Indikator Wasser

Grundwasserstände und Quellabflüsse

Der Indikator liefert im Jahresvergleich einen landesweiten Überblick zur Häufigkeit des Auftretens von tiefen, normalen und hohen Grundwasserverhältnissen. Sinkt das Grundwasser infolge ausgeprägter Trockenperioden überdurchschnittlich ab, kann es zu Engpässen in der Wasserversorgung kommen, sowie grundwasserabhängige Ökosystemen beeinträchtigen. Steigt das Grundwasser infolge überdurchschnittlich starker Niederschläge massiv an, kann dies zu erheblichen Flur- und Gebäudeschäden führen. Zudem können oberflächennahe Rutschungen und Murgänge ausgelöst werden.  

Bewertung des Zustandes
nicht bewertbar nicht bewertbar
Bewertung der Entwicklung
nicht bewertbar nicht bewertbar
Hoch 2018: 17 Normal 2018: 51 Tief 2018: 32 Hoch 2017: 7 Normal 2017: 63 Tief 2017: 30 Hoch 2016: 25 Normal 2016: 59 Tief 2016: 16 Hoch 2015: 12 Normal 2015: 72 Tief 2015: 16 Hoch 2014: 20 Normal 2014: 75 Tief 2014: 5 Hoch 2013: 21 Normal 2013: 75 Tief 2013: 4 Hoch 2012: 16 Normal 2012: 72 Tief 2012: 12 Hoch 2011: 4 Normal 2011: 63 Tief 2011: 33 Hoch 2010: 14 Normal 2010: 59 Tief 2010: 27 Hoch 2009: 13 Normal 2009: 67 Tief 2009: 20 Hoch 2008: 19 Normal 2008: 69 Tief 2008: 12 Hoch 2007: 24 Normal 2007: 62 Tief 2007: 14 Hoch 2006: 23 Normal 2006: 50 Tief 2006: 27 Hoch 2005: 9 Normal 2005: 43 Tief 2005: 48 Hoch 2004: 9 Normal 2004: 66 Tief 2004: 25 Hoch 2003: 15 Normal 2003: 49 Tief 2003: 36 Hoch 2002: 30 Normal 2002: 60 Tief 2002: 10 Hoch 2001: 48 Normal 2001: 48 Tief 2001: 4 Hoch 2000: 29 Normal 2000: 62 Tief 2000: 9 Hoch 1999: 41 Normal 1999: 47 Tief 1999: 12 Hoch 1998: 9 Normal 1998: 47 Tief 1998: 44 Hoch 1997: 8 Normal 1997: 61 Tief 1997: 31 Hoch 1996: 10 Normal 1996: 63 Tief 1996: 27 Hoch 1995: 37 Normal 1995: 48 Tief 1995: 15
Prozentsatz von Messstellen, an denen im jeweiligen Jahr tiefe, normale und hohe Grundwasserstände bzw. Quellabflüsse vorlagen.

Daten zur Grafik: Excel
Quelle: Bundesamt für Umwelt
Kommentar

In den Jahren 1997/1998, 2003, 2005, 2011 und 2017/2018 wies rund jede Dritte Messstelle überdurchschnittlich viele Tage mit tiefen Grundwasserständen bzw. Quellabflüssen auf. Die trockenen Jahre 2003, 2011 und 2018 führten dabei zu einer aussergewöhnlich hohen Anzahl von Messstellen mit tiefen Grundwasserverhältnissen.

In den Jahren 1995, 1999-2002, 2006/2007, 2012/2013 und 2016 verzeichnete rund jede Vierte Messstelle dagegen überdurchschnittlich viele Tage mit hohen Grundwasserständen bzw. Quellabflüssen. Das Hochwasser der Jahre 1995 und 1999 sowie der von 2000 bis 2002 anhaltende Niederschlagsüberschuss führten in den besagten Jahren zu einer grösseren Anzahl von Messstellen mit hohen Grundwasserverhältnissen.

Gemäss den Klimaszenarien CH2018 ist tendenziell davon auszugehen, dass die Häufigkeit und Länge von Trockenperioden bzw. Intensität und Stärke von Niederschlägen langfristig zunehmen und es damit häufiger zu tiefen bzw. hohen Grundwasserständen und Quellabflüssen im Sinne des Indikators kommen kann. Derzeit ist keine langfristige Tendenz weder bei den tiefen noch hohen Grundwasserständen und Quellabflüssen ersichtlich. Jahre mit tiefen bzw. hohen Grundwasserständen und Quellabflüssen lösen sich regelmässig ab. Aus diesem Grund wird der Indikator nicht bewertet.

Internationaler Vergleich

Es gibt momentan keinen einheitlichen Indikator in internationalen Indikatorensystemen z.B. der EUA. In einzelnen Ländern werden derzeit vergleichbare Ansätze verfolgt (z.B. Belgien, Österreich).

Methode

An den Messstellen der Nationalen Grundwasserbeobachtung NAQUA, Modul QUANT (rund 50 BAFU-Messstellen und 50 kantonale Messstellen) werden Grundwasserstände und Quellabflüsse kontinuierlich erhoben. Der Indikator beinhaltet die Berechnung der jährlichen Anzahl Messstellen mit überdurchschnittlich vielen Tagen mit tiefen, normalen und hohen Grundwasserständen und Quellabflüssen. Dazu werden an der einzelnen Messstelle die Tagesmittel bestimmt und mit dem entsprechenden 10. bzw. 90. Perzentil aus 20 Beobachtungsjahren verglichen. Liegt die Anzahl der Tage, an denen der Grundwasserstand und Quellabfluss unterhalb des 10. Perzentils der 20 Beobachtungsjahre sind, über dem Durchschnitt der Anzahl Tage aus den 20 Beobachtungsjahren, werden die Grundwasserverhältnisse an der Messstelle als "tief" bezeichnet. Liegt die Anzahl der Tage, an denen der Grundwasserstand und Quellabfluss oberhalb des 90. Perzentils der 20 Beobachtungsjahre sind, über dem Durchschnitt der Anzahl Tage aus den 20 Beobachtungsjahren, werden die Grundwasserverhältnisse an der Messstelle als "hoch" bezeichnet. Normale Grundwasserverhältnisse herrschen somit vor, wenn die Anzahl Tage unter dem 10. Perzentil bzw. die Anzahl der Tage über dem 90. Perzentil unter dem jeweiligen Durchschnitt der Anzahl Tage aus den 20 Beobachtungsjahren, bzw. die Tagesmittel zwischen dem 10. und 90. Perzentil sind.

Der Indikator beschreibt den Prozentsatz solcher Messstellen im jeweiligen Jahr mit tiefen, normalen bzw. hohen Grundwasserverhältnissen.

 
Zuletzt aktualisiert am: 10.03.2020

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