Indikator Störfallvorsorge

Personen- und Umweltrisiken durch Gefahrguttransporte im unkritischen Bereich

Beim Transport gefährlicher Güter auf Verkehrswegen oder in Rohrleitungsanlagen kann es infolge ausserordentlicher Ereignisse (u.a. Unfälle) zu Freisetzungen (Störfällen) kommen. Die daraus allenfalls resultierenden Brände, Explosionen und Freisetzungen können Tote und Verletzte oder Umweltschädigungen zur Folge haben. Der Indikator stellt die Risikosituation für alle Transportarten dar.

Bewertung des Zustandes
mittelmässig mittelmässig
Bewertung der Entwicklung
unbefriedigend unbefriedigend
Abgeschätze Risikoklasse: nicht akzeptabel 2017: 195.3 Abgeschätze Risikoklasse: oberer Übergangsbereich 2017: 796.7 Abgeschätze Risikoklasse:  unterer Übergangsbereich 2017: 1305.6 Abgeschätze Risikoklasse: akzeptabel 2017: 1366.2 Abgeschätze Risikoklasse: nicht akzeptabel 2014: 0 Abgeschätze Risikoklasse: oberer Übergangsbereich 2014: 10 Abgeschätze Risikoklasse:  unterer Übergangsbereich 2014: 118 Abgeschätze Risikoklasse: akzeptabel 2014: 3135 Abgeschätze Risikoklasse: nicht akzeptabel 2011: 0 Abgeschätze Risikoklasse: oberer Übergangsbereich 2011: 8.4 Abgeschätze Risikoklasse:  unterer Übergangsbereich 2011: 60 Abgeschätze Risikoklasse: akzeptabel 2011: 3196 Abgeschätze Risikoklasse: nicht akzeptabel 2006: 0 Abgeschätze Risikoklasse: oberer Übergangsbereich 2006: 48 Abgeschätze Risikoklasse:  unterer Übergangsbereich 2006: 531 Abgeschätze Risikoklasse: akzeptabel 2006: 2892 Abgeschätze Risikoklasse: nicht akzeptabel 2001: 135 Abgeschätze Risikoklasse: oberer Übergangsbereich 2001: 0 Abgeschätze Risikoklasse:  unterer Übergangsbereich 2001: 1169 Abgeschätze Risikoklasse: akzeptabel 2001: 2301
2001 - 2014 nur Bahnen, 2017 inkl. Strassen und Rhein, aber noch ohne Rohrleitungen

Daten zur Grafik: Excel
Quelle: Bahn: Schweizerische Bundesbahnen, BLS Lötschbergbahn; Strassen: ASTRA, Kantone; Rhein: Kantone BS, BL, AG; Rohrleitungen: BFE
Anteil unkritischer Strecken 2017: 80 Anteil unkritischer Strecken 2014: 100 Anteil unkritischer Strecken 2011: 100 Anteil unkritischer Strecken 2006: 99 Anteil unkritischer Strecken 2001: 96
Bahn: Schweizerische Bundesbahnen, BLS Lötschbergbahn; Strassen: ASTRA, Kantone; Rhein: Kantone BS, BL, AG; Rohrleitungen: BFE

Daten zur Grafik: Excel
Quelle: 2001 - 2014 nur Bahnen, 2017 inkl. Strassen und Rhein, aber noch ohne Rohrleitungen
Kommentar

Die erste Erhebung von 2001 betraf lediglich die Eisenbahnen. Seit 2017 sind auch die Strassen und der Rhein sowie Umweltrisiken erfasst. Ab 2022 werden zusätzlich die Rohrleitungsanlagen erhoben und mitberücksichtigt.

Aus der Erhebung für die Eisenbahnen ist bekannt, dass die Risiken tendenziell stiegen, was der zunehmend dichteren Bebauung entlang der Eisenbahnanlagen zugeschrieben wird (vergl. Screening Personenrisiken 2014 (BAV). Aus diesem Grund wird die Entwicklung als unbefriedigend bewertet.

Die erste Erhebung der Umweltrisiken hat zu einigen Streckenabschnitten mit nicht akzeptablen Risiken geführt. Diese müssen nun mittels dem neu in den Beurteilungskriterien zur Störfallverordnung eingeführten Kosten-Nutzen-Ansatz saniert werden, weshalb der Zustand mittelmässig beurteilt wird.

Internationaler Vergleich

Der Indikator ist international nicht vergleichbar, da im Ausland keine gesetzlichen Grundlagen für eine vergleichbare Störfallvorsorge vorhanden sind.

Methode

Die Ermittlung und Bewertung der Risiken erfolgt mittels den von den Vollzugsstellen in Zusammenarbeit mit dem BAFU entwickelten Screeningmethoden (s. Vollzugshilfen zur StFV) bzw. auf der Risikoermittlung für den Rhein von 2018.

 
Zuletzt aktualisiert am: 12.04.2019

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