Indikator Wald und Holz

Holzvorrat

Der Holzvorrat ist das stoffliche Kapital des Waldes. Er ist das Resultat aus natürlichen Einflüssen sowie aus Handlungen der Menschen. In diesem Sinne ist er keine Steuerungsgrösse (der Indikator ist folglich nicht bewertbar), wohl aber ein wichtiger Indikator beispielsweise für Überlegungen zum gebundenen Kohlenstoff. Zur Erhaltung der Stabilität des Waldes sowie aus waldbaulichen und ökologischen Gründen kann ein örtlich und zeitlich begrenzter Vorratsabbau sinnvoll sein.

 

Bewertung des Zustandes
nicht bewertbar nicht bewertbar
Bewertung der Entwicklung
nicht bewertbar nicht bewertbar
Schweiz im Durchschnitt 2009/15 (LFI4): 351 Schweiz im Durchschnitt 2004/06 (LFI3): 351 Schweiz im Durchschnitt 1993/95 (LFI2): 357 Schweiz im Durchschnitt 1983/85 (LFI1): 332 Alpensüdseite 2009/15 (LFI4): 240 Alpensüdseite 2004/06 (LFI3): 226 Alpensüdseite 1993/95 (LFI2): 206 Alpensüdseite 1983/85 (LFI1): 176 Alpen 2009/15 (LFI4): 314 Alpen 2004/06 (LFI3): 305 Alpen 1993/95 (LFI2): 295 Alpen 1983/85 (LFI1): 289 Voralpen 2009/15 (LFI4): 444 Voralpen 2004/06 (LFI3): 446 Voralpen 1993/95 (LFI2): 458 Voralpen 1983/85 (LFI1): 420 Mittelland 2009/15 (LFI4): 380 Mittelland 2004/06 (LFI3): 406 Mittelland 1993/95 (LFI2): 441 Mittelland 1983/85 (LFI1): 406 Jura 2009/15 (LFI4): 377 Jura 2004/06 (LFI3): 370 Jura 1993/95 (LFI2): 363 Jura 1983/85 (LFI1): 329
Holzvorrat nach Produktionsregionen in in Kubikmeter pro Hektare.

Daten zur Grafik: Excel
Quelle: Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft: Schweizerisches Landesforstinventar LFI
Laubholz 2009/15 (LFI4): 111 Nadelholz 2009/15 (LFI4): 240 Laubholz 2004/06 (LFI3): 110 Nadelholz 2004/06 (LFI3): 241 Laubholz 1993/95 (LFI2): 105 Nadelholz 1993/95 (LFI2): 252 Laubholz 1983/85 (LFI1): 91 Nadelholz 1983/85 (LFI1): 241
Holzvorrat im Schweizer Wald nach Nadelholz- und Laubholzarten, sowie gesamthaft.

Daten zur Grafik: Excel
Quelle: Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft: Schweizerisches Landesforstinventar LFI
Kommentar

Gesamthaft ist der Holzvorrat über die letzten Jahrzehnte stabil geblieben. Eine stetige Zunahme ist in den Alpen und auf der Alpensüdseite, sowie in Jura nachgewiesen, v.a. wo die Geländeverhältnisse die Holznutzung erschweren. Hingegen sank der Holzvorrat im Mittelland gemäss LFI3 (2004/06) und LFI4 (2009/15), weil der Wald dort stärker genutzt und durch Sturmschäden, sowie Borkenkäferbefall, beinträchtig wurde

Obwohl für den Holzvorrat kein Ziel auf nationaler Ebene definierbar ist, stellt der Indikator eine wichtige Messgrösse für den Wald dar. Zielvorräte können jedoch lokal aufgrund der Standortbedingungen, der Bewirtschaftungsziele und der waldbaulichen Massnahmen definiert werden.

Internationaler Vergleich

Der Schweizer Wald hat im europäischen Ländervergleich mit rund 350 m3 pro Hektar den grössten Holzvorrat (» FOREST EUROPE 2015);  insbesondere in den schwierig zugänglichen Gebieten der Alpen und Südalpen ist die Holznutzung mit hohen Kosten verbunden.

Methode

Die Daten zum Holzvorrat werden mit den Grundlagen von Luftbildern und der kontinuierlich laufenden Stichprobenerhebung im Wald sowie mit der anschliessenden Modellierung bereitgestellt.

 

 
Zuletzt aktualisiert am: 26.11.2018

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