Indikator Wald und Holz

Waldreservate

In den Waldreservaten hat die Erhaltung und Förderung der Biodiversität absoluten Vorrang vor allen anderen Interessen.

In Naturwaldreservaten wird ganz auf forstliche Eingriffe verzichtet, damit sich der Wald wieder natürlich entwickeln kann. In Sonderwaldreservaten wird gezielt eingegriffen, um bedrohte Arten zu fördern. Dazu gehören zum Beispiel viele Arten, die viel Licht und Wärme benötigen.

Diese Schutzgebiete sind wichtig für die national prioritären Arten und Waldgesellschaften bzw. Lebensräume. Die Waldflächen mit natürlicher Entwicklung dienen ebenfalls als Referenzfläche für Forschungsarbeiten im Bezug zur naturnahen Waldbewirtschaftung oder zum Klimawandel.

Bewertung des Zustandes
gut gut
Bewertung der Entwicklung
positiv positiv
Sonderwaldreservate 2018: 37954 Sonderwaldreservate 2016: 35173 Sonderwaldreservate 2014: 30469 Sonderwaldreservate 2012: 25470 Naturwaldreservate 2018: 46199 Naturwaldreservate 2016: 41815 Naturwaldreservate 2014: 37385 Naturwaldreservate 2012: 32565
Fläche der Waldreservate

Daten zur Grafik: Excel
Quelle: BAFU Datenbank Waldreservate (Datenhoheit Kantone)
Übrige Waldfläche: 93.7% Waldreservate: 6.3%
Anteil Waldreservate an Gesamtwaldfläche, 2018

Daten zur Grafik: Excel
Quelle:
Kommentar

Mit der Waldpolitik 2020 ist vorgesehen, dass mindestens 10% der Waldfläche als Reservate bis im Jahr 2030 ausgewiesen wird und mindestens 15 grosse Waldreservate (>500 ha) ausgeschieden werden. Mehr als die Hälfte des Flächenziels ist erreicht und die Anzahl der grossen Waldreservate ist bereits übertroffen. Die regionale Verteilung der Reservate soll noch verbessert werden, v.a. bezüglich der grossen Reservate im Mitteland.

Internationaler Vergleich

Die Angaben zu den Waldreservaten dienen auch für die internationale Berichterstattung und zur Überprüfung der Zielerreichung gemäss internationalen Verpflichtungen.

Methode

Die Kantone haben Konzepte zur Einrichtung von Waldreservaten (Natur- und Sonderwaldreservate) entwickelt und sind zuständig für die entsprechende Umsetzung. Die Kantone liefern die Geodaten mit den Reservatflächen, die im BAFU in einer GIS-Datenbank erfasst werden. Die Aktualisierung der Daten auf nationaler Ebene erfolgt alle 2 Jahre.

 
Zuletzt aktualisiert am: 21.06.2021

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Links

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