Indikator Klima

Treibhausgasemissionen

In der Schweiz sind die menschenverursachten Auswirkungen auf das Klima zum grossen Teil auf den energiebedingten Ausstoss von Kohlendioxid zurückzuführen. Die bedeutendste Quelle für CO2-Emissionen ist derzeit der Verkehr, gefolgt von den Gebäuden und der Industrie. Der Hauptanteil der Lachgas-und der Methanemissionen stammt aus der Land- und Abfallwirtschaft.

Bewertung des Zustandes
mittelmässig mittelmässig
Bewertung der Entwicklung
unbefriedigend unbefriedigend
Ziel 2020: 42.97 THG-Emissionen 2017: 47.24 THG-Emissionen 2016: 48.26 THG-Emissionen 2015: 47.9 THG-Emissionen 2014: 48.45 THG-Emissionen 2013: 52.32 THG-Emissionen 2012: 51.55 THG-Emissionen 2011: 50.12 THG-Emissionen 2010: 54.21 THG-Emissionen 2009: 52.66 THG-Emissionen 2008: 54.01 THG-Emissionen 2007: 52.54 THG-Emissionen 2006: 54.44 THG-Emissionen 2005: 54.82 THG-Emissionen 2004: 54.14 THG-Emissionen 2003: 53.52 THG-Emissionen 2002: 52.4 THG-Emissionen 2001: 54.05 THG-Emissionen 2000: 52.52 THG-Emissionen 1999: 53.15 THG-Emissionen 1998: 53.45 THG-Emissionen 1997: 51.82 THG-Emissionen 1996: 53.03 THG-Emissionen 1995: 52.44 THG-Emissionen 1994: 51.6 THG-Emissionen 1993: 52.63 THG-Emissionen 1992: 55.21 THG-Emissionen 1991: 55.48 THG-Emissionen 1990: 53.64 THG-Emissionen Basis*: 53.706729
* 1990 Referenzwert für die Berechnung des Zielwerts. Dieser Wert wurde im Second Initial Report (Second Initial Report, Kyoto-Protokoll) definitiv festgelegt.

Daten zur Grafik: Excel
Quelle: Bundesamt für Umwelt: Treibhausgasinventar
Ziel 2020: 20 THG-Reduktion gegenüber Basis 2017: 12.04 THG-Reduktion gegenüber Basis 2016: 10.13 THG-Reduktion gegenüber Basis 2015: 10.81 THG-Reduktion gegenüber Basis 2014: 9.78 THG-Reduktion gegenüber Basis 2013: 2.58 THG-Reduktion gegenüber Basis 2012: 4.02 THG-Reduktion gegenüber Basis 2011: 6.67 THG-Reduktion gegenüber Basis 2010: -0.94 THG-Reduktion gegenüber Basis 2009: 1.95 THG-Reduktion gegenüber Basis 2008: -0.57 THG-Reduktion gegenüber Basis 2007: 2.17 THG-Reduktion gegenüber Basis 2006: -1.36 THG-Reduktion gegenüber Basis 2005: -2.07 THG-Reduktion gegenüber Basis 2004: -0.8 THG-Reduktion gegenüber Basis 2003: 0.34 THG-Reduktion gegenüber Basis 2002: 2.43 THG-Reduktion gegenüber Basis 2001: -0.63 THG-Reduktion gegenüber Basis 2000: 2.22 THG-Reduktion gegenüber Basis 1999: 1.03 THG-Reduktion gegenüber Basis 1998: 0.49 THG-Reduktion gegenüber Basis 1997: 3.51 THG-Reduktion gegenüber Basis 1996: 1.26 THG-Reduktion gegenüber Basis 1995: 2.36 THG-Reduktion gegenüber Basis 1994: 3.93 THG-Reduktion gegenüber Basis 1993: 2.01 THG-Reduktion gegenüber Basis 1992: -2.81 THG-Reduktion gegenüber Basis 1991: -3.3 THG-Reduktion gegenüber Basis 1990: 0.12 THG-Reduktion gegenüber Basis Basis*: 0
* Für die Berechnung des Zielwertes wird als Basis der Wert aus dem Initial Report (Second Initial Report, Kyoto-Protokol) verwendet.

Daten zur Grafik: Excel
Quelle: Bundesamt für Umwelt: Treibhausgasinventar
Kommentar

Die Treibhausgasemissionen sind zwischen 1990 und 2017 um 12 % gesunken (die grossen jährlichen Schwankungen sind auf die Witterung zurückzuführen). Das im CO2-Gesetz festgelegte Ziel für das Jahr 2020, nämlich eine Senkung um 20 % gegenüber 1990, wird möglicherweise nicht erreicht. Deshalb wird die Entwicklung als unbefriedigend beurteilt.

Die Entwicklung verlief nicht in allen Sektoren gleich. Im Jahr 2017 hat der Verkehr mit 32 % den höchsten Anteil an den Gesamtemissionen von Treibhausgasen, und diese gehen erst seit wenigen Jahren leicht zurück. Sie lagen 2017 immer noch 1 % über dem Niveau von 1990. Die Emissionen im Gebäudesektor konnten bis 2017 um 26 % gegenüber 1990 gesenkt werden, diejenigen der Industrie um 18 %.

Für das Jahr 2020 wurden indikative sektorielle Ziele festgelegt. Das Ziel von –10 % für den Verkehrssektor wird wahrscheinlich verfehlt. Unter normalen Witterungsbedingungen dürfte auch der Gebäudesektor sein Ziel von –40 % nicht erreichen. Nur die Industrie wird ihr Ziel von
–15 % wahrscheinlich erreichen. Bei den übrigen Emissionen (insbesondere Landwirtschaft und synthetische Gase) dürfte die Erreichung des sektoriellen Ziels von –10 % ebenfalls schwierig sein.

Das CO2-Gesetz sieht verschiedene Massnahmen zur Senkung der Emissionen in den verschiedenen Sektoren vor. Dazu zählen unter anderem die Erhöhung der CO2-Lenkungsabgabe auf Brennstoffen verbunden mit einer Erhöhung der Beiträge an das nationale Gebäudeprogramm, Emissionsvorschriften für Neufahrzeuge, das Emissionshandelssystem für energieintensive Industriebetriebe und eine teilweise Kompensationspflicht der Emissionen aus Treibstoffen durch die Importeure.

Internationaler Vergleich

Im Rahmen der Klimarahmenkonvention (UNFCCC) und des Kyoto Protokolls werden die THG-Emissionen aller Industriestaaten nach detaillierten Vorgaben berechnet. Die Einhaltung der Richtlinien wird von Expertengremien überprüft. Die THG-Inventare der UNFCCC werden von verschiedenen internationalen Organisationen verwendet (z. B. von der Europäischen Umweltagentur EUA, der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung OECD oder der Comission of Sustainable Development CSD).

Methode

Die Daten stammen aus dem THG-Inventar der Schweiz, welches jedes Jahr vom BAFU nach den Richtlinien der Klimarahmenkonvention (UNFCCC) erstellt wird. Die Methoden sind ausführlich im National Inventory Report dokumentiert und entsprechen den technischen Handbüchern des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC). Dieser Indikator zeigt die Summe aller Treibhausgasemissionen seit 1990 in Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten, d. h. die verschiedenen Treibhausgase werden entsprechend ihrer Klimawirksamkeit skaliert und in CO2-Äquivalente umgerechnet. Methodische Änderungen oder die Verfügbarkeit neuer Daten erfordern eine Neuberechnung der kompletten Zeitreihen seit 1990.

Grundlage für die Bewertung der Entwicklung

Die Bewertung erfolgt auf der linearen Tendenz für die Zeit von 2008 – dem Jahr der Einführung der CO2-Abgabe – bis 2017. Mit der Einführung der CO2-Abgabe scheint bei den Emissionen eine Trendwende eingesetzt zu haben. Um witterungsbedingte jährliche Schwankungen auszugleichen, wird die Tendenz anhand von klimanormierten Werten berechnet. Setzt sich die bisherige Tendenz fort, so dürften die Emissionen im Jahr 2020 45,9 Mio. t CO2-Äq. betragen. Das Zwischenziel für 2020 (42,9 Mio. t CO2-Äq.) wird somit wahrscheinlich verfehlt.

 
Zuletzt aktualisiert am: 25.04.2019

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