Indikator Wirtschaft und Konsum

Material-Fussabdruck

Der Material-Fussabdruck (Raw Material Consumption, RMC) zeigt die Gesamtmenge der Rohstoffe, die in der Schweiz oder im Ausland benötigt werden, um die schweizerische Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen zu decken. Alle Materialien, die während des Produktlebenszyklus verbraucht werden, fliessen in diesen Indikator mit ein. Der Abbau, der Transport, die Verwendung und die Entsorgung von Material belasten die Umwelt durch Landverbrauch und Emissionen. Eine Abnahme des Material-Fussabdrucks ist deswegen wichtig.

Bewertung des Zustandes
schlecht schlecht
Bewertung der Entwicklung
unbefriedigend unbefriedigend
Rohstoffverbrauch  (RMC) aufgrund des inländischen Konsums 2015: 16.6345493383925 Rohstoffverbrauch  (RMC) aufgrund des inländischen Konsums 2014: 16.8366387385074 Rohstoffverbrauch  (RMC) aufgrund des inländischen Konsums 2013: 16.7895155797327 Rohstoffverbrauch  (RMC) aufgrund des inländischen Konsums 2012: 16.5141959567066 Rohstoffverbrauch  (RMC) aufgrund des inländischen Konsums 2011: 17.3933017953314 Rohstoffverbrauch  (RMC) aufgrund des inländischen Konsums 2010: 16.9284081183641 Rohstoffverbrauch  (RMC) aufgrund des inländischen Konsums 2009: 17.5960545917341 Rohstoffverbrauch  (RMC) aufgrund des inländischen Konsums 2008: 17.3362376142799 Rohstoffverbrauch  (RMC) aufgrund des inländischen Konsums 2007: 17.2041464021043 Rohstoffverbrauch  (RMC) aufgrund des inländischen Konsums 2006: 17.5270350981917 Rohstoffverbrauch  (RMC) aufgrund des inländischen Konsums 2005: 17.5103377459458 Rohstoffverbrauch  (RMC) aufgrund des inländischen Konsums 2004: 17.3055407264757 Rohstoffverbrauch  (RMC) aufgrund des inländischen Konsums 2003: 17.418052098532 Rohstoffverbrauch  (RMC) aufgrund des inländischen Konsums 2002: 17.8920538233899 Rohstoffverbrauch  (RMC) aufgrund des inländischen Konsums 2001: 18.4194187024655 Rohstoffverbrauch  (RMC) aufgrund des inländischen Konsums 2000: 17.6461061302533

Daten zur Grafik: Excel
Quelle: BFS: Materialflusskonten der Umweltgesamtrechnung
Rohstoffverbrauch (RMC) aufgrund des inländischen Konsums 2015: 138.517988294011 Rohstoffverbrauch (RMC) aufgrund des inländischen Konsums 2014: 138.694606490485 Rohstoffverbrauch (RMC) aufgrund des inländischen Konsums 2013: 136.660461487775 Rohstoffverbrauch (RMC) aufgrund des inländischen Konsums 2012: 132.758612147722 Rohstoffverbrauch (RMC) aufgrund des inländischen Konsums 2011: 138.357836845855 Rohstoffverbrauch (RMC) aufgrund des inländischen Konsums 2010: 133.125204583713 Rohstoffverbrauch (RMC) aufgrund des inländischen Konsums 2009: 136.999467416651 Rohstoffverbrauch (RMC) aufgrund des inländischen Konsums 2008: 133.521205686967 Rohstoffverbrauch (RMC) aufgrund des inländischen Konsums 2007: 130.6395824795 Rohstoffverbrauch (RMC) aufgrund des inländischen Konsums 2006: 131.605931996161 Rohstoffverbrauch (RMC) aufgrund des inländischen Konsums 2005: 130.611850570241 Rohstoffverbrauch (RMC) aufgrund des inländischen Konsums 2004: 128.322349651972 Rohstoffverbrauch (RMC) aufgrund des inländischen Konsums 2003: 128.2691135253 Rohstoffverbrauch (RMC) aufgrund des inländischen Konsums 2002: 130.859851532362 Rohstoffverbrauch (RMC) aufgrund des inländischen Konsums 2001: 133.6449105668 Rohstoffverbrauch (RMC) aufgrund des inländischen Konsums 2000: 127.123519098182

Daten zur Grafik: Excel
Quelle: BFS: Materialflüsse der Umweltgesamtrechung
Entwicklung der konsumbezogenen Material-Effizienz (BIP/RMC) 2015: 120 Entwicklung der konsumbezogenen Material-Effizienz (BIP/RMC) 2014: 117.5 Entwicklung der konsumbezogenen Material-Effizienz (BIP/RMC) 2013: 117.5 Entwicklung der konsumbezogenen Material-Effizienz (BIP/RMC) 2012: 117.5 Entwicklung der konsumbezogenen Material-Effizienz (BIP/RMC) 2011: 112.5 Entwicklung der konsumbezogenen Material-Effizienz (BIP/RMC) 2010: 115 Entwicklung der konsumbezogenen Material-Effizienz (BIP/RMC) 2009: 107.5 Entwicklung der konsumbezogenen Material-Effizienz (BIP/RMC) 2008: 112.5 Entwicklung der konsumbezogenen Material-Effizienz (BIP/RMC) 2007: 112.5 Entwicklung der konsumbezogenen Material-Effizienz (BIP/RMC) 2006: 107.5 Entwicklung der konsumbezogenen Material-Effizienz (BIP/RMC) 2005: 105 Entwicklung der konsumbezogenen Material-Effizienz (BIP/RMC) 2004: 102.5 Entwicklung der konsumbezogenen Material-Effizienz (BIP/RMC) 2003: 100 Entwicklung der konsumbezogenen Material-Effizienz (BIP/RMC) 2002: 97.5 Entwicklung der konsumbezogenen Material-Effizienz (BIP/RMC) 2001: 97.5 Entwicklung der konsumbezogenen Material-Effizienz (BIP/RMC) 2000: 100

Daten zur Grafik: Excel
Quelle: BFS: Materialflusskonten der Umweltgesamtrechnung, Bruttoinlandprodukt
Kommentar

Zwischen 2000 und 2015 stellten die nichtmetallischen Mineralien mit durchschnittlich 43% die am meisten verbrauchte Materialkategorie dar. Sie werden hauptsächlich in der Baubranche eingesetzt (Sand, Kies usw.).

Der Material-Fussabdruck der Schweiz nahm zwischen 2000 und 2015 um eine Tonne ab und betrug 2015 rund 17 Tonnen pro Person. Damit liegt die Schweiz über dem europäischen Durchschnitt sowie über einem langfristig planetenverträglichen Mass von 5 bis 8 Tonnen (UBA 2015). Aus diesem Grund wird der Zustand negativ bewertet. Die Entwicklung geht zwar grundsätzlich in die richtige Richtung, doch wird eine Abnahme in der bisherigen Grössenordung bis 2050 nicht zu einem planetenverträglichen Niveau führen. Die Entwicklung wird somit als unbefriedigend bewertet.

Der absolute Wert des Material-Fussabdrucks nahm zwischen 2000 und 2015 um 9% zu und belief sich 2015 auf 139 Mio. Tonnen.

Die Material-Effizienz, gemessen als Quotient zwischen dem Schweizer Bruttoinlandprodukt und dem Rohstoffverbrauch des Konsums in Tonnen, verbesserte sich zwischen 2000 und 2015 um 20%: Während das Bruttoinlandprodukt im betrachteten Zeitraum um ca. 29% angestiegen ist, nahm der absolute Material-Fussabdruck mit etwa 9% deutlich weniger zu.

Internationaler Vergleich

Mit rund 17 Tonnen pro Person liegt der Material-Fussabdruck in der Schweiz im Jahr 2015 über dem europäischen Durchschnitt von rund 14 Tonnen pro Person (EU-27).

Methode

Der Indikator beschreibt den durch die inländische Endnachfrage verursachten Rohstoffverbrauch. Für die Herstellung, den Transport, die Nutzung und die Entsorgung der in der Schweiz konsumierten Güter und Dienstleistungen werden auch im Ausland Rohstoffe verwendet. Der Indikator umfasst sowohl diesen im Ausland anfallenden Ressourcenverbrauch als auch den Anteil der inländischen Gewinnung, der für die Deckung der Schweizer Endnachfrage genutzt wird. Dabei sind alle aus der Natur entnommenen Materialien ausser Wasser und Luft berücksichtigt.

Die Daten zum inländischen Rohstoffverbrauch werden im Rahmen der Umweltgesamtrechnung des Bundesamts für Statistik (BFS) erhoben.
Die Berechnung des Indikators basiert auf einer vom statistischen Amt der Europäischen Union (Eurostat) entwickelten Methode. Durch diese Methode lassen sich Importe und Exporte eines Landes in Rohstoffäquivalente (RÄ) umrechnen. Dazu wird ein hybrider Ansatz verwendet, der die auf den Umweltbereich ausgeweiteten Input-Output-Tabellen (IOT) mit den Lebenszyklusanalysen (LCA) kombiniert.

Die Berechnung der Rohstoff-Äquivalente stützt sich auf eine Modellierung. Sie ist deshalb mit einer grösseren Unsicherheit behaftet als eine Berechnung basierend auf direkten Flüssen.

Die konsumbezogene Material-Effizienz wird gemessen, indem das Schweizer Bruttoinlandprodukt (zu Preisen von 2010) durch den Rohstoffverbrauch des Konsums (Raw Material Consumption, RMC) in Tonnen geteilt wird.

 
Zuletzt aktualisiert am: 08.11.2018

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