Indikator Wald und Holz

Rodungen

Als Rodung bezeichnet man eine definitive oder vorübergehende Zweckentfremdung von Waldareal. Rodungen sind in der Schweiz im Interesse der Walderhaltung grundsätzlich verboten; es können jedoch Ausnahmebewilligungen erteilt werden, wenn wichtige Gründe vorliegen, die dieses Interesse übersteigen. Beispiele dafür sind der Strassen- und Eisenbahnbau, Deponien und Abbauvorhaben. Wird eine Rodung bewilligt, muss die gerodete Fläche grundsätzlich mit Ersatzaufforstungen ersetzt werden.

Bewertung des Zustandes
gut gut
Bewertung der Entwicklung
positiv positiv
Bewilligte Rodungsfläche 2018: 161 Bewilligte Rodungsfläche 2017: 147 Bewilligte Rodungsfläche 2016: 194 Bewilligte Rodungsfläche 2015: 169 Bewilligte Rodungsfläche 2014: 133 Bewilligte Rodungsfläche 2013: 207 Bewilligte Rodungsfläche 2012: 164 Bewilligte Rodungsfläche 2011: 145 Bewilligte Rodungsfläche 2010: 154 Bewilligte Rodungsfläche 2009: 137 Bewilligte Rodungsfläche 2008: 117 Bewilligte Rodungsfläche 2007: 167 Bewilligte Rodungsfläche 2006: 164 Bewilligte Rodungsfläche 2005: 110 Bewilligte Rodungsfläche 2004: 96 Bewilligte Rodungsfläche 2003: 112 Bewilligte Rodungsfläche 2002: 172 Bewilligte Rodungsfläche 2001: 122 Bewilligte Rodungsfläche 2000: 100 Bewilligte Rodungsfläche 1999: 182 Bewilligte Rodungsfläche 1998: 164 Bewilligte Rodungsfläche 1997: 155 Bewilligte Rodungsfläche 1996: 198

Daten zur Grafik: Excel
Quelle: Bundesamt für Umwelt: Rodungsdatenbank FOPOL
Verschiedenes: 6% Gewässerkorrektionen : 19% Leitungen und Energie: 13% Hochbau: 7% Sport / Tourismus: 5% Entsorgung: 14% Rohstoffe: 19% Verkehr : 17%
Bewilligte Rodungen in der Schweiz: Durchschnitt nach Flächen 2008–2017

Daten zur Grafik: Excel
Quelle: Bundesamt für Umwelt Datenbank FOPOL
Kommentar

Bund und Kantone bewilligten im Jahre 2017 total 409 Rodungen mit einer Fläche von 147 ha Wald. Damit lag die Rodungsfläche um 47 ha unter derjenigen vom Vorjahr und 10 ha unter dem 10-jährigen Mittel. Die Abweichung liegt im Bereich der jährlichen Schwankungen. Der gesetzliche Auftrag zur Walderhaltung ist damit erfüllt.

Von der gesamten Rodungsfläche 2017 wurden 16% zugunsten von Verkehrsanlagen bewilligt, 18% für die Rohstoffgewinnung, 7% für Entsorgungsanlagen, 4% für Sportanlagen, 8% für Hochbauten, 8% für Leitungen und Energie und 18% für Gewässerkorrektionen sowie 21% für Verschiedenes. Im Vergleich zum Durchschnitt der letzten 10 Jahre hat die Rodungsfläche insbesondere für Entsorgung sowie Leitungen und Energieanlagen abgenommen, hingegen für Verschiedenes zugenommen.

Ziel ist es, dass der Wald in seiner räumlichen Verteilung grundsätzlich erhalten bleibt und in seiner Fläche nicht abnimmt. Die weitere Entwicklung der Waldfläche wird dabei abgestimmt auf die landschaftliche Vielfalt (inkl. Vernetzung) und auf die angestrebte Raumentwicklung (inkl. landwirtschaftliche Vorrangflächen). Als Basis zur Beurteilung der kohärenten Entwicklung dient der Durchschnittswert der Rodungen 2008-2017 (160 ha/J).

Internationaler Vergleich

Der Indikator ist international nicht vergleichbar. Bei den Rodungsverfahren handelt es sich um auf die einzelnen Staaten zugeschnittene administrative Verfahren.

Methode

In der Datenbank „FOPOL“ werden die Rodungsbewilligungen, welche die Kantone (bei kantonalen Verfahren) sowie die Bundesleitbehörden (bei Bundesverfahren) erteilen, erfasst und ausgewertet.

 
Zuletzt aktualisiert am: 04.02.2020

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