Indikatoren Biodiversität

Thema: Biodiversität, Landschaft, Boden, Wasser

Biodiversitätsförderflächen

Als Biodiversitätsförderflächen gelten extensiv genutzte Flächen wie Wiesen und Weiden, Streuflächen, Hecken, Feldgehölze oder Buntbrachen. Die Bewirtschafter können für diese Flächen Direktzahlungen geltend machen. Für Biodiversitätsförderflächen, auf denen bestimmte Zeigerpflanzen vorkommen, können die Bewirtschafter zusätzlich Qualitätsbeiträge in Anspruch nehmen. Die Vernetzungsprojekte stellen zusätzliche Massnahmen zur Förderung der Biodiversität im Landwirtschaftsgebiet dar.

Biodiversitätsförderflächen bieten Tieren und Pflanzen Nischen für das Überleben im Landwirtschaftsgebiet. Die Flächen leisten einen Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt, indem sie bedrohten Arten ermöglichen, sich wieder auszubreiten. Sie erhöhen die Landschaftsvielfalt und bewahren Teile der historisch gewachsenen Kulturlandschaft. Als Vernetzungsgebiete leisten die Biodiversitätsförderflächen zusammen mit den Schutzgebieten einen Beitrag zur ökologischen Infrastruktur der Schweiz.

Bewertung des Zustandes
negativ negativ
Bewertung der Entwicklung
neutral neutral
QI: Grundanforderung, QII: Grundanforderung + besondere biologische Qualität (erst ab 2002)
Daten zur Grafik: Excel
Quelle: BAFU: Biodiversitäts-Monitoring Schweiz BDM
Anteil an der landwirtschaftlichen Nutzfläche in %
Daten zur Grafik: Excel
Quelle: BAFUt: Biodiversitäts-Monitoring Schweiz BDM
Kommentar

Zwischen 1993 und 2013 nahmen die Biodiversitätsförderflächen (bis 2012: ökologische Ausgleichsflächen) von zirka 70'500 auf rund 130'000 ha zu. Sie umfassen damit durchschnittlich 12,4% der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche. Um Direktzahlungen zu bekommen muss jeder Landwirtschaftsbetrieb muss mindestens 7% der Fläche für Biodiversitätsförderflächen ausscheiden. Während sich die Gesamtfläche zwischen 2002 und 2010 kaum verändert hat, nimmt sie seit 2011 leicht zu. Das Potential zur Förderung der Biodiversität im Landwirtschaftsgebiet ist jedoch bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Um die Wiederausbreitung bedrohter Arten zu ermöglichen und Artenverluste zu verhindern, müssen die Anstrengungen weiter geführt und zusätzliche Massnahmen umgesetzt werden.

Methode

Die Daten der landwirtschaftlichen Betriebe werden gemeinsam vom Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) und vom Bundesamt für Statistik (BFS) erhoben. Dabei werden auch die Angaben zu den Biodiversitätsförderflächen (ehemaligen ökologischen Ausgleichsflächen, nach der neuen Agrarpolitik 2014–2017) erfasst. Diese Erfassung stützt sich auf standardisierte Fragebogen, die die Bewirtschafterinnen und Bewirtschafter ausfüllen müssen. Ihre Angaben, die sich auf den Stichtag Anfang Mai beziehen, werden von Bund und Kantonen überprüft und in der zentralen Datenbank des BLW verwaltet.

 
Zuletzt aktualisiert am: 28.11.2016

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Letzte Änderung 09.12.2016

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