Indikator Lärm

Subjektive Lärmbelastung

Lärm stresst und macht krank. Ob Menschen ein Geräusch als Lärm empfinden, hängt aber nicht nur von der Lautstärke ab. Auch zahlreiche individuelle Faktoren wie etwa die Lärmart, die persönliche Einstellung, die Tageszeit, der Gesundheitszustand und das Alter spielen eine Rolle. Diese individuellen Faktoren lassen sich in objektiven Belastungsgrenzwerten nur bedingt abbilden.

Bewertung des Zustandes
schlecht schlecht
Bewertung der Entwicklung
negativ negativ
Personen, die sich tagsüber zuhause durch Verkehrslärm gestört fühlen 2019: 31 Personen, die sich tagsüber zuhause durch Verkehrslärm gestört fühlen 2015: 24 Personen, die sich tagsüber zuhause durch Verkehrslärm gestört fühlen 2011: 23

Daten zur Grafik: Excel
Quelle: BFS
Kommentar

Im Jahr 2019 fühlten sich 31% der Bevölkerung zuhause bei offenem Fenster durch Verkehrslärm «eher gestört» oder «sehr gestört». Dies sind deutlich mehr Personen als noch im Jahr 2015. Aus diesem Grund wird die Entwicklung negativ bewertet.

Insbesondere in Städten sind weitere Massnahmen zur Verringerung der Lärmbelastung nötig: Hier liegt der Anteil von subjektiv belasteten Personen bei 34%. Dieser Anteil ist deutlich zu hoch, wenn man die möglichen Gesundheitsschäden und die Einschränkungen der Lebensqualität bedenkt, die mit dauerhafter Lärmbelästigung einhergehen.

Internationaler Vergleich

Da die Befragung in dieser Form in keinem anderen Land durchgeführt wird, ist der Indikator international nicht vergleichbar.

Methode

Die Daten basieren auf der Befragung „Wahrnehmung von Umweltqualität und Umweltverhalten“ des Bundesamts für Statistik (BFS). Die Befragung wird telefonisch durchgeführt und erfasst eine Vielzahl von Aspekten der Umweltbelastung, des Umweltbewusstseins, des umweltrelevanten Verhaltens und der Lebensgewohnheiten. Die Stichprobe (2019: N=3030) entspricht den Kriterien der Repräsentativität.

Dieser Indikator erfasst alle Befragten, die sich zuhause bei offenem Fenster durch Verkehrslärm eher gestört oder sehr gestört fühlen (Antworten 3 und 4 auf einer Skala von 1: „überhaupt nicht gestört“ bis 4: „sehr gestört“).

Grundlage für die Bewertung der Entwicklung
Angestrebte Entwicklung Anfangswert Endwert Veränderung in % Beobachtete Entwicklung Beurteilung
Abnahme 2011 2019 34.78% Zunahme negativ
 
Zuletzt aktualisiert am: 29.01.2020

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