Seltene technische Metalle

Im Handy, im Bildschirm, im Auto: In vielen Geräten erweisen seltene technische Metalle wertvolle Dienste. Einige dieser Metalle werden in kleinsten, fein verteilten Mengen eingesetzt. Sie gehen deshalb meist verloren, wenn das Produkt entsorgt wird. Sorgfältige Nutzung und Recycling der Stoffe drängen sich aus ökologischen Gründen auf.

Seltene technische Metalle, zu denen auch die «seltenen Erden» wie Neodym, Lanthan, Europium oder Thulium gehören, sind für die Herstellung von Magneten, Motoren, Monitoren und weiteren Anwendungen der Elektrotechnik und Elektronik unentbehrlich. Die seltenen Metalle sind gesamthaft gesehen für alle Schlüsseltechnologien wichtig. Aufgrund der raschen Entwicklung lässt sich aber kaum voraussagen, welche Stoffe in Zukunft welche Rolle spielen werden.

Produktion belastet Umwelt

Um einige Gramm der Hightech-Metalle zu gewinnen, fördern Bergbauunternehmen tonnenweise Gestein. Um daraus die Metalle zu extrahieren, werden oft Chemikalien eingesetzt. Im Umkreis von Minen sind die Gewässer deshalb meist stark belastet. Aus Sicht der Nachhaltigkeit steht die Reduktion der Umweltbelastung bei der Rohstoffgewinnung im Vordergrund.

Einflussmöglichkeiten des Bundes

In der Schweiz werden keine seltenen technischen Metalle gewonnen. Deshalb hat der Bund nur wenige Einflussmöglichkeiten auf die Art der Rohstoffgewinnung und deren ökologische Auswirkungen. Möglich wären internationale Abkommen, die Entwicklung von Normen und Zertifikaten oder die technische Zusammenarbeit beim Abbau und beim Recycling.

Hingegen kann der Bundesrat bestimmen, was am Ende des Lebenswegs mit Produkten geschieht, die technische Metalle enthalten. So kann er im Rahmen einer Verordnung verlangen, dass bestimmte Metalle aus den Abfällen zurückgewonnen werden müssen. Dies kann dazu beitragen, die Verfügbarkeit der Rohstoffe zu erhöhen sowie die mit der Neuproduktion verbundenen Umweltbelastungen zu vermeiden.

Im Bereich Technologieförderung wurden Mittel gesprochen, um technische Verfahren für die effiziente Rückgewinnung zu entwickeln.

Das BAFU ist aktiv

Das BAFU untersucht, inwiefern es ökonomisch und ökologisch sinnvoll ist, seltene technische Metalle aus elektronischen Bauteilen in der Schweiz zurückzugewinnen. Dazu gibt es einige Studien zu Potenzialen und Möglichkeiten für elektrische und elektronische Geräte sowie Autoelektronik.

Die Verordnung über die Rückgabe, die Rücknahme und die Entsorgung elektrischer und elektronischer Geräte (VREG, vom 14. Januar 1998) ist in Revision. In diesem Rahmen wird auch eine Vorgabe für das Recycling seltener technischer Metalle geprüft.

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Letzte Änderung 10.06.2016

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