Indikator Luft

Gesundheitskosten der Luftverschmutzung

Die Verminderung oder Behebung von Schäden, die durch Luftbelastung entstehen, verursachen hohe Kosten, beispielsweise im Gesundheitswesen oder bei der Gebäudesanierung. Sie führen auch zu Wertverlust von Liegenschaften, Ernteausfällen in der Landwirtschaft und Belastungen von Ökosystemen. Da diese Kosten und Werteverluste nicht vom Verursacher, sondern von der Allgemeinheit getragen werden, spricht man von externen Kosten. Die externen Kosten infolge der Luftverschmutzung entstehen vor allem im Gesundheitswesen, gefolgt von den Kosten, die durch Ernteausfälle und durch Schäden an Gebäuden und Materialien verursacht werden. Die externen Kosten infolge der Luftverschmutzung entstehen vor allem im Gesundheitswesen, gefolgt von den Kosten, die durch Ernteausfälle und durch Schäden an Gebäuden und Materialien verursacht werden.

Dieser Indikator zeigt die Kosten, die die Luftverschmutzung im Gesundheitswesen verursacht.

Bewertung des Zustandes
schlecht schlecht
Bewertung der Entwicklung
positiv positiv
geschätzte Gesundheitskosten der Luftverschmutzung berechnet mit dem Value of Statistical Life (VOSL) verwendet ab 2010* 2015: 6.5 geschätzte Gesundheitskosten der Luftverschmutzung berechnet mit dem Value of Statistical Life (VOSL) verwendet ab 2010* 2010: 7.3 geschätzte Gesundheitskosten der Luftverschmutzung berechnet mit dem Value of Statistical Life (VOSL) verwendet bis 2010 2010: 4.1 geschätzte Gesundheitskosten der Luftverschmutzung berechnet mit dem Value of Statistical Life (VOSL) verwendet bis 2010 2005: 5.1
Die höheren Gesundheitskosten ab 2010 sind auf die Anpassung der Methoden und neue Datengrundlagen zurückzuführen

Daten zur Grafik: Excel
Quelle: ARE
Kommentar

Die Luftverschmutzung verursacht in der Schweiz jährlich ungedeckte Kosten in Milliardenhöhe. Diese externen, nicht vom Verursacher getragenen Kosten entstehen vor allem im Gesundheitswesen, wobei die «Umrechnung» der verlorenen Lebensjahre in Geldeinheiten den weitaus grössten Kostenfaktor der Luftverschmutzung darstellt. Jährlich ist sie mitverantwortlich für den vorzeitigen Tod von 2’200 Personen. Zudem ist sie der Grund für eine grosse Zahl von Krankheitsfällen. Dazu gehören unter anderem Atemwegs- und Herz-Kreislauferkrankungen bedingt durch Feinstaub. Damit stellt die Luftbelastung trotz der zahlreichen Massnahmen zur Verbesserung der Luftqualität in den letzten Jahren weiterhin ein Problem dar.

Die "Umrechnung" der verlorenen Lebensjahre in Geldeinheiten stellt den weitaus grössten Kostenfaktor der Luftverschmutzung dar.

 

Methode

Für die Berechnung der externen Kosten werden aus der bestehenden Belastungssituation die daraus resultierenden Effekte bzw. Schäden ermittelt. Schliesslich werden die Schäden in Geldeinheiten quantifiziert. Dazu werden je nach Kostenbereich spezifische Kostensätze ermittelt.

Für die vorliegende Berechnung (Infras, Ecoplan (2018)) der externen Effekte wurde der Value of Statistical Life (VOSL) auf die Schweiz angepasst und auf das Jahr 2015 fortgeschrieben (internationale Methodik gemäss OECD 2012 bzw. Ecoplan 2016). Bei der Umrechnung musste gegenüber Ecoplan 2016 eine Anpassung vorgenommen werden, da die Daten zur Kaufkraftparität von OECD und Weltbank rückwirkend auf 2005 angepasst wurden.

 
Zuletzt aktualisiert am: 06.06.2019

Weiterführende Informationen

Links

inidkatoren_hirun

Indikatoren

Suche und Liste aller Indikatoren

https://www.bafu.admin.ch/content/bafu/de/home/themen/thema-luft/luft--daten--indikatoren-und-karten/luft--indikatoren/indikator-luft.pt.html/aHR0cHM6Ly93d3cuaW5kaWthdG9yZW4uYWRtaW4uY2gvUHVibG/ljL0FlbURldGFpbD9pbmQ9TFUwMjcmbG5nPWRlJlN1Ymo9Tg==.html