Indikator Wirtschaft und Konsum

Material-Fussabdruck

Der Material-Fussabdruck (Raw Material Consumption, RMC) zeigt die Gesamtmenge der Rohstoffe, die in der Schweiz oder im Ausland benötigt werden, um die schweizerische Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen zu decken. Alle Materialien, die während des Produktlebenszyklus verbraucht werden, fliessen in diesen Indikator mit ein. Der Abbau, der Transport, die Verwendung und die Entsorgung von Material belasten die Umwelt durch Landverbrauch und Emissionen. Eine Abnahme des Material-Fussabdrucks ist deswegen wichtig.

Bewertung des Zustandes
schlecht schlecht
Bewertung der Entwicklung
unbefriedigend unbefriedigend
Rohstoffverbrauch  (RMC) aufgrund des inländischen Konsums 2019: 17.1279236531203 Rohstoffverbrauch  (RMC) aufgrund des inländischen Konsums 2018: 16.8094755814279 Rohstoffverbrauch  (RMC) aufgrund des inländischen Konsums 2017: 17.5271197364685 Rohstoffverbrauch  (RMC) aufgrund des inländischen Konsums 2016: 17.580468614003 Rohstoffverbrauch  (RMC) aufgrund des inländischen Konsums 2015: 17.3108325374532 Rohstoffverbrauch  (RMC) aufgrund des inländischen Konsums 2014: 17.5227010953861 Rohstoffverbrauch  (RMC) aufgrund des inländischen Konsums 2013: 17.5593254338104 Rohstoffverbrauch  (RMC) aufgrund des inländischen Konsums 2012: 17.4870737075859 Rohstoffverbrauch  (RMC) aufgrund des inländischen Konsums 2011: 18.394757947088 Rohstoffverbrauch  (RMC) aufgrund des inländischen Konsums 2010: 17.6452022533659 Rohstoffverbrauch  (RMC) aufgrund des inländischen Konsums 2009: 18.6959618784989 Rohstoffverbrauch  (RMC) aufgrund des inländischen Konsums 2008: 18.6258220783819 Rohstoffverbrauch  (RMC) aufgrund des inländischen Konsums 2007: 18.5538957043577 Rohstoffverbrauch  (RMC) aufgrund des inländischen Konsums 2006: 18.3921214264048 Rohstoffverbrauch  (RMC) aufgrund des inländischen Konsums 2005: 18.3439814529324 Rohstoffverbrauch  (RMC) aufgrund des inländischen Konsums 2004: 18.2349676984906 Rohstoffverbrauch  (RMC) aufgrund des inländischen Konsums 2003: 18.1434879036872 Rohstoffverbrauch  (RMC) aufgrund des inländischen Konsums 2002: 18.8097826468101 Rohstoffverbrauch  (RMC) aufgrund des inländischen Konsums 2001: 19.3129717864403 Rohstoffverbrauch  (RMC) aufgrund des inländischen Konsums 2000: 18.6287238962365

Daten zur Grafik: Excel
Quelle: BFS: Umweltgesamtrechnung, STATPOP
Rohstoffverbrauch (RMC) aufgrund des inländischen Konsums 2019: 147.403476180233 Rohstoffverbrauch (RMC) aufgrund des inländischen Konsums 2018: 143.629017961352 Rohstoffverbrauch (RMC) aufgrund des inländischen Konsums 2017: 148.702362369764 Rohstoffverbrauch (RMC) aufgrund des inländischen Konsums 2016: 148.019634519029 Rohstoffverbrauch (RMC) aufgrund des inländischen Konsums 2015: 144.149483704273 Rohstoffverbrauch (RMC) aufgrund des inländischen Konsums 2014: 144.346159041624 Rohstoffverbrauch (RMC) aufgrund des inländischen Konsums 2013: 142.926429640131 Rohstoffverbrauch (RMC) aufgrund des inländischen Konsums 2012: 140.579634759705 Rohstoffverbrauch (RMC) aufgrund des inländischen Konsums 2011: 146.324082040899 Rohstoffverbrauch (RMC) aufgrund des inländischen Konsums 2010: 138.870106191091 Rohstoffverbrauch (RMC) aufgrund des inländischen Konsums 2009: 145.563132169388 Rohstoffverbrauch (RMC) aufgrund des inländischen Konsums 2008: 143.453399529318 Rohstoffverbrauch (RMC) aufgrund des inländischen Konsums 2007: 140.888895707666 Rohstoffverbrauch (RMC) aufgrund des inländischen Konsums 2006: 138.101639447181 Rohstoffverbrauch (RMC) aufgrund des inländischen Konsums 2005: 136.830105687049 Rohstoffverbrauch (RMC) aufgrund des inländischen Konsums 2004: 135.214145451013 Rohstoffverbrauch (RMC) aufgrund des inländischen Konsums 2003: 133.611330158963 Rohstoffverbrauch (RMC) aufgrund des inländischen Konsums 2002: 137.57198524072 Rohstoffverbrauch (RMC) aufgrund des inländischen Konsums 2001: 140.128221681201 Rohstoffverbrauch (RMC) aufgrund des inländischen Konsums 2000: 134.202351528302

Daten zur Grafik: Excel
Quelle: BFS: Umweltgesamtrechnung
Entwicklung der konsumbezogenen Material-Effizienz (BIP/RMC) 2019: 129.7719632496 Entwicklung der konsumbezogenen Material-Effizienz (BIP/RMC) 2018: 131.756752034191 Entwicklung der konsumbezogenen Material-Effizienz (BIP/RMC) 2017: 123.538823299065 Entwicklung der konsumbezogenen Material-Effizienz (BIP/RMC) 2016: 122.172423018584 Entwicklung der konsumbezogenen Material-Effizienz (BIP/RMC) 2015: 122.93821405991 Entwicklung der konsumbezogenen Material-Effizienz (BIP/RMC) 2014: 120.768642781741 Entwicklung der konsumbezogenen Material-Effizienz (BIP/RMC) 2013: 119.055176706937 Entwicklung der konsumbezogenen Material-Effizienz (BIP/RMC) 2012: 118.877102787583 Entwicklung der konsumbezogenen Material-Effizienz (BIP/RMC) 2011: 112.836738025106 Entwicklung der konsumbezogenen Material-Effizienz (BIP/RMC) 2010: 116.653090162914 Entwicklung der konsumbezogenen Material-Effizienz (BIP/RMC) 2009: 107.76740611029 Entwicklung der konsumbezogenen Material-Effizienz (BIP/RMC) 2008: 111.674738924057 Entwicklung der konsumbezogenen Material-Effizienz (BIP/RMC) 2007: 110.658276108188 Entwicklung der konsumbezogenen Material-Effizienz (BIP/RMC) 2006: 108.554131160336 Entwicklung der konsumbezogenen Material-Effizienz (BIP/RMC) 2005: 105.333744312403 Entwicklung der konsumbezogenen Material-Effizienz (BIP/RMC) 2004: 103.606013573233 Entwicklung der konsumbezogenen Material-Effizienz (BIP/RMC) 2003: 101.971721223372 Entwicklung der konsumbezogenen Material-Effizienz (BIP/RMC) 2002: 99.0824031211718 Entwicklung der konsumbezogenen Material-Effizienz (BIP/RMC) 2001: 97.2802864472223 Entwicklung der konsumbezogenen Material-Effizienz (BIP/RMC) 2000: 100

Daten zur Grafik: Excel
Quelle: BFS: Umweltgesamtrechnung, Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung
Kommentar

Zwischen 2000 und 2019 stellten die nichtmetallischen Mineralien mit durchschnittlich 43% die am meisten verbrauchte Materialkategorie dar. Sie werden hauptsächlich in der Baubranche eingesetzt (Sand, Kies usw.).

Der Material-Fussabdruck der Schweiz nahm pro Person zwischen 2000 und 2019 um ca. 1.5 Tonnen ab und betrug 2019 rund 17 Tonnen. Damit liegt die Schweiz über dem europäischen Durchschnitt sowie über einem langfristig planetenverträglichen Mass von 5 bis 8 Tonnen pro Person (UBA 2015), wobei die unterschiedliche Relevanz verschiedener Rohstoffe für die Umwelt mit einbezogen werden muss. Aus diesem Grund wird der Zustand negativ bewertet. Die Entwicklung geht zwar grundsätzlich in die richtige Richtung, doch wird eine Abnahme in der bisherigen Grössenordnung bis 2050 nicht zu einem planetenverträglichen Niveau führen. Die Entwicklung wird somit als unbefriedigend bewertet.

Der absolute Wert des Material-Fussabdrucks nahm zwischen 2000 und 2019 um 10% zu und belief sich 2019 auf 147 Mio. Tonnen.

Die Material-Effizienz, gemessen als Quotient zwischen dem Schweizer Bruttoinlandprodukt und dem Rohstoffverbrauch des Konsums in Tonnen, verbesserte sich zwischen 2000 und 2019 um 30%: Während das reale Bruttoinlandprodukt im betrachteten Zeitraum um ca. 43% angestiegen ist, nahm der absolute Material-Fussabdruck mit etwa 10% deutlich weniger zu.

Internationaler Vergleich

Mit rund 17 Tonnen pro Person liegt der Material-Fussabdruck in der Schweiz im Jahr 2018 über dem europäischen Durchschnitt (EU-27) von rund 14.6 Tonnen pro Person (Eurostat 2021).

Methode

Der Indikator beschreibt den durch die inländische Endnachfrage verursachten Rohstoffverbrauch. Für die Herstellung, den Transport, die Nutzung und die Entsorgung der in der Schweiz konsumierten Güter und Dienstleistungen werden auch im Ausland Rohstoffe verwendet. Der Indikator umfasst sowohl diesen im Ausland anfallenden Ressourcenverbrauch als auch den Anteil der inländischen Gewinnung, der für die Deckung der Schweizer Endnachfrage genutzt wird. Dabei sind alle aus der Natur entnommenen Materialien ausser Wasser und Luft berücksichtigt.

Die Daten zum inländischen Rohstoffverbrauch werden im Rahmen der Umweltgesamtrechnung des Bundesamts für Statistik (BFS) erhoben.
Die Berechnung des Indikators basiert auf einer vom statistischen Amt der Europäischen Union (Eurostat) entwickelten Methode. Durch diese Methode lassen sich Importe und Exporte eines Landes in Rohstoffäquivalente (RÄ) umrechnen. Dazu wird ein hybrider Ansatz verwendet, der die auf den Umweltbereich ausgeweiteten Input-Output-Tabellen (IOT) mit den Lebenszyklusanalysen (LCA) kombiniert.

Die Berechnung der Rohstoff-Äquivalente stützt sich auf eine Modellierung. Sie ist deshalb mit einer grösseren Unsicherheit behaftet als eine Berechnung basierend auf direkten Flüssen.

Die konsumbezogene Material-Effizienz wird gemessen, indem das Schweizer Bruttoinlandprodukt (zu Preisen von 2015) durch den Rohstoffverbrauch des Konsums (Raw Material Consumption, RMC) in Tonnen geteilt wird.

Grundlage für die Bewertung der Entwicklung
Angestrebte Entwicklung Anfangswert Endwert Abweichung vom theoret. Zielpfad in % Beobachtete Entwicklung Beurteilung
6.5 in 2050 2000 2019 32.56% In Richtung des theoretischen Zielpfads unbefriedigend
 
Zuletzt aktualisiert am: 14.07.2021

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