Indikator Biotechnologie

Gentechnisch veränderte Organismen in der weltweiten Landwirtschaft

Die weltweite Verwendung von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) in der Landwirtschaft nimmt zu. Diese Entwicklung steht im Zusammenhang mit der Intensivierung der Landwirtschaft und erhöht die Wahrscheinlichkeit einer unbeabsichtigten Freisetzung von GVO. Die Trennung der Warenflüsse von Erzeugnissen mit und ohne GVO wird dadurch immer schwieriger.

Bewertung des Zustandes
nicht bewertbar nicht bewertbar
Bewertung der Entwicklung
nicht bewertbar nicht bewertbar
Weltweit mit GVO bewirtschaftete Landwirtschaftsfläche 2017: 189.8 Weltweit mit GVO bewirtschaftete Landwirtschaftsfläche 2016: 185.1 Weltweit mit GVO bewirtschaftete Landwirtschaftsfläche 2015: 179.7 Weltweit mit GVO bewirtschaftete Landwirtschaftsfläche 2014: 181.5 Weltweit mit GVO bewirtschaftete Landwirtschaftsfläche 2013: 175.2 Weltweit mit GVO bewirtschaftete Landwirtschaftsfläche 2012: 170.3 Weltweit mit GVO bewirtschaftete Landwirtschaftsfläche 2011: 160 Weltweit mit GVO bewirtschaftete Landwirtschaftsfläche 2010: 148 Weltweit mit GVO bewirtschaftete Landwirtschaftsfläche 2009: 134 Weltweit mit GVO bewirtschaftete Landwirtschaftsfläche 2008: 125 Weltweit mit GVO bewirtschaftete Landwirtschaftsfläche 2007: 114.3 Weltweit mit GVO bewirtschaftete Landwirtschaftsfläche 2006: 102 Weltweit mit GVO bewirtschaftete Landwirtschaftsfläche 2005: 90 Weltweit mit GVO bewirtschaftete Landwirtschaftsfläche 2004: 81 Weltweit mit GVO bewirtschaftete Landwirtschaftsfläche 2003: 67.7 Weltweit mit GVO bewirtschaftete Landwirtschaftsfläche 2002: 58.7 Weltweit mit GVO bewirtschaftete Landwirtschaftsfläche 2001: 52.6 Weltweit mit GVO bewirtschaftete Landwirtschaftsfläche 2000: 44.2

Daten zur Grafik: Excel
Quelle: International Service for the Acquisition of Agri-Biotech Applications
Kommentar

Seit Beginn der Umfrage kann eine Zunahme festgestellt werden. Diese ist vor allem in Schwellenländern zu verzeichnen. Die fünf bedeutendsten GVO-Anbauländer waren 2017 die Vereinigten Staaten, Brasilien, Argentinien, Kanada und Indien. In Europa sind die Anbauflächen sehr gering (weniger als 0,5 Mio. ha im Jahr 2017).

In der Schweiz ist der Anbau von GVO in der Landwirtschaft (Saatgut) aufgrund eines Moratoriums derzeit verboten. Die Konsumentinnen und Konsumenten erhalten die Garantie für GVO-freie Produkte von den Lebensmittel- und Tierfutterimporteuren, die einer Kennzeichnungspflicht unterstehen. Die Importeure führen in jedem Stadium vom Produktionsort bis in die Schweiz Kontrollen durch. Nur vier Sorten von gentechnisch veränderten Pflanzen dürfen nach dem Gesetz als Futter- und Lebensmittel in die Schweiz eingeführt werden.

Da die inländische Produktion nur 60% des schweizerischen Nahrungsmittelkonsums deckt, sind Einfuhren unumgänglich. Die weltweite Entwicklung zeigt, dass es für die Importeure immer schwieriger wird, die Versorgung mit GVO-freien Produkten zu gewährleisten.

Auf eine Bewertung des Zustands und der Entwicklung dieses Indikators wird indessen verzichtet. Zwar wird die Trennung der Warenflüsse von Erzeugnissen mit und ohne GVO durch den Einsatz von GVO in der Landwirtschaft weltweit zunehmend erschwert, aber die Risiken einer Kontamination können durch Kontrollmechanismen reduziert werden.

Methode

Der ISAAA (International Service for the Acquisition of Agri-Biotech Applications) führt seit 1995 jährlich bei Behörden und Privaten eine Umfrage durch und wertet vorhandene Statistiken aus. Die Angaben werden vom ISAAA in verschiedener Hinsicht auch noch weiter aufgeschlüsselt (z.B. nach Art der GVO oder nach Ländern).

 
Zuletzt aktualisiert am: 15.11.2018

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