Indikator Störfallvorsorge

Personenrisiken durch Gefahrguttransporte

Beim Transport gefährlicher Güter kann es infolge ausserordentlicher Ereignisse (u.a. Unfälle) zu Freisetzungen (Störfällen) kommen. Die daraus allenfalls resultierenden Brände, Explosionen oder Freisetzungen toxischer Gase können Tote und Verletzte zur Folge haben. Der Indikator stellt die Risikosituation für die Personen beim Transport gefährlicher Güter auf der Schiene dar.

Bewertung des Zustandes
mittelmässig mittelmässig
Bewertung der Entwicklung
unbefriedigend unbefriedigend
Abgeschätze Risikoklasse: nicht akzeptabel 2014: 0 Abgeschätze Risikoklasse: oberer Übergangsbereich* 2014: 10 Abgeschätze Risikoklasse:  unterer Übergangsbereich* 2014: 118 Abgeschätze Risikoklasse: akzeptabel 2014: 3135 Abgeschätze Risikoklasse: nicht akzeptabel 2011: 0 Abgeschätze Risikoklasse: oberer Übergangsbereich* 2011: 8.4 Abgeschätze Risikoklasse:  unterer Übergangsbereich* 2011: 60 Abgeschätze Risikoklasse: akzeptabel 2011: 3196 Abgeschätze Risikoklasse: nicht akzeptabel 2006: 0 Abgeschätze Risikoklasse: oberer Übergangsbereich* 2006: 48 Abgeschätze Risikoklasse:  unterer Übergangsbereich* 2006: 531 Abgeschätze Risikoklasse: akzeptabel 2006: 2892 Abgeschätze Risikoklasse: nicht akzeptabel 2001: 135 Abgeschätze Risikoklasse:  unterer Übergangsbereich* 2001: 1169 Abgeschätze Risikoklasse: akzeptabel 2001: 2301
* Ab 2006: Getrennte Erfassung des oberen und unteren Übergangsbereiches

Daten zur Grafik: Excel
Quelle: Schweizerische Bundesbahnen; BLS Lötschbergbahn
Kommentar

2014 gab es keine Strecken mehr mit nicht akzeptablen Risiken. Die höheren, knapp vertretbaren Risiken verzeichnen die Agglomerationen (Genf,  Lausanne, Zürich [Altstetten] und Olten). Deswegen wird der Zustand als mittelmässig bewertet. Die 2001 festgestellten Bahnstrecken mit nicht  akzeptablem Risiko für Personen konnten dank einer Vereinbarung zwischen den Bahnen, dem Bund und der chemischen Industrie innert zehn  Jahren eliminiert werden. Mit der zunehmend dichteren Bebauung entlang der Eisenbahnanlagen steigen diese Risiken jedoch merklich, wie die alle paar Jahre durchgeführten Erhebungen zeigen. Aus diesem Grund wird die Entwicklung als unbefriedigend bewertet.

Internationaler Vergleich

Der Indikator ist international nicht vergleichbar, da im Ausland keine gesetzlichen Grundlagen für eine vergleichbare Störfallvorsorge vorhanden sind.

Methode

Seit 2001 ermitteln die SBB und die BLS für ihre Netze mittels einer in Absprache mit dem Bundesamt für Verkehr und dem Bundesamt für Umwelt entwickelten und gemeinsam fortgeschriebenen Berechnungsmethode die Wahrscheinlichkeit und die Schäden für die Bevölkerung infolge von Bränden, Explosionen und Freisetzungen toxischer Gase. Untersucht werden diejenigen Strecken, auf welchen mehr als 100'000 Tonnen gefährliche Güter pro Jahr verkehren (200'000 Tonnen ab Erhebung 2013). Aufgrund dieser Berechnungen können die Eisenbahnstrecken (exklusive der Tunnel) ermittelt werden, auf welchen die Risiken akzeptabel, im unteren/oberen Übergangsbereich oder nicht akzeptabel (gemäss Beurteilungskriterien zur Störfallverordnung) sind.

Der Indikator zeigt die Anzahl Eisenbahnkilometer, die zu den einzelnen Risikoklassen gehören. Gleichwertige Daten zu Personenrisiken auf der Strassen oder entlang Rohrleitungen sind in Vorbereitung.

 
Zuletzt aktualisiert am: 03.12.2018

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