empa betrieben. Gemäss Artikel 39 der Luftreinhalte-Verordnung (LRV) führt das Bundesamt für Umwelt Erhebungen über die Luftverschmutzung im gesamtschweizerischen Rahmen durch. Das NABEL dient der Erfüllung dieser gesetzlichen Aufgabe: Es misst Leitschadstoffe von nationaler Bedeutung und Verbreitung (z.B. Stickstoffdioxid, Ozon, Feinstaub etc.). Für diese sind in der Luftreinhalte-Verordnung Immissions-Grenzwerte festgelegt. Es ist somit ein wichtiges Vollzugsinstrument der LRV, indem es vor allem der Erfolgskontrolle über die gegen die Luftverschmutzung ergriffenen Massnahmen (Art. 44 des Umweltschutzgesetzes) dient.
 

Das NABEL führt auch Messungen im Rahmen internationaler Messprogramme durch und beteiligt sich am europäischen Datenaustausch. Seit Beginn der Messaktivitäten sind verschiedene ländliche Stationen Teil des «European Monitoring and Evaluation Program» (EMEP), das insbesondere die grossräumige Ausbreitung von Luftschadstoffen über Europa untersucht. Im weiteren stellt das NABEL dem europäischen EUROAIRNET Daten zur Verfügung, das von der europäischen Umweltagentur aufgebaut wurde und insbesondere Stationen aus den Städten und Agglomerationen aller europäischen Staaten beinhaltet. Die Station Jungfraujoch ist Teil des «Global Atmosphere Watch» (GAW) der World Meteorological Organization (WMO) und dient dient als Hintergrundstation für die freie Troposphäre im mitteleuropäischen Raum.

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Letzte Änderung 30.09.2016

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