Indikator Biodiversität

Biodiversitätsförderflächen

Als Biodiversitätsförderflächen (BFF) gelten extensiv genutzte Flächen wie Wiesen und Weiden, Streuflächen, Hecken, Feldgehölze oder Buntbrachen. Biodiversitätsförderflächen bieten Tieren und Pflanzen Nischen für das Überleben im Landwirtschaftsgebiet. Die Flächen leisten einen Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt, indem sie bedrohten Arten ermöglichen, sich wieder auszubreiten. Sie erhöhen die Landschaftsvielfalt und bewahren Teile der historisch gewachsenen Kulturlandschaft.

Die Bewirtschafter können für diese Flächen Direktzahlungen geltend machen, wenn deren Anteil an der übrigen landwirtschaftlichen Nutzfläche mindestens 7% beträgt. Für Biodiversitätsförderflächen, auf denen bestimmte Zeigerpflanzen vorkommen, können die Bewirtschafter zusätzlich Qualitätsbeiträge in Anspruch nehmen. Die Vernetzungsprojekte stellen zusätzliche Massnahmen zur Förderung der Biodiversität im Landwirtschaftsgebiet dar.

Bewertung des Zustandes
schlecht schlecht
Bewertung der Entwicklung
positiv positiv
QII: Grundanforderung + besondere biologische Qualität, exkl.Hochstamm-Obstbäume 2016: 60.6267 QI: Grundanforderung, exkl. Hochstamm-Obstbäume 2016: 103.6733 QII: Grundanforderung + besondere biologische Qualität, exkl.Hochstamm-Obstbäume 2015: 56.385 QI: Grundanforderung, exkl. Hochstamm-Obstbäume 2015: 104.715 QII: Grundanforderung + besondere biologische Qualität, exkl.Hochstamm-Obstbäume 2014: 51.8643 QI: Grundanforderung, exkl. Hochstamm-Obstbäume 2014: 102.0357 QII: Grundanforderung + besondere biologische Qualität, exkl.Hochstamm-Obstbäume 2013: 42.8745 QI: Grundanforderung, exkl. Hochstamm-Obstbäume 2013: 98.6255 QII: Grundanforderung + besondere biologische Qualität, exkl.Hochstamm-Obstbäume 2012: 39.8871 QI: Grundanforderung, exkl. Hochstamm-Obstbäume 2012: 94.4129 QII: Grundanforderung + besondere biologische Qualität, exkl.Hochstamm-Obstbäume 2011: 35.2029 QI: Grundanforderung, exkl. Hochstamm-Obstbäume 2011: 94.6971 QII: Grundanforderung + besondere biologische Qualität, exkl.Hochstamm-Obstbäume 2010: 33.178 QI: Grundanforderung, exkl. Hochstamm-Obstbäume 2010: 92.022 QII: Grundanforderung + besondere biologische Qualität, exkl.Hochstamm-Obstbäume 2009: 30.4296 QI: Grundanforderung, exkl. Hochstamm-Obstbäume 2009: 92.2704 QII: Grundanforderung + besondere biologische Qualität, exkl.Hochstamm-Obstbäume 2008: 28.2744 QI: Grundanforderung, exkl. Hochstamm-Obstbäume 2008: 94.1256 QII: Grundanforderung + besondere biologische Qualität, exkl.Hochstamm-Obstbäume 2007: 24.6432 QI: Grundanforderung, exkl. Hochstamm-Obstbäume 2007: 96.1568 QII: Grundanforderung + besondere biologische Qualität, exkl.Hochstamm-Obstbäume 2006: 24.0798 QI: Grundanforderung, exkl. Hochstamm-Obstbäume 2006: 95.7202 QII: Grundanforderung + besondere biologische Qualität, exkl.Hochstamm-Obstbäume 2005: 28.152 QI: Grundanforderung, exkl. Hochstamm-Obstbäume 2005: 89.148 QII: Grundanforderung + besondere biologische Qualität, exkl.Hochstamm-Obstbäume 2004: 25.636 QI: Grundanforderung, exkl. Hochstamm-Obstbäume 2004: 90.364 QII: Grundanforderung + besondere biologische Qualität, exkl.Hochstamm-Obstbäume 2003: 23.3964 QI: Grundanforderung, exkl. Hochstamm-Obstbäume 2003: 93.0036 QII: Grundanforderung + besondere biologische Qualität, exkl.Hochstamm-Obstbäume 2002: 12.628 QI: Grundanforderung, exkl. Hochstamm-Obstbäume 2002: 102.172 QII: Grundanforderung + besondere biologische Qualität, exkl.Hochstamm-Obstbäume 2001: 1.5638 QI: Grundanforderung, exkl. Hochstamm-Obstbäume 2001: 110.1362 QI: Grundanforderung, exkl. Hochstamm-Obstbäume 2000: 110.4 QI: Grundanforderung, exkl. Hochstamm-Obstbäume 1999: 107.2 QI: Grundanforderung, exkl. Hochstamm-Obstbäume 1998: 89 QI: Grundanforderung, exkl. Hochstamm-Obstbäume 1997: 85.9 QI: Grundanforderung, exkl. Hochstamm-Obstbäume 1996: 74.9 QI: Grundanforderung, exkl. Hochstamm-Obstbäume 1995: 58.7 QI: Grundanforderung, exkl. Hochstamm-Obstbäume 1994: 54.7 QI: Grundanforderung, exkl. Hochstamm-Obstbäume 1993: 19.3
Biodiversitätsförderflächen (vor 1999: nur beitragsberechtigte Flächen)

Daten zur Grafik: Excel
Quelle: Bundesamt für Landwirtschaft BLW : Agrarbericht
Kommentar

Zwischen 2000 und 2010 haben sich die Biodiversitätsförderflächen (bis 2012: ökologische Ausgleichsflächen) kaum verändert, doch seit 2011 ist eine erfreuliche Zunahme zu verzeichnen. 2017 beträgt ihr Anteil an der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche (ohne Sömmerungsgebiete) 16% (6% bei Flächen mit Qualitätsstufe II).

Es bestehen teilweise jedoch noch regional deutliche Flächendefizite, insbesondere bei den Pufferzonen um Naturschutzgebiete. Zudem weist die Mehrzahl der Biodiversitätsförderflächen noch nicht die erforderliche ökologische Qualität auf oder wurden diese nicht am geeigneten Standort angelegt. Defizite bestehen auch bei deren Vernetzung. Der Anteil der BFF mit Qualitätsstufe II und Vernetzung steigt kontinuierlich, ist aber immer noch zu tief. Im Ackerland liegt er nur bei rund 1%. Um Artenverluste zu vermeiden und die Rückkehr bedrohter Arten zu fördern, müssen die Anstrengungen weitergeführt und zusätzliche Massnahmen umgesetzt werden.

Methode

Die Daten der landwirtschaftlichen Betriebe werden vom Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) und vom Bundesamt für Statistik (BFS) gemeinsam erhoben. Dabei werden auch die Angaben zu den Biodiversitätsförderflächen (ehemalige ökologische Ausgleichsflächen, gemäss der neuen Agrarpolitik 2014–2017) erfasst. Die Erhebung stützt sich auf standardisierte Fragebogen, die die Bewirtschafterinnen und Bewirtschafter ausfüllen müssen. Ihre Angaben, die sich auf den Stichtag Anfang Mai beziehen, werden von Bund und Kantonen überprüft und in der zentralen Datenbank des BLW verwaltet.

 
Zuletzt aktualisiert am: 11.01.2019

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