Indikator Abfall

Abfallverbrennung

Je mehr konsumiert wird, desto grösser ist die Abfallmenge, die verbrannt oder wiederverwertet werden muss. Der Energieverbrauch und der Schadstoffausstoss, die mit der Abfallverbrennung verbunden sind, konnten durch hohe Entsorgungsstandards und technische Massnahmen deutlich reduziert werden, zudem wird die Verbrennungswärme zur Energieerzeugung genutzt. Nach wie vor problematisch ist jedoch der grosse Verbrauch von Ressourcen, der mit einer hohen Abfallmenge verbunden ist.

Bewertung des Zustandes
mittelmässig mittelmässig
Bewertung der Entwicklung
unbefriedigend unbefriedigend
Industrie- und Sonderabfälle 2017: 0.19 Klärschlamm 2017: 0.03 Bauabfälle 2017: 0.48 Siedlungsabfälle 2017: 2.85 Industrie- und Sonderabfälle 2016: 0.17 Klärschlamm 2016: 0.03 Bauabfälle 2016: 0.48 Siedlungsabfälle 2016: 2.88 Industrie- und Sonderabfälle 2015: 0.16 Klärschlamm 2015: 0.04 Bauabfälle 2015: 0.46 Siedlungsabfälle 2015: 2.85 Industrie- und Sonderabfälle 2014: 0.15 Klärschlamm 2014: 0.04 Bauabfälle 2014: 0.43 Siedlungsabfälle 2014: 2.79 Industrie- und Sonderabfälle 2013: 0.15 Klärschlamm 2013: 0.04 Bauabfälle 2013: 0.43 Siedlungsabfälle 2013: 2.8 Industrie- und Sonderabfälle 2012: 0.15 Klärschlamm 2012: 0.05 Bauabfälle 2012: 0.42 Siedlungsabfälle 2012: 2.79 Industrie- und Sonderabfälle 2011: 0.15 Klärschlamm 2011: 0.05 Bauabfälle 2011: 0.39 Siedlungsabfälle 2011: 2.73 Industrie- und Sonderabfälle 2010: 0.14 Klärschlamm 2010: 0.06 Bauabfälle 2010: 0.39 Siedlungsabfälle 2010: 2.76 Industrie- und Sonderabfälle 2009: 0.12 Klärschlamm 2009: 0.05 Bauabfälle 2009: 0.38 Siedlungsabfälle 2009: 2.66 Industrie- und Sonderabfälle 2008: 0.11 Klärschlamm 2008: 0.03 Bauabfälle 2008: 0.41 Siedlungsabfälle 2008: 2.83 Industrie- und Sonderabfälle 2007: 0.13 Klärschlamm 2007: 0.03 Bauabfälle 2007: 0.4 Siedlungsabfälle 2007: 2.68 Industrie- und Sonderabfälle 2006: 0.13 Klärschlamm 2006: 0.03 Bauabfälle 2006: 0.37 Siedlungsabfälle 2006: 2.65 Industrie- und Sonderabfälle 2005: 0.12 Klärschlamm 2005: 0.04 Bauabfälle 2005: 0.44 Siedlungsabfälle 2005: 2.44 Industrie- und Sonderabfälle 2004: 0.12 Klärschlamm 2004: 0.04 Bauabfälle 2004: 0.39 Siedlungsabfälle 2004: 2.51 Industrie- und Sonderabfälle 2003: 0.1 Klärschlamm 2003: 0.04 Bauabfälle 2003: 0.33 Siedlungsabfälle 2003: 2.52 Industrie- und Sonderabfälle 2002: 0.1 Klärschlamm 2002: 0.04 Bauabfälle 2002: 0.34 Siedlungsabfälle 2002: 2.55 Industrie- und Sonderabfälle 2001: 0.11 Klärschlamm 2001: 0.04 Bauabfälle 2001: 0.34 Siedlungsabfälle 2001: 2.27 Industrie- und Sonderabfälle 2000: 0.11 Klärschlamm 2000: 0.04 Bauabfälle 2000: 0.35 Siedlungsabfälle 2000: 2.3 Industrie- und Sonderabfälle 1999: 0.14 Klärschlamm 1999: 0.04 Bauabfälle 1999: 0.28 Siedlungsabfälle 1999: 2.13 Industrie- und Sonderabfälle 1998: 0.13 Klärschlamm 1998: 0.04 Bauabfälle 1998: 0.26 Siedlungsabfälle 1998: 1.99 Industrie- und Sonderabfälle 1997: 0.09 Klärschlamm 1997: 0.03 Bauabfälle 1997: 0.23 Siedlungsabfälle 1997: 1.99 Industrie- und Sonderabfälle 1996: 0.06 Klärschlamm 1996: 0.03 Bauabfälle 1996: 0.21 Siedlungsabfälle 1996: 1.99
* Seit 2004 ohne importierte Abfälle

Daten zur Grafik: Excel
Quelle: BAFU
Kommentar

Die Menge der verbrannten Abfälle, die in der Schweiz anfällt, hat sich in den letzten Jahren weitgehend stabilisiert und lag im Jahr 2017 bei rund 3.55 Mio. Tonnen. Der weitaus grösste Teil, nämlich 80%, sind Siedlungsabfälle. Dies sind Abfälle, die aus Haushalten stammen, sowie andere Abfälle vergleichbarer Zusammensetzung aus Industrie und Gewerbe. Der Rest besteht aus Bauabfällen, bestimmten Sonderabfällen und Klärschlamm. Positiv ist dabei zu bewerten, dass heutzutage nahezu alle brennbaren und nicht wiederverwerteten Abfälle auch tatsächlich in Kehrichtverbrennungsanlagen verbrannt werden; die illegale Verbrennung und Deponierung konnte erfolgreich eingedämmt werden. In Bezug auf die Entsorgung stellt die relativ hohe Abfallmenge kein relevantes Problem dar: Der Schadstoffausstoss ist minimal, zudem nutzen alle 30 Schweizer Kehrichtverbrennungsanlagen (KVA) die Verbrennungswärme zur Stromerzeugung oder direkt zur Belieferung von Fernwärmenetzen und Industrieanlagen (siehe auch Indikator «Energetischer Wirkungsgrad von Kehrichtverbrennungsanlagen»). Zur Zeit wird ausserdem daran gearbeitet, Metalle aus den Verbrennungsrückständen zurückzugewinnen, was die Ökobilanz der Verbrennungsanlagen weiter massiv verbessern würde. Die Abfallmenge zeigt allerdings, dass der Ressourcenverbrauch in der Schweiz nach wie vor zu hoch ist. Aus diesem Grund wird der Zustand als unbefriedigend bewertet.

Internationaler Vergleich

Wegen unterschiedlicher Zuordnung von Abfallarten (z.B. Ersatzbrennstoffe in Kohlekraftwerken) ist ein direkter Vergleich nicht immer möglich. Generell produziert die Schweiz entsprechend dem hohen Lebensstandard und damit verbundenen Konsum eine hohe Menge an Abfällen.

Methode

Zur Erfassung aller brennbaren Abfälle aus dem Inland werden die Liefermengen von Abfall (abzüglich der Importe) in KVA erfasst. Diese beinhalten Siedlungs- und Bauabfälle, zur Verbrennung in KVA zugelassene Sonderabfälle sowie Klärschlamm. Auf Deponien werden nur noch in Ausnahmefällen und nur geringe Mengen von brennbaren Abfällen deponiert. Die in speziellen Anlagen verbrannten Sonderabfälle werden nicht mit diesem Indikator erfasst.

 

 
Zuletzt aktualisiert am: 20.11.2018

Weiterführende Informationen

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